Play-off-Generalprobe in SchwenningenGemeinsame Stellungnahme mit den Baden Rhinos

Play-off-Generalprobe in SchwenningenPlay-off-Generalprobe in Schwenningen
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Erschwerend kommt für die Eisbären hinzu, dass das Team in dieser Woche von einer Grippewelle heimgesucht wurde. „Im Training hatte ich diese Woche nur die halbe Mannschaft auf dem Eis“, so Trainer Kai Sellers, der hofft, dass sich bis Samstag zumindest ein Teil der Kranken wieder fit meldet.

Traditionell tut man sich mit den Schwenningern schon seit Jahren schwer, was sich auch in den bisherigen Begegnungen in dieser Saison fortgesetzt hat. Beim ersten Aufeinandertreffen ging es bis ins Penaltyschießen, das die Eisbären mit 5:4 für sich entscheiden konnten. Und auch bei der zweiten Begegnung in Heilbronn hatte es nur mit viel Mühe zu einem 4:2-Sieg gereicht.

Mit einem Sieg gegen die Eisbären könnte Schwenningen bei einer gleichzeitigen Niederlage der Zweibrücken Hornets in Hügelsheim die Play-off-Teilnahme sicher machen. „Das wird kein Spaziergang“, so Sellers. „Ich bin gespannt, wie wir uns mit einem kleineren Kader gegen ein so starkes Team schlagen werden. Aber natürlich ist es unser Ziel die drei Punkte mit nach Hause zu nehmen.“

Gemeinsame Stellungnahme der Vereine zu den Vorfällen beim Regionalliga-Spiel EHC Eisbären Heilbronn gegen Baden Rhinos Hügelsheim

„Am Rande des Eishockey-Spiels des EHC Eisbären Heilbronn gegen den ESC Baden Rhinos Hügelsheim am 31. Januar 2014 ist es zu bedauerlichen Zwischenfällen abseits der Eisfläche gekommen, in die vornehmlich der Heilbronner Sicherheitsdienst und Personen aus dem Hügelsheimer Fanblock beteiligt waren. Über diese Vorfälle beim Amateursport sind wir als beteiligte Vereine zutiefst schockiert.

Beide Vereine haben nun beschlossen, gemeinsam diese Vorfälle aufzuarbeiten und dafür zu sorgen, dass Familien mit ihren Kindern auch in Zukunft bedenkenlos Heimspiele der Eisbären Heilbronn und der Baden Rhinos live im Stadion miterleben können.

Mit dieser gemeinsamen Stellungnahme möchten wir aber auch ein Zeichen für diejenigen setzen, die die gewachsene sportliche Rivalität der beiden Vereine zu ernst nehmen und meinen, diese auf Bereiche außerhalb der Eisfläche übertragen zu müssen. Die Vereinsführungen von Eisbären Heilbronn und Baden Rhinos pflegen schon seit langer Zeit ein freundschaftliches Verhältnis – ebenso wie viele Spieler beider Teams sich schon lange kennen und schätzen.

Beide Vereine haben aus den Vorfällen vom 31. Januar gelernt und haben bereits Maßnahmen getroffen um eine Wiederholung dieser Szenen auszuschließen.

So wird ab dem nächsten Heimspiel der Eisbären Heilbronn ein neues, auf Deeskalation geschultes Security-Unternehmen seine Arbeit aufnehmen. Gegnerische Fangruppierungen bekommen einen anderen Platz auf der Tribüne zugewiesen, so dass die Heilbronner Spieler auf ihrem Weg in die Kabine nicht mehr an diesen vorbeigehen müssen und Provokationen vermieden werden können. Die wenigen Meter, die die Spieler zur Kabine zurücklegen müssen, werden komplett abgesperrt – was den Eisbären Heilbronn auf der anderen Seite für die Kinder leid tut, die dort bisher immer ihre Lieblingsspieler abklatschen konnten.

Der ESC Hügelsheim hat sich unmittelbar nach dem Spiel mit dem Fanberater des Deutschen Eishockey-Bundes beraten. Bis zu den Play-offs wird der Verein keinen Fanbus mehr einsetzen, um den an den Vorfällen beteiligten und dem Verein namentlich bekannten Personen in den nächsten Wochen keine Möglichkeit für eine Wiederholung zu geben.

Sollte es in den bevorstehenden Play-offs zu einer Finalserie zwischen Heilbronn und Hügelsheim kommen, wird es in beiden Stadien eine erhöhte Sicherheitsstufe geben.

Die Verantwortlichen von EHC und ESC haben ihre Vereine mit ehrlicher ehrenamtlicher Arbeit zu Aushängeschildern des Amateur-Eishockeysports in Baden-Württemberg gemacht. In beiden Stadien sind Heimspiele ein beliebtes Ziel für Familien, die gemeinsam einen spannenden Abend erleben und ihr Team anfeuern möchten. Beide Vereine sind für ihr soziales Engagement bekannt und dienen als Vorbilder für andere Vereine.

Für diese Werte stehen wir.

Wir werden mit aller Macht dafür sorgen, dass dies auch in Zukunft so bleibt. Gewalt hat beim EHC Eisbären Heilbronn und beim ESC Hügelsheim keinen Platz.

Kai Sellers - 1. Vorsitzender EHC Eisbären Heilbronn
Peter Seywald - 1. Vorsitzender ESC Hügelsheim 09“

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