Eisbären siegen gegen RhinosEC Eppelheim

Eisbären siegen gegen RhinosEisbären siegen gegen Rhinos
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Vor dem Spiel hatte man zunächst eine Schweigeminute abgehalten, um dem Sportkameraden Christian Baumann, zuletzt für den Heilbronner EC aktiv, zu gedenken, der am vergangenen Wochenende plötzlich in jungem Alter verstorben war.

Das Spiel selbst startete dann aber ansehnlich. Beide Teams zeigten sich angriffslustig, was zu einem schnellen Spiel auf Augenhöhe führte, und sich beide Teams erste Chancen erarbeiten konnten. Den ersten Treffer bejubelten dabei die Rhinos, indem Duhamel einen clever gespielten Pass sicher verwandeln konnte. Die Eisbären zeigten sich jedoch keinesfalls geschockt, erarbeiteten sich weiter ihre Chance und hätten in der elften Minute den Ausgleich erzielen müssen, doch selbst bei geschlagenem Goalie und leerem Tor wollte der Puck nicht im Netz zappeln. Drei Minuten später machten es die Eisbären dann besser und Bender konnte den Ausgleichstreffer (14.) erzielen, mit dem es dann auch schon in die erste Pause ging.

Der Start ins zweite Drittel gehörte klar den Eisbären. Das Spiel ging weiter munter hin und her, doch die Eisbären zeigten sich treffsicherer. Zunächst konnte Bohr die Eisbären erstmals in Führung bringen (23.). Nur 21 Sekunden später bewies Striepeke ein gutes Auge und brachte den Puck im langen Eck zum 3:1 unter (24.). Die Rhinos legten nun einen Zahn zu, konnten sich auch weiterhin gute Chancen erarbeiten, doch spätestens bei Wagner war jeweils Endstation. Während sich die Rhinos an der Defensive der Eisbären die Zähne ausbissen, waren es auf der Gegenseite meist die Eisbären, die sich selbst schlugen. Beste Chancen wurden ausgelassen und wenn dann doch der Rhinos-Schlussmann Trenholm ernsthaft geprüft wurde, war er auf dem Posten. So ging das Spiel beim Stand von 3:1 in die zweite Pause.

Das letzte Drittel krönte dann das bisher auf hohem Niveau geführte Spiel durch einige Aktionen. Während die Eisbären in der Defensive wenig anbrennen ließen, verpasste man es allerdings, frühzeitig das Spiel zu seinen Gunsten zu entscheiden. Bis zur 53. Minute, die das Spiel nachhaltig beeinflussen sollte. Patschull konnte in einem Konter alleine auf das Tor der Rhinos zulaufen, scheiterte zunächst jedoch am Rhinos-Goalie, was sich in der Folge jedoch als spielentscheidende Szene zu Gunsten der Eisbären entwickeln sollte. Denn den Abpraller konnte er dann doch noch über die Linie bringen, ehe die Rhinos diesen kurz darauf aus dem Tor fischten. Während die Referees den Puck deutlich hinter der Linie gesehen hatten, protestierten die Rhinos lautstark und vehement, doch der Treffer zählte (4:1, 53.). Rhinos-Coach Pascal Winkel nahm eine Auszeit um die Gemüter wieder zu beruhigen, was jedoch nicht von Erfolg gekrönt war. Die Rhinos ließen ihren Frust nun an den Eisbären aus, führen harte und unfaire Aktionen und konzentrierten sich dabei nicht mehr aufs Eishockey spielen. Doch wie schon im Hinspiel konnten die Eisbären das sich bietende Powerplay nicht nutzen und mussten noch dazu in eigener Überzahl das 4:2 (54.) hinnehmen. Dies nahmen die Rhinos zum Anlass nun doch wieder mehr zum Eishockey über zu gehen und vielleicht doch noch das Spiel zu drehen. Doch die Eisbären konnten dem etwas entgegen setzen und nachdem ein aussichtsreicher Konter noch vergeben wurde, war es Pister in der 58. Minute, der das Spiel entschied. Die Rhinos gaben sich geschlagen, verzichteten auch auf die Herausnahme des Goalies und zeigten sich in den letzten beiden Minuten als schlechter Verlierer und sammelten noch weitere 14 Strafminuten. Die Eisbären ließen sich davon jedoch nicht beeindrucken und fuhren den Sieg sicher nach Hause.

Mit nun 18 Zählern konnten sich die Eisbären auf Rang sechs der Regionalliga Südwest verbessern und haben am kommenden Freitag die Chance, beim Auswärtsspiel in Stuttgart mit den Schwaben gleich zu ziehen, die mit drei Punkten mehr auf dem vierten Platz rangieren.

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