Beeindruckende 9:0-Gala bei den Stuttgart RebelsEHC Eisbären Heilbronn

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Die Vorzeichen standen für die Eisbären dabei alles andere als günstig. Brozicek, Breiter, Keterling, Oppenländer, Schrimpf, Bruns – die Liste der Ausfälle war lang und Trainer Kai Sellers war wieder einmal zum Improvisieren gezwungen. Unbeeindruckt von dieser Ausgangslage waren die Eisbären mit dem ersten Bully hellwach und stellten dies gleich eindrucksvoll unter Beweis. Als gerade mal 35 Sekunden gespielt waren, überwand Haiko Hirsch gleich mit dem ersten Torschuss Florian Glaswinkler im Stuttgarter Tor zum 1:0. Der Tabellenführer legte eine eindrucksvolle Passsicherheit an den Tag und spielte die Gastgeber fast schwindlig. Erst nachdem Axel Hackert in der zehnten Minute auf 2:0 erhöht hatte, konnte sich Stuttgart teilweise aus der Umklammerung lösen und ein paar Entlastungsangriffe fahren. Für das optische Highlight des Spiels sorgte dann in der 19. Minute Leo Kreps mit einer Aktion zum Zungeschnalzen beim 3:0.

Axel Hackert (25.) und Milan Liebsch (27.) erhöhten im zweiten Drittel auf 5:0, ehe in der 30. Minute Max Schleicher sowie erneut Leo Kreps mit zwei Toren innerhalb von nur 17 Sekunden zum 7:0 das Spiel vollends entschieden.

Das Schlussdrittel begann dann mit einer unnötigen Spieldauer-Disziplinarstrafe gegen Eisbären-Goalie Kevin Yeingst, der sich etwas zu lautstark beim Schiedsrichter beschwerte und sich mit dieser Aktion in der 44. Minute selbst um seinen ersten Shutout in dieser Saison brachte. Für ihn kam Anton Lukin, der seinen Job in den restlichen 16 Minuten sehr gut machte. Yeingst hatte das Eis noch nicht richtig in Richtung Kabine verlassen, da klingelte es erneut im Stuttgarter Kasten. Daniel Brendle traf nach schönem Zusammenspiel mit Haiko Hirsch zum 8:0 (45.). Den Schlusspunkt setzte dann Arno Metz mit einem Kracher von der blauen Linie in Überzahl zum 9:0 (53.).

„Das war schon fast beängstigend, wie gut wir gespielt haben“, wunderte sich Kai Sellers nach dem Spiel. „Wenn man bedenkt, wer uns alles gefehlt hatte und wie die Spieler teilweise erst eine Viertelstunde vor Spielbeginn angekommen waren. Ich hatte heute ein ganz enges Spiel erwartet und bin begeistert, wie die Jungs gespielt haben.“

Der Spielplan der Regionalliga Südwest sieht nun vor, dass beide Teams am kommenden Freitag gleich wieder aufeinander treffen, diesmal um 20 Uhr in der Heilbronner Kolbenschmidt Arena. „Wir dürfen da nur nicht den Fehler machen zu meinen, dass das nach dem 9:0 ein Selbstläufer wird. Das Spiel beginnt bei 0:0 und die Stuttgarter werden für die heutige Schmach Wiedergutmachung betreiben wollen.“

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