Erste Eisbären-Niederlage nach über einem JahrHeilbronn unterliegt Stuttgart

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Dominik Guris – mit der schieren Nennung des Names des gegnerischen Torhüters könnte die Zusammenfassung der 1:2 (1:1, 0:0, 0:0, 0:1)-Niederlage der Eisbären Heilbronn gegen die Stuttgart Rebels eigentlich schon beendet sein. Der Slowake stellte mit seinen gefühlten zehn Armen und acht Beinen den Spielverlauf komplett auf den Kopf und brachte den Eisbären quasi im Alleingang die erste Niederlage seit über einem Jahr bei.

Dabei hatte die Begegnung erwartungsgemäß begonnen. Es waren noch keine drei Minuten gespielt, als Thomas Bernwald Manuel Pfenning bediente und dieser eiskalt zum 1:0 vollstreckte. Doch schon bald wurde erkennbar, dass sich die favorisierten Gastgeber an diesem Abend schwer tun würden. Die Gäste aus der Landeshauptstadt agierten strikt defensiv und machten die Räume für die technisch versierteren Eisbären dicht, so dass diese sich nur wenige richtige Chancen erarbeiten konnten. Und wenn sie sich dann doch mal durch kombiniert hatten, war stets Dominik Guris zur Stelle.

Auf der anderen Seite fingen die Eisbären die wenigen Entlastungsangriffe der Gäste meist schon früh ab. Auch sie konnten sich auf einen starken Goalie Kevin Yeingst verlassen, der jedoch in der 17. Minute machtlos war, als Patrick Daucik nach einem Missverständnis in der Hintermannschaft frei zum Schuss kam und zum 1:1 vollstreckte.

Es war fast durchgehend ein Spiel auf ein Tor, bei dem man sich dennoch den Eindrucks nicht erwehren konnte, dass die Eisbären das Bollwerk der Rebels an diesem Abend nicht mehr überwinden würden. Einmal war es dann doch fast so weit: Manuel Pfenning wartete zwei Minuten vor dem Ende so lange mit dem Schuss, bis er Guris in die Knie gezwungen hatte und aus spitzem Winkel nur noch ins weit offene Netz treffen musste. Doch der angestimmte Torjubel erstickte im Keim, da sich Nicholas Rodriguez in den Schuss warf und den Siegtreffer der Eisbären verhinderte.

Da es nach 60 Minuten beim 1:1 geblieben war, musste das Penaltyschießen entscheiden. Dort trafen Miroslav Hudak und Eric Strieska für die Gäste, während die Eisbären-Schützen Patrick Luschenz und John Kraiss scheiterten.

„Ich muss vor Stuttgart den Hut ziehen“, sagte Eisbären-Coach Sascha Bernhardt nach dem Spiel. „Sie haben ihr defensives Spiel konsequent durchgezogen und hatten einen Keeper im Tor stehen, der übermenschlich gehalten hat. Ich kann unserem Team keinen Vorwurf machen. Wir hatten die Rebels klar im Griff und haben praktisch 60 Minuten auf ein Tor gespielt. Hätten wir besser abgeschnitten, wenn Igor Filobok, Leo Kreps und Sven Breiter dabei gewesen wären? Vielleicht, aber der Goalie wäre deshalb nicht schlechter gewesen.“

Nun gilt es für das Trainergespann Manuel Pfenning und Sascha Bernhardt, die Begegnung zu analysieren und das Team auf das Heimspiel gegen die Baden Rhinos Hügelsheim am kommenden Sonntag (19.15 Uhr) vorzubereiten - das Team, das den Eisbären am 1. November 2014 die bis dato letzte Niederlage beigebracht hatte. Damals hieß es 3:4 - ebenfalls nach Penaltyschießen.

Ergebnisse Regionalliga Südwest:

Baden Rhinos Hügelsheim – Zweibrücken Hornets 5:4
SC Bietigheim 1b – EHC Freiburg 1b 12:4
EC Eppelheim – Schwenninger Fire Wings 1:10
Eisbären Heilbronn – Stuttgart Rebels 1:2 n.P.

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