Große Kulisse und Fanaktion bei der Testspiel-Niederlage gegen HeilbronnKnappe Niederlage gegen Heilbronn

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Am vergangenen Wochenende gab es erstmals zur Saisoneröffnung des EHC Zweibrücken in neuer Form ein Sommerfest. Alle Abteilungen der Hornets waren im Einsatz und kämpften um die schwarze Hartgummischeibe. Der Höhepunkt am Samstag war dann das Spiel der Hornets gegen den Meister der Regionalliga Südwest, die Eisbären Heilbronn. Insgesamt kamen 1041 Zuschauer zu diesem Testspiel und sahen ein am Ende spannendes Spiel, welches mit 5:6 (1:4, 3:2, 1:0) knapp verloren ging.

Um 18 Uhr war die Halle dann sehr gut gefüllt und alle Zuschauer schwenkten die gelben Fahnen, die vom Partner Edeka Ernst extra angefertigt wurden. Zur Begrüßung der Mannschaften gab es dann eine tolle Aktion der beiden Fanclubs, den Tornados Unterland aus Heilbronn und der Bad Company aus Zweibrücken, als sie auf dem Eis symbolträchtig die Fahnen tauschten und jeweils die des Gegners schwenkten. Auf der Tribüne wurden zwei große 10 und 15 Meter lange Transparente, mit der Aufschrift „Gegeneinander singen – miteinander feiern“, in die Höhe gehalten und beide Teams gemeinsam angefeuert. Eine tolle Aktion gegen Gewalt im Stadion von beiden Anhängerschaften.

Dann endlich ging es auch schon los und beide Mannschaften begannen mit hohem Tempo. Bei den Hausherren sah man einige grobe Fehler, gerade im Aufbau und auch generell in der Vorwärtsbewegung, die die routinierten Gäste an diesem Abend gnadenlos ausnutzten sollten. Bereits nach dreieinhalb Minuten gingen die Eisbären durch einen Konter in Führung, dies schien die Hornissen dann auch wachzurütteln und auch diese erarbeiteten sich Chancen, wie ein Pfostenschuss von Andre Nunold. Nach neun Minuten konnten die Zuschauer dann endlich den Ausgleichstreffer durch Lukas Srnka im Powerplay bejubeln sahen aber nur 30 Sekunden später einen katastrophalen Fehler im gegnerischen Drittel, ebenfalls in Überzahl, der den Gegenangriff zur erneuten Eisbärenführung ermöglichte. Die Gäste legten in Überzahl noch einen Treffer nach und bekamen eine Minute vor Drittelende noch einen umstrittenen Penalty zugesprochen, der allerdings höchst sehenswert vom besten Heilbronner Igor Filobok verwandelt wurde.

Im Mittelabschnitt bekamen die Hornets dann mehr Spielanteile, kamen aber immer wieder duch clever herausgespielte Konter in Bedrängnis. In der 32. Spielminute gab es dann einen unschönen Kniecheck gegen Dominik Dech, der mit einer 5+Spieldauerstrafe geahndet wurde, während Dominik vom Eis getragen werden musste. Diese fünfminütige Überzahl war dann äußerst Kurios, denn bereits nach 10 Sekunden traf Tim Essig und wiederum ein paar Sekunden später Maximilian Dörr zum 3:4 Zwischenstand. Das Spiel schien zu kippen und anstatt den Ausgleich zu erzielen fingen sich die Hausherren in Überzahl sogar 2 Kontertreffer. Kurz vor Drittelende traf Adam Klein noch zum 4:6 Pausenstand.

Das Abschlussdrittel spielte sich dann überwiegend in der Eisbärenhälfte ab, da die Kondition der mit 13 Feldspielern angereisten Truppe sichtbar nachließ. Nach zwei Minuten markierte der erst 17-jährige Leon Bachstein sein erstes Tor im Trikot der Hornets, es folgte aber leider kein weiterer Treffer denn Anton Lukin im Tor der Gäste hielt mit einigen guten Aktionen den Sieg des Serienmeisters fest.

Coach Richard Drewniak konnte dem Spiel einige wichtige Erkenntnisse abgewinnen und sieht noch einen weiten Weg bis zur gewünschten Leistung seines Teams. Gerade die Abstimmung in der Verteidigung ist katastrophal, die Spieler kommunizieren zuwenig auf dem Eis. Dazu kommt, dass der Abstand zwischen Angriff und Verteidigung zu groß ist, hier fehlt die Bereitschaft des schnellen Umschaltspieles von Angriff auf Abwehr. Das gute ist natürlich, dass wir noch genügend Zeit haben um das alles abzustellen bis zum Saisonstart Ende des Monats. Ich erwarte mir von einigen Spielern auch noch eine deutliche Steigerung, denn viele spielten bisher unter Ihren Möglichkeiten.

Am kommenden Wochenende testen die Hornets gegen die Mighty Dogs Schweinfurt. Am Freitag in Schweinfurt und am Sonntag um 18.30 Uhr in der Ice-Arena.

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