Erfolgreicher Saisonstart der Eisbären Heilbronn5:3 in Bietigheim

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Vor 267 Zuschauern, darunter gefühlt zwei Drittel Heilbronner Fans, erwischten die Eisbären einen perfekten Start. Nach 74 Sekunden fing sich Steeler Thorsten Weisler die erste Strafzeit der Partie ein, und nochmal 23 Sekunden später staubte Rückkehrer Milan Liebsch zum 1:0 ab. Doch damit nicht genug. Igor Filobok brachte den Titelverteidiger nach viereinhalb Minuten auf Zuspiel von Stefan Schrimpf mit 2:0 in Führung – und das, obwohl das Trainerduo Sascha Bernhardt und Manuel Pfenning zum Improvisieren gezwungen war.

Claudio Schreyer, John Kraiss, Benjamin Brozicek, Hansi Becker, Felix Kollmar, Max Schleicher, Jannick Bätzold - die Liste der Ausfälle an diesem Abend liest sich fast wie das „Who is who“ der Regionalliga Südwest. Die Coaches wirbelten die eigentlichen Angriffsreihen durcheinander und spielten mit den Formationen Pfenning - Kreps - Keterling, Breiter - Liebsch - Bernwald und Oppenländer - Filobok - Luschenz. Diese ließen die Scheibe im ersten Drittel laufen und ließen ihre Gegner teilweise wie Statisten stehen – wie auch beim 3:0 durch Milan Liebsch. Erst mit der ersten Strafzeit gegen die Eisbären kamen die Gastgeber in der 17. Minute zu ihrem ersten Erfolgserlebnis: Willi Gross traf zum 1:3.

Der mittlere Spielabschnitt wurde dann hauptsächlich von der Defensivstärke beider Teams geprägt. Für die Zuschauer wenig spannend anzusehen, egalisierten sich die Teams fast 20 Minuten lang, ehe zwei umstrittene Schiedsrichterentscheidungen – eine Strafzeit gegen Eisbären-Keeper Kevin Yeingst und Sekunden später einen vermeintlichen Querlatten-Treffer der Steelers, der als Tor zum 2:3 gewertet wurde – Bietigheim wieder ins Spiel brachten.

Doch der vierfache Meister spielte seine ganze Routine aus und gab sofort die richtige Antwort. Nach nur 20 Sekunden im letzten Drittel ließ Steelers-Goalie Viktor Laveuve einen Schuss von Leontin Kreps abprallen, und Eisbären-Urgestein Alex Keterling schob zum 4:2 ins fast leere Tor ein. Im Gegensatz zum zweiten Drittel gewann die Begegnung nun richtig an Fahrt. Steelers-Kapitän Marcel Neumann brachte sein Team in der 44. Minute wieder auf 3:4 heran. Doch die Eisbären verteidigten ihren Vorsprung völlig unaufgeregt und hatten in der 45. Minute zwei riesige Chancen durch Igor Filobok und Patrick Luschenz, doch beide Male fischte Laveuve die Schüsse der freistehenden Eisbären-Stürmer heraus. 14 Sekunden vor dem Ende traf Leontin Kreps dann noch zum 5:3 ins leere Tor.

„Das war eine klasse Teamleistung“, freute sich Trainer Sascha Bernhardt nach der Partie. „Wir hatten einen überragenden Start und haben die Ausfälle super kompensiert. Die Jungs sind 60 Minuten hervorragend gestanden, das war eine brutale Energieleistung.“

Am kommenden Freitag gastiert nun der Hauptrunden-Zweite des Vorjahres, die Fire Wings Schwenningen, zum ersten Eisbären-Heimspiel in der Kolbenschmidt-Arena.

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