Gute Ausgangsposition für die SERC Fire WingsSchwenninger ERC

Gute Ausgangsposition für die SERC Fire WingsGute Ausgangsposition für die SERC Fire Wings
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Da in Heilbronn keine freie Eiszeit zur Verfügung stand, tauschten die Vereine kurzerhand das Heimrecht im ersten Aufeinandertreffen der Serie, die im Best-of-Three-Modus entschieden wird. Bei den Gästen scheint die Spielerdecke zum Saisonende sehr dünn zu werden, denn sie reisten mit lediglich elf Feldspielern an den Neckarursprung. Dagegen konnten SERC-Trainer Kevin Apelt aus dem Vollen schöpfen, standen ihm doch vier komplette Reihen zur Verfügung. Neben dem Stammpersonal kamen mit Daucik, Abert, Schlenker, Ungemach und Flaig vier Akteure aus dem DNL2-Kader zum Einsatz. Die Jungen spielten vor gut 100 Zuschauern eine gute Partie, vor allem in punkto Torgefährlichkeit stellten sie ihre älteren Mannschaftskameraden in den Schatten.

Beide Mannschaften begannen sehr vorsichtig und konzentrierten sich in den ersten Minuten auf die Sicherung ihrer Verteidigungszonen. Nach und nach nahmen die Fire Wings das Heft in die Hand, aber immer wieder verhinderte Nervenflattern, das in einer sehr hohen Fehlpassquote und der altbekannten Abschlussschwäche zum Ausdruck kam, den Führungstreffer. Selbst als die Schiedsrichter zwei Heilbronner gleichzeitig vom Eis schickten und der SERC zwei Minuten in doppelter Überzahl agierte, schien das Tor vernagelt. Es dauerte bis zur 17. Minute, bis die Gastgeber ihre Feldüberlegenheit in einen Treffer umsetzen konnten. Eine Co-Produktion der DNL2-Spieler Simon Schlenker und Silas Abert schloss John Ungemach zum längst fälligen 1:0 ab. Kurz danach hatten Marcel Thome und Christopher Kohn beste Chancen, das Ergebnis hoch zu schrauben, aber beide verfehlten das Heilbronner Gehäuse.

Im zweiten Spielabschnitt lösten sich die aufopferungsvoll kämpfenden Gäste aus der Schwenninger Umklammerung und kamen, begünstigt durch Leichtsinnsfehler und gefährliche Puckverluste der Gastgeber in der eigenen Zone, ebenfalls zu Torgelegenheiten, die ein aufmerksamer Goalie Fabian Hoppe allesamt neutralisierte. Auf der Gegenseite schaffte es nur Silas Abert mit dem 2:0, aus der Vielzahl an Torchancen einen Treffer zu erzielen. Am Kräfteverhältnis änderte sich auch im dritten Spielabschnitt nichts. Die Schwenninger drängten in Richtung Gästetor, verhaspelten sich aber immer mehr in Einzelaktionen, die es Heilbronn leicht machte, den Angriffen den Schwung zu nehmen. In der 53. Minute gelang Mike Soccio mit einem Schuss von der blauen Linie das vorentscheidende 3:0 für den SERC. Kurios wurde es drei Minuten vor dem Ende. Als zwei Schwenninger auf der Strafbank saßen, nahm Heilbronn seinen Torhüter vom Eis und mit sechs gegen drei Feldspieler erzielten die Gäste das 1:3. Der Torwart blieb auch im Anschluss auf der Bank. Dies nutzte Alexander Funk, der zum 4:1-Endstand ins leere Tor traf.

Der Sieg bedeutet eine gute Ausgangsposition für die zweite Begegnung am kommenden Freitag in Heilbronn. Um dort endgültig den Klassenerhalt zu sichern, werden auf Schwenninger Seite mehr Passgenauigkeit, weniger Einzelaktionen und mehr Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Kasten nötig sein.

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