Baden Rhinos unterliegen Bietigheim mit 6:7Verrücktes Spiel

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500 Zuschauer erlebten auch gestern wieder den berühmten Feuerwehrstart der Gäste. Mit viel Tempo, aggressivem Forechecking und sauberem Zusammenspiel schnürten die Gäste die Rhinos immer wieder in der eigenen Zone ein. Doch erst in der 20. Spielminute fiel der zu diesem Zeitpunkt überfällige Treffer. Janis Wagner konnte den Versuch von Mathias Vostarek noch parieren, Miroslav Jirusek schüttelte zuvor seinen Gegenspieler ab und verwertete den Rebound zur verdienten Pausenführung.

Im Mitteldrittel kamen die Rhinos besser aus der Kabine, setzten ihrerseits Akzente und wurden in der 28. Spielminute belohnt, als zuerst Noel Johnson den Ausgleich, 20 Sekunden später Andy Mauderer die Führung und weitere 21 Sekunden später Jonathan Koch gar das 3:1 erzielte. Nach einer Auszeit schlug Bietigheim zurück und glich nach Toren von Miroslav Jirusek (31) und Marcel Göttfert (32.) zum 3:3 aus. Doch das Pendel schlug sich nun wieder auf die Seite der Rhinos und Lars White erzielte in der 37. Minute die neuerliche Führung, als sein Schuss von der blauen Linie von einem Bietigheimer Schlittschuh ins eigene Tor abgefälscht wurde. Damit aber nicht genug, denn keine Minute später schnürte Noel Johnson seinen Doppelpack zum 5:3, als er freistehend im Slot direkt abschloss. Undurchsichtig war die letzte Spielminute im zweiten Drittel. Die Rhinos hatten eine Torchance und es kam nach dem Abpfiff zu einem Gerangel hinter dem Tor, in dem Marcel Göttfert von hinten Cedrick Duhamel mit der Faust niederstreckte und mit einer Matchstrafe belegt wurde. Zudem verhängten die Referees zwei kleine Strafen gegen die Rhinos, weshalb man sich drittelübergreifend in Unterzahl befand.

Gerade als die Spielstärke im Schlussabschnitt wieder ausgeglichen war, kam Bietigheim glücklich zum 5:4, als Tim Heffners Schuss von der Schonerinnenseite ins Tor von Janis Wagner prallte. Die Partie war wieder völlig offen und bot Chancen auf beiden Seiten. In der 45. Minute schickte Björn Groß den mitgelaufenen Andy Mauderer über Außen, der vom Bullypunkt zum 6:4 traf. Doch Bietigheim gab nicht auf und hatte es Tim Heffner zu verdanken, der in der 51. und 58. Minute erneut zuschlug und den Ausgleich erzielte. Auf Hügelsheimer Seite hatte Graham Brulotte mit einem Alleingang die Chance. Besser machte es 70 Sekunden vor dem Ende Mike Weigandt im Steelers-Trikot, der den Puck zum Siegtreffer über die Linie bugsierte.

Für die Rhinos stehen am Wochenende am Freitag in Heilbronn und am Sonntag in Eppelheim zwei Auswärtsspiele auf dem Programm. Coach Richard Drewniak hofft, dass sich das inzwischen mit fünf Spielern gefüllte Lazarett bis zum Wochenende entspannt.

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