Steelers-Amateure gewinnen – Eisbären Eppelheim werden VizemeisterFinale der Regionalliga Südwest

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Nach der Niederlage in Spiel eins standen die Eisbären mit dem Rücken zur Wand. Doch man merkte dem ECE vom Start weg an, dass die Entscheidung über die Meisterschaft um eine Woche vertagt werden sollte. Offensiv agierten beide Teams im ersten Abschnitt und schossen beide Goalies in den Anfangsminuten warm. Dem ECE war es vorbehalten gut zur Hälfte des Drittels die erste Führung des Abends durch McIntosh (11.) zu markieren. Im weiteren Verlauf hätten die Eisbären diese Führung weiter ausbauen können, doch die Gäste nutzten die bislang sehr gnädige Linie der Unparteiischen aus, die Angriffe der Eisbären sehr grenzwertig zu unterbinden und so selbst zu Chancen zu kommen, so dass die knappe Pausenführung in Ordnung ging.

Auf dieser wollte man sich keinesfalls ausruhen und im zweiten Drittel nachlegen. Dies gelang den Eisbären zunächst auch, denn erneut sollte es McIntosh sein, der ein Zuspiel von Thomas Korte zum 2:0 verwerten konnte (25.). In der Folge zogen nun auch die Unparteiischen die Zügel etwas an, so dass beide Teams vermehrt zu Chancen kamen. Dies sollte den Eisbären zu Gute kommen, die sich bislang doch oft benachteiligt fühlten. Die beste Chance hatte man dabei in der 39. Minute, als beide Teams dezimiert auf dem Eis zu finden waren und ein kluger Pass durch die neutrale Zone einen Alleingang zur Folge hatte, den Guris im Tor des SC jedoch parieren konnte. Ein Weckruf für die Steelers, für die das 3:0 wohl eine Vorentscheidung gewesen wäre. So folgte die Bestrafung prompt in Form des Anschlusstreffers 15 Sekunden vor der zweiten Pause durch Tim Heffner.

Verärgert um den unnötigen Rückschlag waren die Eisbären im Schlussabschnitt gewillt, das Spiel nicht vollends kippen zu lassen und die nicht genutzte Chance, im Mittelabschnitt verdient davon zu ziehen, nun zu verwerten. Doch die Steelers setzten den ECE früh unter Druck und kamen in der 44. Minute zum Ausgleich durch Philipp Albrecht. Nun stand das Spiel auf Messers Schneide und das Momentum sprach für die Gäste. Die Unparteiischen schienen nun die bislang lange Leine zu bereuen und sorgten regelmäßig für Powerplay-Situationen. Durch die nun auf den Führungstreffer drängenden Steelers erwischte es dabei vermehrt Eisbären-Spieler, so dass man um den möglichen Sieg zittern musste. Doch die Defensive der Eisbären machte ihren Job sehr gut und ließ einen Rückstand nicht zu. Finaler Knackpunkt der Partie sollte die 58. Minute werden. Der Puck traf in einer unübersichtlichen Situation einen Bietigheimer Spieler im Gesicht, die Schiedsrichter sahen im Schläger eines Eisbären jedoch den Verursacher, so dass die Eisbären den Rest der reguläre Spielzeit in Unterzahl überstehen mussten.

Nachdem man sich trotz Unterzahl in die Verlängerung retten konnte, sollte diese Entscheidung zum Verhängnis für die Eisbären werden, da man so mit nur drei Mann in die Overtime starten musste. Die Überzahl spielte den Gästen in die Karten, die den sich bietenden Platz nutzen und mit einem platzierten Schuss an den Innenpfosten durch Mathias Vostarek alle Träume der Eisbären nach 62 Sekunden in der Extrazeit platzen ließen und sich selbst zum Meistertitel schossen.

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