Baden Rhinos besiegen Ravensburg und FreiburgPerfektes Wochenende mit sechs Punkten

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Der ESC Hügelsheim hat seine Partien in der Regionalliga Südwest gegen den EV Ravensburg mit 7:6 2:1, 2:2, 3:3) sowie beim EHC Freiburg 1b mit 8:5 (3:1, 2:4, 3:0) gewonnen.

Am Freitagabend wurden 800 Zuschauer im Hexenkessel, darunter neben unserem Fanblock auch eine lautstarke Delegation des Motoball-Bundesligisten Puma Kuppenheim, für ihren Besuch mit einem wahren Krimi belohnt. Für beide Mannschaften waren die Voraussetzungen gleich: Nur ein Sieg konnte weiterhelfen um das anvisierte Ziel Play-offs weiter zu verfolgen ohne auf Schützenhilfe der Konkurrenz angewiesen zu sein.

Die Hausherren nutzten die lange Anfahrt mit müden Beinen der Gäste von Beginn an aus und übten viel Druck auf das von David Heckenberger gehütete Tor aus. Den ersten Puck legte sich der starke Goalie selbst ins Nest, als Martin Vachal parallel zur Grundlinie dessen Kniebeuge als Ziel erkannte und das clevere 1:0 markierte (8.). Angetrieben durch die Fans rollte auch schon der nächste Angriff auf Heckenberger zu. Den ersten Versuch konnte er noch abwehren, doch gegen den Rebound von Momme Rickmers, der sich stabil durchsetzte und sein erstes Tor für die Rhinos erzielte, war Heckenberger machtlos. 2:0 nach neun Minuten. Die Rhinos hatten weitere gute Möglichkeiten, doch die erste Strafzeit gegen Diebold in einer insgesamt sehr fairen Partie gab Ravensburg die Chance ebenfalls ins Spiel einzusteigen. Diese ließ Maxi Lenuweit sich nicht entgehen und zimmerte das Spielgerät vier Minuten vor der Pause zum Anschlusstreffer unter die Latte. Spiel wieder offen.

Ab dem Mittelabschnitt war es eine Begegnung auf Augenhöhe und es dauerte bis zur Mitte der Spielzeit, ehe sich auch die Tore wieder einstellten. In der 31. Minute baute der nach dreiwöchiger Verletzungspause zurückgekehrte Andy Mauderer über Rickmers auf, wurde von Vachal über links geschickt und hämmerte die Scheibe aus vollem Lauf neben den Pfosten zum 3:1. Ravensburg zeigte sich allerdings hellwach und schnappte sich in Person von Lenuweit einen Fehlpass im eigenen Drittel der Rhinos, legte quer zu Steffen Kirsch der keine Mühe hatte den erneuten Anschlusstreffer zu erzielen (35.). Eine weitere Überzahl gab Ravensburg die Chance zum Ausgleich, doch stattdessen erkämpfte sich Christian Böcherer die Scheibe und schickte Martin Vachal zum Solo, der Heckenberger ausspielte und letztlich das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite hatte, als die Scheibe über die Linie trudelte (4:2, 37.). Doch Ravensburg bekam nochmals die Möglichkeit zum Powerplay geschenkt und diesmal nutzten sie die nummerische Überlegenheit aus. Leon Dona traf in der 40. Minute zum 4:3.

Der Schlussakt sollte derweil wahrlich nichts für schwache Nerven sein. Zunächst brachte Björn Groß nach wunderbarem Zuspiel von Graham Brulotte seine Farben auf die Siegerstraße (44., Foto), ehe Ravensburg den Turbo zündete und binnen vier Minuten nicht nur durch Andre Martini und Johann Katjuschenko den Ausgleich sondern durch letzteren sogar die erste Gästeführung erzielten. War es das für die Rhinos? Nein! Die Drewniak-Truppe zeigte Moral und arbeitete hart vor dem Ravensburger Tor. Maxim Engel drückte vier Minuten vor dem Ende den Puck über die Linie zum umjubelten Ausgleich. Zweieinhalb Minuten vor dem Ende erhielten die Gäste eine Strafzeit wegen Stockschlag, die große Chance für die Rhinos. Doch Ravensburg stand gut im Penaltykilling und gab den Rhinos nicht viele Abschlussmöglichkeiten. Gerade als die Strafzeit abgelaufen war, kam die Scheibe zu Graham Brulotte, der mit einer super Bewegung seinen Gegenspieler abschüttelte, von links nach innen zog und als Rechtsschütze trocken und ansatzlos halbhoch ins Tor und damit genau den Nerv der Fans traf. 7:6! Der Hexenkessel rastete komplett aus, doch noch waren 24 Sekunden zu spielen. Hier zeigten sich die Rhinos allerdings cool, gewannen das Anspiel und behaupteten die Scheibe bis zum erlösenden Schlusspfiff.

Der Grundstein war somit gelegt, doch 20 Stunden später standen die Rhinos in Freiburg vor einer gefährlichen Aufgabe. Das Auftaktdrittel lief zunächst voll nach Plan. Ein druckvoller Beginn mit gutem Zug zum Tor sorgte für die frühe Führung durch Maxim Engel (3.), die Noel Johnson mit tollem Schuss unter die Latte erhöhte (4.) und Martin Vachal nach zwölf Minuten zum 3:0-Pausenstand ausbaute. Freiburg kam derweil nicht ins Spiel, doch sind drei Tore im Eishockey wahrlich keine Gewinngarantie, schon gar nicht nach dem ersten Drittel.

Dies bekamen die Rhinos im Mittelabschnitt auch prompt zu spüren. Getragen von Jungprofi Sofien Bräuner, der durch seine Schnelligkeit und Stocktechnik herausstach und in Tobias Bräuner einen erfahrenen langjährigen Profi an seiner Seite hatte, kamen die Wölfe binnen sieben Minuten zum Ausgleich. Erst traf Dan-Julian Zehner, der auch für die U20-Spielgemeinschaft Freiburg/Hügelsheim aufläuft, ehe Timo Linsenmaier in Überzahl verkürzte und schließlich Sofien Bräuner nach geschmeidigem Solo die Defensive alt aussehen ließ. Zu allem Überfluss ging der EHC durch Tobias Bräuner in der 31. Minute sogar erstmals in Führung. Nun anworteten aber die Rhinos und nutzten eine Überzahl durch Noel Johnson zum wiederholten Ausgleich. Doch nur zwei Minuten später war erneut Tobias Bräuner zur Stelle und brachte wiederum seinen EHC in Front. Diese Führung hielt genau 25 Sekunden an, ehe Sebastian Ott von der blauen Linie für die Rhinos erfolgreich war und das mit acht Toren vogelwilde Mitteldrittel beendete.

Wer weiß wie das Spiel verlaufen wäre, hätte sich der bislang auffälligste Wölfe-Spieler Sofien Bräuner zu Beginn des Schlussdrittels in einem Zweikampf nicht unglücklich an der Schulter verletzt und das Spiel vorzeitig beenden müssen.

Durch den Ausfall erlitt das Spiel der Gastgeber einen spürbaren Bruch. Iven Rösch nutzte in der 48. Minute eine Überzahl zur 6:5-Führung, die Jonathan Koch fünf Minuten vor dem Ende mit dem Tor des Tages auf zwei Tore erhöhte. Zwei Minuten vor dem Ende setzte Noel Johnson mit seinem ersten Hattrick für die Rhinos den Deckel auf die Partie.

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