Knapper Kader kostet PunkteReutlingen verliert in Schwenningen

Knapper Kader kostet PunkteKnapper Kader kostet Punkte
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Der wegen weiteren Ausfällen nun sehr kleine Kader kostete die Black Eagles der TSG Reutlingen auch am vergangenen Samstag beim FSV Schwenningen die Punkte. Die Gastgeber gewannen mit 7:4 (0:2, 2:1, 5:1).

Mit der nach den Regularien erforderlichen Mindestzahl von neun Feldspielern begannen die Black Eagles die Partie geschickt und störten das Spiel der Gastgeber frühzeitig, nutzen aber jede sich bietende Schussmöglichkeit auf das FSV Gehäuse. Nach rund elf Minuten nutzte Willi Bauer die Sichtbehinderung des Verteidigers für den Schwenninger Torhüter aus und schloss verdeckt zum 0:1 ab. Unspektakulär aber effektiv zog Tobija Feierabend nur vier Minuten später im Überzahlspiel Richtung FSV-Tor ab, wobei die Scheibe abgefälscht zum 0:2 hinter der Linie landete.

Mit diesem Vorsprung ging es in den Mittelabschnitt, den die Gastgeber deutlich energischer begannen und Druck aufs Reutlinger Tor machten. Durch Sascha Jordan kam der FSV nach 23 Minuten zum Anschluss. Eine Unachtsamkeit der Reutlinger Defensive bescherte dem FSV gar in Unterzahl eine Kontermöglichkeit für den technisch versierten Ex-Profi Sascha Milovanovic, der sich diese Chance nicht entgehen ließ und nach 25 Minuten den Ausgleich markierte. Die Black Eagles ließen sich durch den Ausgleich sichtlich aus dem Konzept werfen und kamen bei schwindenden Kräften zunehmend in Schwierigkeiten. Erst der Überzahltreffer von Tobija Feierabend zum 2:3 in der 36.Minute rüttelte die Black Eagles wieder auf.

Im letzten Abschnitt spielten beide Teams auf gleichem Niveau. Nach nur einer Minute glich der FSV aus und erhöhte zwei Minuten später gar auf 4:3. Die Black Eagles wiederrum kamen durch Marcin Trybus in der 50. Minute wieder zum 4:4. Rund acht Minuten wogte das Spiel von einem Tor zum anderen jeweils mit einer Vielzahl von Chancen. Mit insgesamt 17 Feldspielern auf der Bank hatten die Gastgeber hinten raus aber doch mehr Kräfte. Zwei Minuten vor Schluss erzielte Milovanovic für den FSV das vorentscheidende 5:4. TSG-Trainer Hans Krüger blieb bei den verbrauchten Kräften seiner Spieler nur die Möglichkeit Torhüter Manuel Rogge gegen einen Feldspieler zu ersetzen und auf den Treffer zu hoffen. 44 Sekunden vor Schluss gelangte der FSV aber doch an die Scheibe und hatte durch Manuel Stutz wenig Mühe ins verwaiste Tor zum 6:4 zu erhöhen. Mehr als unnötig war das 7:4 für den FSV nur zwanzig Sekunden vor Schluss, da dieses Ergebnis auch nicht den Spielverlauf widerspiegelte. TSG-Trainer Hans Krüger war dennoch zufrieden: „ In meiner Mannschaft hat jeder in dem kleinen Kader alles gegeben, was er hat. Insbesondere meine drei Verteidiger haben Schwerstarbeit geleistet. Ich kann jeden nur loben.“ 

Weiter geht es für die Black Eagles am Sonntag vor heimischem Publikum um 19.15 Uhr. Zu Gast sein wird der 1. CfR Pforzheim. Die Goldstädter dürften sich am Ende der Saison wieder im oberen Drittel der Tabelle wiederfinden, hatten aber zuletzt durchwachsene Ergebnisse abgeliefert.