Spitzenreiter! Die Eisbären entzaubern ZweibrückenEHC Eisbären Heilbronn

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Beide Trainer waren aufgrund ihrer personellen Notlage zum Improvisieren gezwungen. Eisbären-Coach Kai Sellers musste wie auch sein Gegenüber Richard Drewniak auf sechs Stammspieler verzichten, wobei auf Hornets-Seite der Liga Topscorer Ben Payne sowie der Vierte der ligaweiten Scorerwertung, Lukas Srnka, fehlten.

Die 421 Zuschauer in der Kolbenschmidt Arena rieben sich in den ersten Minuten verwundert die Augen. Hatte man eigentlich einen offenen Schlagabtausch zweier gleichwertiger Teams erwartet, so musste man schnell erkennen, dass die Eisbären an diesem Tag das überlegene Team waren. Nach fünf Minuten tanzte Verteidiger Pascal Schoofs die gegnerischen Reihen aus und vollstreckte zum 1:0. Die Eisbären ließen die Scheibe laufen und spielten ihre Gegner teilweise schwindlig. Die Folge: Das 2:0 nach acht Minuten. Zweibrücken nahm ob der drückenden Überlegenheit des Gegners eine Auszeit. Die Mannen um Kapitän Felix Kollmar spielten sich nun in einen wahren Rausch, wogegen von den Gästen kaum eine Gegenwehr kam. Obwohl es im ersten Drittel keine Strafzeiten gab, hätte man meinen können, dass die Eisbären ständig einen Mann mehr auf dem Eis hatten. So war es dann auch nicht verwunderlich, dass abermals Axel Hackert (11.) und Igor Filobok (15.) zum Pausenstand von 4:0 erhöhten.

Im mittleren Spielabschnitt besannen sich die Gäste dann zumindest auf ihre kämpferischen Fähigkeiten und leisteten nun mehr Gegenwehr. Dennoch gelang Igor Filobok in der 24. Minute das 5:0. Nachdem Tomas Vodicka drei Minuten später auf 5:1 verkürzt hatte, wechselten die Hornets nach der Hälfte des Spiels den Torhüter. Steven Teucke übernahm für Marcel Kappes. Als „Willkommensgeschenk“ für Teucke setzte Milan Liebsch nicht mal eine Minute nach dessen Einwechslung einen satten Schuss an die Querlatte, eher wenige Sekunden später Arno Metz zum 6:1 vollstreckte. Als Manuel Pfenning noch vor der Pause auf 7:1 erhöhte, war das Spiel entschieden.

Deshalb flachte die Begegnung im Schlussdrittel dann zusehends ab. Die Eisbären besannen sich eher auf das Verwalten des Ergebnisses, während sich die Zweibrücken Hornets aufgegeben hatten. In der 55. Minute wurde es dann aber doch nochmal interessant. Erst traf Daniel Brendle mit seinem ersten Saisontreffer zum 8:1 – auch diesmal war erst ein Pfostenschuss vorangegangen, dann verkürzte Marc Lingenfelser nur neun Sekunden später zum 8:2-Endstand.

„Wir waren heute hoch motiviert und wollten unbedingt den ersten Platz“, sagte Trainer Kai Sellers nach dem Spiel. „Das Team hat alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten, und jetzt sind wir zum ersten Mal in dieser Saison Tabellenführer.“

Ein Superlativ erkannte gar Stürmer Manuel Pfenning bei der Pressekonferenz im VIP-Raum: „Im ersten Drittel haben wir heute das beste Eishockey gespielt, seit ich bei den Eisbären bin. Wir wussten, wenn wir an die Leistung vom letzten Drittel aus dem Derby gegen den Heilbronner EC anknüpfen, dann würden wir Zweibrücken schlagen können. Das ist uns eindrucksvoll gelungen.“

Nun folgen für die Eisbären gleich zwei Duelle gegen den Verfolger Stuttgart Rebels – erst am kommenden Freitag um 20 Uhr auf der Stuttgarter Waldau und dann am 28. November zu Hause.

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