Eppelheim schlägt erstmals den SC BietigheimHistorischer Sieg zum Jahresabschluss

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In einem fairen Spiel neutralisierten sich beide Teams zunächst in der neutralen Zone, so dass echte Torchancen kaum herausgespielt wurden. Erst als die Eisbären die Linie des Schiedsrichtergespanns zu spüren bekamen und Mitte des ersten Abschnitts zum zweiten Mal in Unterzahl agieren mussten, fand ein Gewaltschuss von der blauen Linie den Weg ins Eisbären-Gehäuse zum 0:1 aus ECE-Sicht. Als nur 30 Sekunden später die nächste Unterzahl anstand, die kurz darauf zur doppelten Unterzahl mutierte, schien das Spiel zu Gunsten der Gastgeber zu kippen. Doch die Eisbären agierten sicher und wehrten die Offensivaktionen der Steelers ab. Bei neutraler Spielstärke kamen die Eisbären nun besser ins Spiel und Marc Bruns glich den Spielstand etwas glücklich aus (18., 1:1).

Naturgemäß stellte man sich zum zweiten Drittel besser auf die Linie der Unparteiischen ein und wollte das Spiel nun vollends drehen. Die Gastgeber waren es nun, die des Öfteren Strafzeiten aus Zweikämpfen kassierten und die Eisbären so aufbauten. Die erste Strafe des Spiels gegen Bietigheim nutzen die Eisbären promt aus und Lukas Sawicki brachte die Eisbären nach 19 Powerplay-Sekunden   erstmals in Führung (28.). Als spiegelverkehrt zum ersten Drittel sich die Steelers nun eine doppelte Unterzahl leisteten, waren die Eisbären erneut zur Stelle. Diesmal dauerte es nur acht Sekunden, ehe Bruns die Führung ausbauen konnte (30.). Nachdem sich nun beide Teams wieder in voller Spielstärke präsentierten, neutralisierten sie sich wieder zunehmend, so dass bis zur Pause kein weiterer Treffer fallen sollte. Aus Sicht der Eisbären etwas glücklich, da Bietigheim in den Schlussminuten aussichtsreiche Konter nicht sauber ausspielte, so dass die Eisbären die Zwei-Tore-Führung in die Pause retteten.

Den Eisbären war bewusst, dass Bietigheim nun nochmals Vollgas geben würde und wollten einen erneuten Einbruch wie vor Wochenfrist am Airpark um jeden Fall vermeiden. Ein frühes Powerplay sollte den Eisbären die Chance geben, den Vorsprung weiter auszubauen. Doch Bietigheim agierte in Unterzahl nun cleverer und lies keinen Treffer zu. Die Strafe für die Eisbären folgte auf dem Fuße, so dass Bietigheim bei voller Spielstärke zum 2:3 verkürze (45.). Da die Eisbären auch die beiden folgenden Powerplay-Situationen nicht zum Torerfolg nutzen konnten, sollte sich das Spiel zur Zitterpartie entwickeln. Als die Eisbären sich dann acht Minuten vor dem Ende selbst eine Unterzahl einhandelten, musste man ernsthaft um die Führung bangen. Doch dabei wäre die Rechnung ohne den Matchwinner Marc Bruns gemacht worden. Als sich die Steelers einen Aufbaufehler leisteten, agierte er clever, schnappte sich die Scheibe und erzielte mit feiner Technik und Übersicht den „Shorthander“ zum 4:2 aus Sicht der Eisbären (55.). Zwar versuchte Bietigheim nochmals heranzukommen, doch selbst die Herausnahme des Goalies in der Schlussminute brachte nichts mehr ein, so dass die Eisbären den ersten Sieg über den SC Bietigheim bejubeln konnten.

Die Bedeutung dieses Sieges sollte sich rund 60 Minuten nach Spielende nochmals verdeutlichen. Denn nachdem die Baden Rhinos auch gegen Heilbronn in den Schlussminuten das Spiel noch in einen Penaltysieg drehen konnten, sorgt der „Dreier“ für die Verteidigung des vierten Tabellenplatzes, doch die Rhinos bleiben an den Eisbären dran und im neuen Jahr wird sicher der Kampf um die Play-off-Plätze weiter zuspitzen.

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