Bietigheim zu Gast bei den Eisbären EppelheimBlake verlässt den ECE

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Seit einigen Jahren gehört der SC zum Favoritenkreis um die Meisterschaft, zeigt dabei jedoch eine deutlich absteigende Tendenz. Nach dem zweifachen Finaleinzug 2014 und 2015, war im Folgejahr bereits im Halbfinale Schluss, jeweils gegen den späteren Meister aus Heilbronn. In der letzten Saison erreichte die Talfahrt mit Platz fünf in der Hauptrunde den vorläufigen Peak, so dass man erstmals die Play-offs verpasste.

Für die aktuelle Spielzeit hat der SC reagiert und im Team einige Veränderungen vorgenommen. Die etatmäßige Nummer 1 im Tor ist zu den Baden Rhinos gewechselt und wurde durch Dominik Guris ersetzt. Der bisherige Stamm-Goalie aus Stuttgart folgte seinem Coach Philipp Hodul, der nun das Team aus dem Ellental betreut.

In der Vorbereitung zeigte sich das Team bereits in Frühform. Vier von fünf Spielen konnte man für sich entscheiden, nur im Duell gegen den EV Ravensburg musste man sich mit einer Penalty-Niederlage anfreunden. Der Saisonauftakt war für die jungen Steelers erfolgreich. Nach dem furiosen 9:2-Erfolg über Meister Zweibrücken folgte jedoch eine deutliche 4:9-Niederlage gegen den Vize-Meister aus Heilbronn. Bevor es für den SCBB zu den Eisbären geht, stand samstags noch das Duell gegen den Aufsteiger EKU Mannheim an.

Die Bilanz des ECE gegen die jungen Steelers ist trübe, von 13 Duellen gingen nur vier an den ECE, der dabei jedoch die beiden letzten Spiele für sich entscheiden konnte und im Trend somit durchaus zuversichtlich auf das Spiel blicken kann. Insbesondere im heimischen Icehouse konnten die Eisbären im Schnitt der letzten sechs Duelle fünf Tore pro Spiel erzielen, kassierten jedoch auch ebenso viele Gegentore.

Nach nur einem Pflichtspiel verlässt Colin Blake die Eisbären Eppelheim. Mit vielen positiven Gefühlen konnten die Eisbären in der Saisonvorbereitung den Neuzugang Colin Blake präsentieren, der im Vorbereitungsmatch bei den Mad Dogs erstmals zum Einsatz kam und trotz Jetlags bereits dort gute Ansätze zeigte. Doch in der Folge musste die Eisbären erkennen, dass die sportliche Qualität bei dem jungen Kanadier zwar vorhanden ist, diese jedoch nur selten im Spiel zur Geltung kam.

Nach dem Abschluss der Saisonvorbereitung folgte ein klärendes Gespräch mit dem 21-Jährigen, das die Hintergründe offenbarte. Nach etwas Bedenkzeit sind die Eisbären dem Wunsch Blakes nachgekommen, mit sofortiger Wirkung das Team des ECE zu verlassen und in seine Heimat zurückkehren zu wollen. Die Umstellung auf ein anderes Land, andere Art von Eishockey und die Entfernung von seiner Familie konnte der junge Topscorer nicht kompensieren, hat die Herausforderung dabei offensichtlich unterschätzt.

Der sportliche Leiter Richard Drewniak zeigt sich enttäuscht: ’Wir haben im Sommer viel Zeit in unsere Kaderplanung gesteckt und sind nun gleichermaßen überrascht und enttäuscht, dass Wunschspieler Blake als eine Säule im Grundgerüst des Kaders wegbricht. Aber wir werden diesen Ausfall komensieren müssen und dies auch stemmen können.“

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