Glaswinkler sichert Heimsieg gegen Maddogs MannheimStuttgart Rebels

Maddogs unter Druck. (Foto: Stuttgart Rebels)Maddogs unter Druck. (Foto: Stuttgart Rebels)
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Nicht glanzvoll, aber durchaus verdient bleiben die Rebellen weiter in der Erfolgsspur. Im ersten Drittel legten die Hausherren mit viel Dampf los und hatten die Spielzügel in der Hand. Allerdings fehlte aber die Tore. Die zwar dann auch fielen, aber gerade zu der Zeit als sich die Gäste aus der Kurpfalz gerade wieder berappelten und nun auch munter mitspielten. Nach einem Traumpass schräg hinter dem Mannheimer Gehäuse von Arthur Gross auf Daniel Heimann war der Bann gebrochen. Knapp vier Minuten später erhöhten die Rebels durch Johann Katjuschenko auf 2:0.

Soweit so gut, aber dann kam das zweite Drittel in dem bei den Hausherren nur noch sehr wenig zusammenlief. Viele individuelle Fehler und der Gegner war aufgebaut, insbesondere die Dörr und  Schreyer brachten die Rebels-Defensive von einer Verlegenheit in die andere. Es war die Zeit des Florian Glaswinkler, der offenbar die Fähigkeit hat die Schüsse zu erahnen. Traumhafte Paraden im Minutentakt und das mit einer Ruhe und Gelassenheit das die Mitspieler sich so manchen groben Schnitzer erlauben konnten ohne das es Folgen hatte.

Dennoch kamen die Gäste in einem Dörr-Doppelschlag zum verdienten Ausgleich, der jedoch nicht lange Bestand hatte, denn Alexej Schneider konnte die Scheibe auf Zuspiel von Alex Katjuschenko ins Netz befördern. Mit dieser 3:2 Rebellen-Führung ging es dann in die Kabine, wo offenbar die Schwachpunkte (u.a. viele Strafzeiten) deutlich angesprochen wurden, denn kaum waren die Waldau-Cracks wieder zurück auf dem Eis folgte ein Doppelschlag zur beruhigenden 5:2-Führung und das Spiel wurde nun deutlich besser. Im dem Gefühl des sicheren Heimsieges wurden den Gästen dann noch zwei Weihnachtsgeschenke zum 5:3 und dann noch kurz vor Ende zum 5:4 geschenkt, aber der Heimsieg war dadurch nicht mehr gefährdet.

Es wurden zwar die erwarteten drei Punkte eingefahren, aber bei einem anderen Gegner hätte diese Spielweise zum Boomerang werden können. Insbesondere im zweiten Drittel unterliefen den Rebels teilweise krasse Fehler. Dort wäre das Spiel beinahe aus der Hand gegeben worden. Aber nur beinahe, denn im Stuttgarter Gehäuse zeigte Florian Glaswinkler erneut seine Extraklasse und war damit der Matchwinner.

Trainerstatements:

Sascha Trivunov (Maddogs Mannheim): „Freitags auswärts in Stuttgart, ich denke, ich muss nicht mehr sagen. Zu spät eingetroffen, kaum Zeit zum Aufwärmen, dann läuft man zunächst mehr hinterher. Wobei ich insgesamt gesehen zufrieden bin, denn wenn euer Hüter nicht so stark gehalten hätte, wer weiß, was dann passiert wäre. Im zweiten Drittel waren wir am Drücker, haben es aber versäumt, unsere vielen Chancen in Zählbares umzusetzen. Wir haben offenbar unseren Aufsteiger-Bonus verbraucht, denn vor einigen Wochen noch hätten wir solche Spiele vielleicht noch gewonnen.“

Pavol Jancovic (Stuttgart Rebels): „Leider haben wir wieder die Fähigkeit gezeigt, uns dem Gegner anzupassen – entgegen den zwei letzten Spielen, in denen wir unser Ding durchgezogen haben und den Gegner mehr oder weniger überrannt haben. Das heute war kein gutes Eishockey. Den Sieg heute haben wir unserem Goalie Glaswinkler zu verdanken. Es war ein Pflichtsieg oder sagen wir besser Arbeitssieg. Viel schlimmer ist, dass wir mit Johann Katjuschenko den nächsten Ausfall haben. Durch eine Knieverletzung im zweiten Drittel fällt er für mindestens sechs Wochen aus. Jetzt kommt endlich mit Alex Schmidt ein Spieler dazu, schon fehlt wieder der nächste. Mir fehlen die Worte.“

Tore: 1:0 (8.) Heimann (Gross/5-4), 2:0 (11.) J.Katjuschenko (Schneider), 2:1 (34.) Dörr (Schreyer), 2:2 (36.) Dörr (Schreyer, Lenz), 3:2 (37.) Schneider (A.Katjuschenko), 4:2 (43.) Gross (A.Katjuschenko, Alex Schmidt), 5:2 (44.) Alex Schmidt (Wollner, Gross), 5:3 (55.) Steinke, 5:4 (59.) Dörr. Strafen: Stuttgart 18, Mannheim 12. Zuschauer: 260.

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