Eishockeykrimi auf der WaldauStuttgart Rebels

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Die Vorzeichen waren klar abgesteckt: Für die Rebels ging es darum den Negativtrend der letzten Wochen zu durchbrechen um im Ringen um Platz 4 der Regionalliga Südwest nicht nach unten durchgereicht zu werden. Die favorisierten Hornets ihrerseits, mit achtzehn Feldspielern angereist, wollen ihren zweiten Tabellenplatz gegen die Reserve der Bietigheim Steelers verteidigen. Auf Seiten der Landeshauptstädter fehlten mit Meindl, Halbych, Eisele und Chris Mauch (er fehlt wegen einem Auslandssemester für die zweite Saisonhälfte) vier Spieler. Trotzdem konnte Co-Trainer Philipp Hodul (er vertrat den verhinderten Trainer Jancovic) immerhin 14 Feldspieler aufbieten.

Von Beginn an entwickelte sich ein meist ausgeglichenes Spiel, bei dem die Gäste bereits in der 2. Spielminute durch Marc Lingenfelser das erste Ausrufezeichen setzten. Die Rebels ließen sich jedoch nicht lange bitten und Ron Horwath konnte bereits drei Minuten später ausgleichen und weitere zwei Zeigerumdrehungen später die erste Stuttgarter Führung erzielen. Obwohl die Gäste in der Folge wieder besser ins Spiel kamen änderte sich bis zur ersten Pause nichts mehr am Spielstand.

Der zweite Spielabschnitt sollte unter dem Motto "Tag der offenen Tür" stehen, denn die Zuschauer bekamen insgesamt 7 Treffer geboten. Den schnellen Zweibrücker Ausgleichstreffer durch Ben Payne beantworteten die Rebels in der 25. Spielminute

mit der erneuten Führung durch Eric Strieska und weitere drei Minuten später vollendete Tim Becker die wohl schönste Kombination des Abends zum 4:2. Das Spiel wurde nun immer intensiver. Als nach 32 Minuten gleich zwei Rebelsspieler die Strafbank drückten schlugen die Gäste durch Tomas Vodicka zu. Als knapp zwei Minuten später Maximilian Dörr den erneuten Ausgleich markierte schienen die Hornets auf dem besten Weg das Spiel zu drehen, zumal die erneute Stuttgarter Führung durch Willi Gross postwendend in eigener Unterzahl durch Vodicka egalisiert werden konnte.

Das Schlussdrittel war dann an Dramatik kaum mehr zu überbieten. Nachdem Eric Strieska in der 43. Spielminute mit einer 5+Spieldauerstrafe zum Duschen geschickt wurde setzte der unermüdlich rackernde Adam Sykora mit einem fulminanten Schuss das Zeichen für die restlichen Minuten. Zweibrücken machte nun viel Druck und bei den Rebels schwanden langsam die Kräfte, doch die beinahe nicht enden wollende Unterzahl wurde schadlos überstanden. Beide Seiten schenkten sich weiterhin nichts und in der 57. Minute sollte der Spannungsknoten noch einmal weiter angezogen werden. Tim Becker hämmerte eine Vorlage von Adrian Kolar unter die Latte, auf der Gegenseite ließ sich Vodicka mit seinem dritten Treffer nicht lumpen. Die Gäste warfen noch einmal alles nach vorne ehe Willi Gross zehn Sekunden vor dem Ende mit einem Empty Net Goal das Spiel endgültig entschied.

Durch eine starke kämpferische Leistung ist dieser wichtige Erfolg sicherlich als verdient zu bezeichnen. Endlich konnte sich die Mannschaft für den gezeigten hohen Einsatz durch eine gute Chancenauswertung wieder einmal selbst belohnen. Dies gilt es beim nächsten Spiel am 11.01.2015 bei der 1b-Mannschaft des Heilbronner EC fort zu setzen um auch diesen Verfolger weiter auf Distanz halten zu können.

Tore: 0:1 (2.) Lingenfelser (Srnka, Dörr), 1:1 (5.) Horwath (Becker, Hudak), 2:1 (7.) Horwath (Becker, Wollner/5-4), 2:2 (22.) Payne (Pastorek, Brüstle), 3:2 (25.) Strieska (A.Gross, W.Gross), 4:2 (28.) Becker (Hudak, W.Gross/5-4), 4:3 (32.) Vodicka (Brüstle, Payne/5-3), 4:4 (33.) Dörr (Lingenfelser, Srnka), 5:4 (34.) W.Gross (A.Gross, Sykora), 5:5 (37.) Vodicka (Payne/4-5), 6:5 (44.) Sykora (A.Gross, Kolar/4-5), 7:5 (57.) Becker (Kolar, Hudak), 7:6 (57.) Vodicka (Lingenfelser, Dörr), 8:6 (60.) W.Gross (A.Gross, Kolar/ENG). Strafen: Stuttgart 19+30, Zweibrücken 14+10. Zuschauer : 546.

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