Hornets kämpfen Steelers nieder und festigen zweiten PlatzEHC Zweibrücken

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Die Ice Arena war wieder einmal sehr gut gefüllt und beide Mannschaften hochmotiviert, den Kampf um den zweiten Platz für sich zu entscheiden. Im bisherigen Saisonverlauf mussten die Amateure der DEL2-Mannschaft aus Bietigheim erst eine Niederlage gegen die Eisbären Heilbronn einstecken. Es war auch gleichzeitig das letzte Spiel der ersten Hauptrunden-Saisonhälfte und alle Mannschaften haben somit jeweils einmal gegeneinander gespielt.

Den besseren Start erwischten die Steelers, denn diese gingen durch einen Treffer in der vierten Spielminute in Führung. Tomas Vodicka sorgte dann zwei Minuten später für den vielumjubelten Ausgleich durch einen Schuss aus spitzem Winkel. In der siebten Minute dann eine kuriose Szene, denn Torhüter Marcel Kappes hielt einen Bietigheimer Schuss, deckte den Puck mit Schläger und Stockhand ab und dennoch wurde dieser von einem Spieler der Gäste regelwidrig hereingestochen. Zum Erstaunen aller Spieler und Zuschauer gab der Schiedsrichter diesen Treffer und es stand 2:1 für die Gäste. Das war dann auch der Zeitpunkt, an dem das Spiel zunehmend ruppiger wurde und die Gäste wohl meist übermotiviert zu Werke gingen. In Überzahl gelang Tomas Vodicka erneut der Ausgleich und mit dem Spielstand von 2:2 ging es dann in die erste Pause.

Im Mittelabschnitt legten die Hornets mächtig los und und gingen durch die Tore von Lukas Srnka und Robin Lehman direkt mit 4:2 in Führung. Der Anschlusstreffer gelang den Steelers in der 27. Spielminute. Im weiteren Verlauf dieses Abschnittes gab es noch einige hochkarätige Torchancen und einige Strafzeiten auf beiden Seiten, bei denen die Schiedsrichter nicht immer richtig lagen und so die Aggressivität weiter anheizten. Zählbares sprang dabei in diesem Drittel aber nicht mehr heraus.

Der letzte Abschnitt begann genauso wie das zweite Drittel. Innerhalb von eineinhalb Minuten gab‘s einen Doppelschlag der Hornets durch die Treffer von Bernd Hartfelder und Maximilian Dörr und es stand 6:3 für die Hornets. Anstatt das Ergebnis jetzt geschickt zu verwalten, ließen sich die Zweibrücker vom Gegner provozieren, wanderten folgerichtig regelmäßig auf die Strafbank und mussten reihenweise Unterzahlsituationen überstehen. Dadurch kamen die Steelers dann auch acht Minuten vor Ende zum Anschlusstreffer und das Spiel hätte zu diesem Zeitpunkt noch leicht kippen können. Erschwerend kam hinzu, dass sich Torjäger Ben Payne verletzte und nicht weiterspielen konnte. Als Hornets-Torhüter Steven Teucke von einem Gästespieler heftig angegangen wurde, blieb abermals der nötige Pfiff aus und Tomas Vodicka ließ sich zu einer Disziplinarstrafe wegen zu heftigen Reklamierens hinreißen. Auch er konnte dann vorzeitig unter die Dusche gehen und schwächte die Rosenstädter weiter. Doch Marc Lingenfelser konnte fünf Minuten vor dem Ende durch einen sehenswerten Schlagschuss den Drei-Tore Vorsprung wiederherstellen. Dies war auch dann die letzte 5:5-Situation auf dem Eis, denn Lukas Srnka wurde durch eine weitere sehr harte Entscheidung mit einer 5+Spieldauerdisziplinarstrafe belegt. Srnka wurde durch einen schönen Pass ins gegnerische Drittel geschickt und Bietigheims Torsteher Häberle lief weit aus seinem Tor heraus, um den Angriff zu stoppen. Der Rest des Spieles musste also komplett in Unterzahl bestritten werden und die Steelers kamen so noch zu einem letzten Treffer. Die Hornets kämpften bis zum Ende und wurden mit drei Punkten belohnt.

EHC-Coach Richard Drewniak zeigte sich überglücklich nach diesem Erfolg: „Die Mannschaft ist im letzten Drittel an die Grenze gegangen und hat super gekämpft, gerade nach den Ausfällen von Payne, Vodicka und Srnka. Es war ein sehr knappes Spiel, aber wir haben verdient gewonnen. Das Rückspiel in Bietigheim wird natürlich jetzt sehr schwer werden, da Lukas Srnka gesperrt ist und voraussichtlich auch Ben Payne verletzt ist.“

Kommende Woche steht für die Hornets wieder ein Doppelwochenende auf dem Programm. Am Samstag steht um 15 Uhr in der Bietigheimer Ege-Trans Arena das Rückspiel an und am Sonntag müssen die Hornets in Zweibrücken im Rheinland-Pfalz-Pokal-Halbfinale ran. Der Gegner sind die Eifel-Mosel Bären aus Bitburg und auf den Sieger wartet dann im Finale der Oberligist EHC Neuwied.

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