Eisbären Eppelheim schlagen Schwenningen und legen mit Derbysieg nachZwei Siege für den ECE

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Die Gäste aus Schwenningen konnten erwartungsgemäß nur mit 2 Reihen zum Spiel antreten, die Eisbären hingegen boten auch auf Grund der Doppelbelastung an diesem Wochenende die doppelte Spieleranzahl auf. Während man sich im ersten Abschnitt zwar als das spielstärkere Team erwies, sollte McIntoshs früher Treffer (5.) der einzige Torerfolg bleiben, während die Fire Wings ihr Heil meist in schnellen Konterangriffen suchten.

Diese führten zu einem Schockmoment zu Beginn des Mittelabschnitts, nachdem zwei Angriffe zum Torerfolg führten (26., 27.) und sich die Eisbären plötzlich im Rückstand sahen. Diesem musste man lange hinterherlaufen, da nun auch die Gäste angesichts des Vorsprungs weitere Kraftreserven fanden und sich nicht kampflos ergeben wollten. Wichtig dann jedoch die passende Antwort der Eisbären, die binnen 87 Sekunden, durch einen Doppelpack von Artman (36.), der Gottschalks Ausgleichstreffer (35.) folgte, das Spiel zu ihren Gunsten drehen konnten.

Der Bann der Gäste schien nun gebrochen und im Schlussabschnitt entwickelte sich ein munteres Toreschießen. Nachdem zunächst Schwenningen verkürzen konnte (42.), fanden die Eisbären erneut die passende Antwort durch Semlow und McIntosh (45., 46.). Spätestens Artmans dritter Treffer des Abends (53.) ließ nun keine Fragen mehr am Ausgang des Spiels offen, doch zwei weitere Gegentreffer der tapferen Rumpftruppe der Fire Wings konterten Gottschalk (56.) und Korte (59.) zum letztendlich verdienten 9:5-Erfolg der Eisbären.

Nur 24 Stunden nach dem Heimerfolg über die Schwenninger Fire Wings konnten die Eisbären durch den 6:3-Derbysieg in Mannheim das erste Sechs-Punkte-Wochenende der Saison perfekt machen. Die sechs Torschützen Manuel Pfenning, Marcus Semlow, Marc Bruns, Colin McIntosh, Tim Brenner und Thomas Korte unterstreichen dabei die geschlossene Mannschaftsleistung.

Trotz der kurzen Regenerationsphase legten die Eisbären furios im Derby los. Bereits nach 27 Sekunden konnte Pfenning die Eisbären in Führung bringen. Nach und nach gelang es den Mad Dogs, sich aus der Umklammerung der Eisbären zu lösen und einer der ersten Angriffe brachte dann auch direkt den Ausgleichstreffer (7.). Trotz klarer Dominanz der Eisbären mussten diese in der 13. Minute den Rückstand wegstecken, nachdem im Powerplay der Puck den Weg über ECE-Schlussmann Marcel Kappes den Weg ins Tor fand. In der Folge mussten die Eisbären gar eine doppelte Unterzahl überstehen, kamen dabei aber mehrfach aussichtsreich selbst zu Chancen, den Ausgleich zu erzielen, scheiterten aber ein ums andere Mal am Goalie der EKU oder an der Schussgenauigkeit, so dass man den Rückstand in die erste Pause mitnehmen musste.

Die klare spielerische Dominanz wollte man im Mittelabschnitt nun auch in Tore umwandeln und konnte dies nun auch umsetzen. Schnell gelang durch Semlow (22.) der Ausgleichstreffer, Bruns (29.), McIntosh (34.) und Brenner (36.) brachten die Eisbären dann komfortabel und verdient in Führung. Kurz vor Drittelende (39.) gelang den Gastgebern jedoch mit einem ihrer gefährlichen schnellen Gegenstößen Ergebniskosmetik, die den Mad Dogs den Glauben an eine Überraschung erhalten sollte.

Diese Hoffnung wollten die Eisbären im Schlussabschnitt im Keim ersticken und Kortes schnelle Antwort (41.) war das richtige Zeichen der Eisbären. In der Folge hatten die Eisbären weiterhin vermehrt beste Einschussmöglichkeiten, scheiterten aber erneut reihenweise wahlweise am Torgestänge, dem Goalie oder der Zielgenauigkeit im Abschluss. Da sich Kappes jedoch am heutigen Abend als starker Rückhalt zeigte, konnte man den Sieg ins Ziel bringen und so das 6-Punkte-Wochenende perfekt machen, dass im Play-Off-Kampf wertvolle Punkte darstellt.

Die Entscheidung, das Doppelwochenende mit jeweils 4 Reihen zu bestreiten, sollte sich rückblickend als die richtige Wahl zeigen, denn wenngleich man vor allem im Heimspiel hierdurch etwas an Dominanz einbüßte, sorgte es doch für die nötigen Verschnaufpausen, die gerade für das Derby wichtig waren, eine frische und spritzige Truppe ins Rennen zu schicken, die über die gesamte Spielzeit sehenswertes Offensiv-Eishockey boten, dass lediglich auf Grund der teils fahrlässigen Chancenverwertung einen höheren Sieg verhinderte.