Stuttgart Rebels verabschieden sich mit Déjà-vu in die Sommerpause2:6 gegen den EV Ravensburg

(Foto: Mario Vrban / Stuttgarter Eishockey-Club e.V.) (Mario Vrban)(Foto: Mario Vrban / Stuttgarter Eishockey-Club e.V.) (Mario Vrban)
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Der Anfang war gut: in der fünften Spielminute schoss Adrian Sanwald die Stuttgart Rebels in Führung und brachte damit den Gegner aus Ravensburg in den Rückstand. Und lange konnte man diese Führung auch halten, denn rund zwanzig Minuten fand kein weiterer Puck den Weg in eines der beiden Tore in der Stuttgarter Eiswelt. Doch mit dem Ravensburger Tor in der 33. Minute stand dann der Wechsel an und nachdem gleich eineinhalb Minuten später der Puck zum zweiten Mal seinen Weg in das von Andreas Räth gehütete Tor fand, war Stuttgart im Rückstand. Damit folgte das Spiel der Blaupause, die die Stuttgart Rebels ihren Fans in dieser Saison zu oft präsentiert hatten: einem guten Start folgte ein bitteres Ende. Zwar schaffte Patrick Martens noch einen Anstandstreffer für die Stuttgarter. Den am Ende mit 2:6 doch recht deutlichen Sieg der Gäste aus Ravensburg konnte das jedoch nicht mehr verhindern.

Was in der Spielzeit nur begingt gelang, gelang zumindest in den Drittelpausen: den 695 Zuschauern in der Stuttgarter Eiswelt wurde ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm angeboten. Die Stadtwerke Stuttgart zeichneten die Eiswelt Stuttgart und den Stuttgarter Eishockey-Club als „Partner der Energiewende“ aus, um das gemeinsame Engagement für einen klimafreundlicheren Eissport in Stuttgart zu würdigen. Georg Soukopp, Vertriebsleiter der Stadtwerke Stuttgart, wies bei der Übergabe der Auszeichnung auf die großen Einsparungen an klimaschädlichen CO2-Emissionen hin, die durch das gemeinsame Engagement erreicht werden konnten. Von Seiten der Stadt Stuttgart nahm Daniela Klein, Leiterin des Amts für Sport und Bewegung, die Auszeichnung entgegen. Der 1. Vorsitzende des Stuttgarter Eishockey-Clubs Dr. Christian Ballarin betonte die zentrale Bedeutung des Themas Nachhaltigkeit für den Verein und versprach, dass man die Auszeichnung auch als Ansporn für die weitere Arbeit in diesem Bereich verstehe. In der zweiten Drittelpause und nach dem Spiel wurden noch mehrere attraktive Preise unter den Zuschauern verlost, darunter eine Fahrt mit dem Stadtwerke-Heißluftballon.

Nach dem Spiel zog Rebels-Trainer Christopher Mauch sein Resümee der Saison: „Natürlich müssen wir sagen: das Ziel der Play-offs haben wir klar verfehlt. Aber die Mannschaft hat viel gekämpft und gearbeitet. Sie hat immer wieder gezeigt, dass sie auch gegen die guten Mannschaften der Liga bestehen kann“, so der Trainer: „Allerdings haben wir auch immer wieder Fehler gemacht, waren in entscheidenden Situationen unaufmerksam und haben uns so selbst um den Sieg gebracht. Daran müssen wir arbeiten – da ist noch viel Potential drin.“ Und so zeichnet der Blick auf die Tabelle auch ein gemischtes Bild: mit 27 Punkten ist man nur acht Zähler von einem Play-Off-Platz entfernt. Nur zwölf Punkte trennen die Rebels vom Tabellenzweiten. Mit Nick Govig stellt man den besten Torschützen der Liga, in der Tabelle der Auswärtsspiele ist man auf dem dritten Tabellenplatz. Nur in der entscheidenden Gesamttabelle hat es eben nur auf den siebten Platz gereicht.

Bei seiner Ansprache an die Fans nach dem Spiel hob der 1. Vorsitzende Dr. Christian Ballarin die positive Entwicklung auf der Waldau hervor: „Außerhalb der Eisfläche hat sich wirklich viel Positives getan: wir haben mit unserer Videowall, RebelsTV und zahlreichen Aktionen die Attraktivität unserer Spiele deutlich erhöhen können. Unser Maskottchen Pferdinand zeigt nicht nur auf dem Eis sein Können, sondern ist auch zu einem Sympathieträger für die Rebels geworden“, so Dr. Christian Ballarin: „Unser Dank gilt allen Zuschauern, die dieses Engagement durch ihr regelmäßiges Kommen belohnen. Danke für Eure Unterstützung der Rebels!“ Mit den Zuschauerzahlen können die Stuttgart Rebels tatsächlich zufrieden sein: im Schnitt besuchten 559 Zuschauer die Heimspiele in der Eiswelt Stuttgart, beim Spiel gegen Zweibrücken am 17. Januar 2020 fanden sogar 1017 Besucher den Weg in die Eiswelt. Das ist trotz des schlechten Abschneidens der Mannschaft eine positive Entwicklung gegenüber dem Vorjahr (im Schnitt 474 Zuschauer pro Spiel) und zeigt, dass das Konzept des Vereins, den Spielbetrieb auf der Waldau attraktiver zu gestalten, aufgeht.

Abschließend wurden drei Spieler für Ihre Leistung in der Saison ausgezeichnet. Nick Govig bekam die Auszeichnung als bester Scorer der Rebels mit 23 Toren, Tim Becker wurde von Zuschauern und in den Sozialen Kanälen als beliebtester Spieler gewählt. Die Auszeichnung für den „Most Valuable Player“ des Trainers ging an Silas Abert, da er konstant gute Leistung gezeigt hat und sich immer in den Dienst der Mannschaft stellt. Anschließend ließen Fans mit Vorstand und Mannschaft den Abend am Fan-Treff ausklingen.

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