Rebels verlieren Skandalspiel gegen Schwenningen mit 3:6Stuttgart Rebels

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Das Spiel begann mit hohem Tempo, und da für beide Mannschaften viel auf dem Spiel stand, ging es auch gleich richtig zur Sache. Bei den Rebels stand überraschenderweise mit Johann Kajuschenko ein verletzter Spieler auf dem Eis, der sich dem Team trotz Knieproblemen angeboten hat.

Der erste Aufreger dann nach 100 Sekunden, als Ron Horwath die Scheibe Richtung Tor schießen konnte, dann ein Metallgeräusch und zur Verwunderung vieler wurde dann auf Tor entschieden (1:0). Ob jetzt Pfosten oder Mittelplanke, letztlich war es aufgrund der Undurchsichtigkeit der Situation vorher schwer zu entscheiden. „Was dann allerdings folgte, war schlichtweg ein Skandal“, erklärten die Stuttgarter. „Die Spielleitung mit Hauptschiedsrichter Stascha Ninkov schickte in regelmäßigen Abständen Spieler mit blauen Trikots auf die Strafbank, während die Schwenninger zumeist verschont blieben.“ Die Bilanz allein im ersten Drittel: 16 Minuten gegen die Rebels plus eine „Zehner“ gegen Rebels-Stürmer Ron Horwath. Die Gäste kamen in diesem Spielabschnitt auf sechs Minuten.

Das mit Spannung erwartete Duell wurde dermaßen ausgebremst das der Spielfluss völlig zum Erliegen kam. Trotz der numerischen Überlegenheit gelang den Gästen vom Neckarursprung erst in der achten Minute in Überzahl der Ausgleich. Schwenningen jetzt aufgrund Stuttgarter Strafzeiten naturgemäß mit Oberwasser, aber da die Rebels mit Florian Glaswinkler wieder einen starken Rückhalt hatten blieb es zunächst beim Ausgleichstreffer. In der 14. Minute waren dann ausnahmsweise die Rebels in Überzahl und konnten durch Daniel Heimann erneut die Führung herausschießen, die die Gäste kurz vor Ende des Drittels wieder egalisieren konnten.

Im zweiten Abschnitt war es dann kurzzeitig wieder ein Eishockeyspiel. Die Rebels nun dominierend, die Zweikämpfe wurden mehr und mehr gewonnen. Ein klarer Aufwärtstrend mit vielen Angriffssituationen. Allerdings reklamierten die Stuttgarter in der Folge „dubiose Abseitsentscheidungen, die den Rebels einen klaren Vorteil verweigerten“. Erschwerend kam noch dazu, dass Beinstellen nicht mehr als strafwürdig angesehen wurde: Alex Katjuschenko kam dadurch zu Fall, verlor die Scheibe und der Gegenzug führt zur 3:2-Führung der Fire Wings. Kapitän Arthur Gross beschwerte sich mehrfach bei Ninkov. „Offenbar war dies auch die Grundlage dafür, dass auch Arthur Gross später mit einer Zehner-Diszi belegt wurde“, erklärten die Rebels. Als Schwenningen kurze Zeit später sogar das 4:2 erzielen konnte war klar, dass es heute nur einen Sieger geben kann. Trotzdem wollte der Schwenninger Coach Kevin Apelt in der zweiten Drittelpause die Glückwünsche zum Sieg nicht annehmen: „Wir haben trotz allem noch 20 Minuten vor uns:“

Im letzten Drittel keimte dann noch einmal Hoffnung auf als „AK47“ Alex Kajuschenko nach einer starken Gemeinschaftsaktion über Christian Pratnemer und Johann Katjuschenko den 3:4-Anschlusstreffer platzieren konnte. „Aber Schwenningen hatte bereits nach weiteren 70 Sekunden die Antwort parat und machte den Sack zu: Deutliche Führung im Rücken und die besagte Zehn-MinutenDisziplinarstrafe gegen Rebels-Sturmtank Arthur Gross nach Reklamieren („Was war das jetzt wieder...?“). Das Ding war gelaufen.“ Den Schlusspunkt der Partie zum 3:6 setzte dann der Schwenninger Hynes in der 49. Minute.

Trainerstatements:

Kevin Apelt (Trainer Fire Wings): „Ich bin natürlich froh, dass wir hier gewonnen haben. Wir haben immer dagegenhalten können und z.B. nach dem 3:4 gleich das 3:5 geschossen. Ich habe eine homogene, kompakte Mannschaft, die derzeit zeigt, was in ihr steckt. Solche Spiele heute hätten wir zu Saisonbeginn mit Sicherheit verloren. Aber, wir sind noch lange nicht durch, denn wir spielen noch gegen Teams die vor uns stehen.“

Pavol Jancovic (Trainer Rebels): „Es ist schade, dass wir auf solche Art und Weise verloren haben. Ich kann meiner Mannschaft eigentlich keinen Vorwurf machen, Hauptakteure waren heute andere, die ich nicht beeinflussen kann. Es wird jetzt noch schwerer, denn es fehlen mir nun am Sonntag noch Ron Horwath und auch hinter Tim Becker steht ein dickes Fragezeichen. Tim hat eine Schwenninger Kelle an den Hals bekommen und musste im letzten Drittel passen.“


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