Hornets starten mit drei Auswärtspunkten EHC Zweibrücken besiegten Ravensburg

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Nach einer turbulenten Schlussphase sicherte sich der EHC Zweibrücken mit einem 5:4 (1:2, 0:2, 4:0)-Auswärtssieg gegen den EV Ravensburg 1b die ersten Zähler in der Regionalliga Südwest.

Die Hornets starteten sehr druckvoll und hatten zu Beginn wesentlich mehr Spielanteile als die Heimmannschaft. Gefährlich wurden die Puzzlestädter durch sich bietende Konter und erzielten so auch in der fünften Spielminute durch einen verdeckten Schuss von der blauen Linie den Führungstreffer. In der zwölften Minute dann sogar der zweite Treffer im Powerplay, als Marc Lingenfelser eine kleine Strafe absitzen musste. Vier Minuten vor Drittelende war es dann Adam Klein, der ebenfalls in Überzahl den 1:2-Anschlusstreffer erzielte und man war guter Dinge, dass es im Mittelabschnitt besser laufen würde.

Der zweite Abschnitt begann aber alles andere als gut, denn beim Anspielbully kassierte Tomas Vodicka eine 2+2-Minutenstrafe wegen hohen Stocks und somit waren insgesamt erst einmal vier Minuten Unterzahl angesagt. Diese Strafe wurde mit einem Gegentor bestraft und in der 27. Spielminute erhöhte Ravensburg sogar auf 4:1. Die Hornets erarbeiteten sich in der Folgezeit noch gute Tormöglichkeiten, aber auch der Gegner blieb bei Kontern stets gefährlich.

In der Drittelpause war jedem klar, dass es nun extrem schwer werden würde und man schwor sich nochmals auf die letzten 20 Minuten ein. Das Spiel verlagerte sich wieder zunehmend in das Ravensburger Drittel, aber der Puck wollte einfach nicht ins Tor, denn entweder traf man Metall oder man scheiterte am bis dahin sehr gut haltenden Ravensburger Torhüter. Zwölf Minuten vor dem Spielende dann die Schlüsselszene, die die Wende einbrachte. In Unterzahl kam der Puck zu Tim Essig, der diesen in hohem Bogen aus der eigenen Hälfte ins gegnerische Drittel lupfte. Der Puck sprang kurz vor dem Ravensburger Tor auf und fand seinen Weg kurioserweise über den Torwartschläger ins Ravensburger Gehäuse. Jetzt setzten die Hornets alles auf eine Karte und Coach Richard Drewniak stellte die Reihen um um noch mehr Druck auszuüben, mit Erfolg, denn nur drei Minuten später traf Tomas Vodicka in Überzahl zum 4:3. Ravensburg war nun sichtlich nervös und konnte dem Dauerdruck nicht mehr standhalten. Per Doppelschlag erzielte Marc Lingenfelser vier Minuten vor Spielende den Ausgleichs- und Führungstreffer. Das Spiel wurde also in kürzester Zeit gedreht und man brachte den Vorsprung über die Zeit. Der Jubel unter den mitgereisten Anhängern und der Mannschaft war natürlich dementsprechend groß.

Dem Coach war die Erleichterung deutlich anzumerken, wollte man das Spiel doch eigentlich anders gestalten: „Manchmal braucht man ebenso einen komischen Treffer, um wieder ins Spiel zu finden. Wir waren aber die bessere Mannschaft und hatten auch klar mehr Torschüsse als der Gegner, unser Problem war aber neben der schlechten Torausbeute hauptsächlich die fehlende Laufbereitschaft nach Hinten und die unnötigen Strafzeiten. Wir haben die Punkte gegen eine sehr starke Mannschaft geholt und ich bin mir sicher, dass dort noch einige andere Mannschaften Zähler liegen lassen.“

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