Eisbären Eppelheim sichern mit Sieg über Stuttgart Rang dreiECE gewinnt mit 4:3 – Platz zwei noch drin

(Foto: EC Eppelheim)(Foto: EC Eppelheim)
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Stark dezimiert mussten die Eisbären das Duell gegen das Tabellenschlusslicht antreten, waren dank des Freitagabendtermins doch wieder zahlreiche Spieler beruflich verhindert. Doch auch die Gastgeber konnten ebenfalls keine vollen drei Reihen aufbieten. Das Heft des Handelns nahmen von Beginn an die Eisbären in die Hand und ließen den Rebels wenig Platz zur Entfaltung. Der frühe Führungstreffer durch Breier (5.), der Sven Jacobaschkes Schuss unhaltbar abfälschte, war der verdiente Lohn. In der Folge verpasste man es jedoch nachzulegen und wurde prompt bestraft. Stuttgarts Topscorer bahnte sich seinen Weg durch die zu passiv agierende Defensive und brachte die Scheibe zum 1:1 unter (10.). Doch die Eisbären fanden die perfekte Antwort durch McIntosh (13.), der in Überzahl richtig stand und nur noch zur erneuten Führung einschieben musste (13.).

Die Rebels blieben in der Folge ihrem Spielstil treu, den Eisbären das Spiel zu überlassen und sie so in Sicherheit zu wiegen. Diese Einladung nahmen die Eisbären gerne an, zeigten ansehnliche Kombinationen, jedoch ohne die nötige Abschlussstärke. Die Rebels hingegen warteten auf die passenden Gelegenheiten, ihre Angriffe zu fahren, so dass mehrfach hohe Pucks in Richtung des Eppelheimer Tores geflogen kamen und die schnell aufrückenden Stürmer versuchten hieraus Kapital zu schlagen. Dies sollte einzig in der 29. Minute Erfolg haben, als plötzlich zwei Rebels-Stürmer vor Janis Wagner auftauchten, der den Querpass zwar erahnte, den platzierten Schuss jedoch nicht abwehren konnte. Die Rebels witterten nun ihre Chancen und wurden etwas offensiver. Die Eisbären ließen jedoch nichts anbrennen, überstanden eine Unterzahl schadlos und „retteten“ das Remis in die zweite Pause.

Für den Schlussabschnitt war die Devise klar. Sichere Defensive mit offensiver Cleverness sollte den Rebels den Zahn ziehen. Diese leisteten sich in den ersten acht Minuten dabei drei Strafen, so dass die Eisbären nahezu durchgehend den Beginn des Drittels im Powerplay agierten. Doch wie so oft konnte man hieraus kein Kapital schlagen, was vor allem auf die schwache Chancenverwertung zurückzuführen war. Bei ausgeglichener Spielerzahl klappte es dann besser. Ein Scheibengewinn im Mitteldrittel führte zu einem schnellen Gegenstoß der Eisbären, McIntosh sah den zentral platzierten Gottschalk, der den Puck zur abermaligen Führung (52.) am Stuttgarter Schlussmann vorbeibrachte. Die Rebels drehten nun den Schalter auf Offensiv und wurden knallhart bestraft. Kapitän Brenner sah den Stellungsfehler der Hausherren und spielte einen weiten Pass an die gegnerische blaue Linie, an der zwei Eisbären lauerten. Im Alleingang scheiterte zunächst McIntosh, doch Striepeke konnte den Abpraller im Tor unterbringen (55.). Erneut fanden die Rebels dabei die richtige Antwort, in doppelter Überzahl (Strafe gegen Eppelheim und Herausnahme des Goalies) setzte man sich beim Bully durch, fand den freien Mann vor dem Tor, der zum Anschlusstreffer verwandelte (57.). Ein Deja-Vu für alle, die das Hinspiel gesehen hatten, bahnte sich an, als die Eisbären nur 21 Sekunden vor dem Ende den Ausgleich kassierten und auch heute nochmals in Unterzahl gerieten. Doch am Freitagabend waren die Eisbären hellwach und in den Schlusssekunden hielt Wagner den Eisbären-Sieg fest.

Dieser sichert dem ECE vorzeitig den dritten Rang gegenüber den Verfolgern und zudem die Chance, bei einem Patzer der Namensvetter aus Heilbronn, diesen bei einem „Endspiel“ zum Platz zwei am kommenden Freitag im heimischen Icehouse, das Heimrecht im Play-Off-Halbfinale streitig zu machen, bei dem man mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit aufeinandertreffen wird.

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