Mit Rumpftruppe in Stuttgart einen Punkt gewonnenRebels besiegen Zweibrücken im Penaltyschießen

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Am Freitagabend mussten die Hornets zum schweren Auswärtsspiel beim Stuttgarter EC ran. Insgesamt kamen 202 Zuschauer in die Stuttgarter Eiswelt und sahen ein spannedes Spiel, in dem am Ende der Gastgeber nach Penaltyschießen mit 4:3 (1:0, 1:2, 1:1, 1:0) gegen den EHC Zweibrücken der glücklichere Gewinner war.

Die Vorzeichen waren für die Hornets überhaupt nicht gut, denn Coach Richard Drewniak musste insgesamt zehn Feldspieler ersetzen, die aus verschiedensten Gründen nicht mitfahren konnten. Unter den fehlenden waren nahezu alle Stürmer der ersten beiden Sturmreihen, so mussten für das Spiel Verteidiger umfunktioniert werden.

Die Gastgeber sahen natürlich ihre Chance gegen die zahlenmäßig unterlegenen Zweibrücker und bauten von Beginn an viel Druck auf. Die Hornets hielten aber gut dagegen und kamen immer besser ins Spiel und hatten sogar die wesentlich besseren Torchancen. Wenn man aber die Tore nicht macht, dann wird man bestraft, so geschehen in der 17. Spielminute in Unterzahl und begünstigt durch einen katastrophalen Fehlpass von Dennis Walzer. Der Gegenspieler bedankte sich und brauchte nur noch zum 1:0 einschieben.

Im Mittelabschnitt erwischten wiederum die Rebels den besseren Start und erhöhten bereits nach drei Minuten zum 2:0-Zwischenstand. Wer nun glaubte, die Hornets würden resignieren, der hatte sich getäuscht, denn die kleine Reisegruppe letzte jetzt los und war ab dann am Drücker. Belohnt wurden sie in der 26. Minute durch den Überzahltreffer von Radovan Pastorek und in der 30. Minute konnte Dominik Dech sogar den Ausgleich erzielen. In der Folgezeit ergaben sich noch weitere sehr gute Gelegenheiten für die Hornets, die aber sträflich liegengelassen wurden.

In der Drittelpause war natürlich jedem klar, dass man hier die große Überraschung landen kann und man schwor sich auf das letzte Drittel ein, welches zu Beginn relativ ausgeglichen war mit Chancen auf beiden Seiten. Eine wie so oft unnötige Strafzeit und dem daraus resultierenden Powerplay ermöglichte den Rebels in der 48. Minute die 3:2-Führung. Die Hornets kämpften fortan um den Punkt und hatten in der Folgezeit mehr vom Spiel. Sechs Minuten vor dem Ende wurden die Rosenstädter dann belohnt, als Frederic Hellmann im 5:3-Powerplay trocken von der blauen Linie abzog und den vielumjubelten Ausgleichstreffer erzielte. Danach hätte sogar noch der Führungstreffer fallen müssen, aber man schwächte sich drei Minuten vor Ende wieder durch eine Strafzeit und konnte froh sein, dass der Stuttgarter Angriff nur einen Metalltreffer hergab. Das Spiel endete 3:3 und das Penaltyschießen musste her.

Die Rebels begannen und konnten direkt einnetzen, der im Training stets sichere Ralf Wolf war dann der erste Schütze für die Hornets und traf nur den Pfosten. Auch der zweite Stuttgarter Penalty war drin und somit war Radovan Pastorek nun mächtig unter Druck, konnte aber überlegt einschieben. Steven Teucke hielt den nächsten Penalty dann fest und Adam Klein glich aus, alles wieder offen. Dann begann Adam Klein und scheiterte am guten Stuttgarter Torhüter aber auch Teucke hielt seinen Kasten sauber. Im nächsten Durchgang fiel dann die Entscheidung, als Pastorek scheiterte und die Rebels trafen.

Coach Richard Drewniak war nach dem Spiel natürlich sehr stolz auf sein Team: „Hätte man mich vor dem Spiel gefragt, hätte ich den Punkt sofort unterschrieben, nach dem Spiel muss ich sagen, wäre mehr drin gewesen und auf jeden Fall zwei Punkte verdient gewesen. Wir hatten mehr und vor allem die klareren Torchancen, da fehlten uns heute leider die Stürmer, die in der Lage sind, die reinzumachen. Am Ende war es eine ganz tolle Leistung von der Mannschaft und lässt mich positiv nach vorne blicken. Jetzt müssen wir am Sonntag das Spiel noch mit dezimiertem Kader über die Bühne bringen und dann sollte sich die Lage bei uns wieder entspannen.“

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