Nur ein Punkt im DerbyTSG Reutlingen

Nur ein Punkt im DerbyNur ein Punkt im Derby
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Bereits nach 45 Sekunden gingen die Gäste durch Zeiselmeier in Führung und überraschten die Black Eagles kalt. Das Team um TSG-Trainer Hans Krüger ließ sich aber nicht verunsichern und machte gut Druck auf das Eisbären-Gehäuse und wurde bald belohnt. In der neue formierten Reihe um Jörg Müller, Matthew Lewis und Dominique Tilgner nutzte Jörg Müller schon nach eineinhalb Minuten die Chance zum Ausgleich. Aus der Drehung verwertete er einen Abpraller am schnellsten und überraschte wiederum den Gästekeeper zum 1:1. Beide Teams zeigten in der Folge hohes Tempo mit vielen Chancen, aber auch oft zu viel Einsatz, sodass trotz des hohen Niveaus die Partie aufgrund der Vielzahl an Strafen auf beiden Seiten zerfahren war. Zählbares sprang deshalb im ersten Drittel nicht mehr heraus.

Im Mittelabschnitt blieb die Partie hart umkämpft, wobei sich die Gäste nun verstärkt mit ihrer überharten Gangart Vorteile verschaffen wollten. Zunächst rückte ein sportlicher Höhepunkt aber in den Fokus, als für die Black Eagles Matthew Lewis einen ihm nach Foulspiel zugewiesenen Penalty in der 31. Minute kaltschnäuzig zum 2:1 verwandelte. Überschattet wurde das Spiel in der 32.Minute dann allerdings durch das brutalste und hinterhältigste Foul seit Bestand des Eissportes bei der TSG Reutlingen gab. Black Eagles Verteidiger Ulli Schweigert war im Begriff in der Mittelzone den Puck von der Band aufzunehmen, als Eisbären Stürmer Marco Schneider in völliger Verachtung jeglichen Respektes für seinen Gegenspieler Schweigert diesen mit voller Wucht von hinten checkte, sodass er aus zwei Metern Abstand ungebremst kopfvoran in die Bande krachte und benommen liegen blieb. Nach dem Abtransport per Krankenwagen konnte die Ärzte noch in der Nacht glücklicherweise insoweit Entwarnung geben, als keine Knochenbrüche festgestellt wurden. Nach der gegen Schneider ausgesprochenen Spieldauerdisziplinarstrafe lief es bei den Black Eagles aufgrund des Schreckens nicht mehr rund und fingen sich ihrerseits Strafzeiten ein. Letztlich zogen die Gäste aus dem Durcheinander gar noch Nutzen und glichen durch Böhm in der 36. Minute zum 2:2-Drittelstand aus.

Nach dem Wiederanpfiff zum Schlussabschnitt agierten die Black Eagles konzentriert und kamen zu mehreren Chancen. Erfolg hatte dann allerdings Verteidiger Martin Schafroth in der 45. Minute, der alles in seinen Schlagschuss legte und den Gästekeeper mit der Schnelligkeit des Schusses zum 3:2 überraschte. Die Eisbären brauchten allerdings nur 45 Sekunden, um ihrerseits auszugleichen. Eine Verwirrung zu einem vermeintlichen unerlaubten Befreiungsschlag nutzen die Gäste mit einem Pass aus der Ecke vor das Tor und Abschluss durch Marc Haudek zum 3:3. Neun Minuten später legten die Black Eagles durch Philipp Kramer zum 4:3 wieder vor, als er im Fallen die Scheibe unter dem Balinger Keeper durchschieben konnte. Bereits wie im Spiel gegen Pforzheim, fehlte den Black Eagles hinten raus aber die Abgebrühtheit einen Vorsprung sicher über die Zeit zu bringen. Nur 30 Sekunden vor Schluss kamen die Eisbären mit dem gegen den Torhüter eingewechselten sechsten Feldspieler zum 4:4. Das sich anschließende Penaltyschießen entschieden die Gäste für sich. Mit nur einem Punkt sackten die Black Eagles wieder auf den dritten Tabellenplatz ab. Mit einem spielfreien Wochenende bleibt aber genug Zeit zur Regeneration zum dann folgenden Doppelwochenende mit der Auswärtsbegegnung bei der ESG Esslingen und dem letzten Heimspiel der Saison gegen den Mannheimer ERC.

Jetzt die Hockeyweb-App laden!