Arbeitssieg mit Hilfe des „Eishockeygotts“Eisbären Heilbronn gewinnen in Stuttgart

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Mit 4:2 (0:1, 3:1, 1:0) haben die Eisbären Heilbronn ihr Auswärtsspiel bei den Stuttgart Rebels gewonnen. Vor 511 Zuschauern lag der Tabellenführer bereits mit 0:2 zurück, ehe sich das Team ins Spiel zurückkämpfte und mit einem wahren Kraftakt doch noch die drei Punkte mit nach Hause nehmen konnte.

In den ersten Minuten tasteten sich die Kontrahenten erstmal zaghaft ab, ehe das Tempo dann von Minute zu Minute schneller wurde. Als etwas mehr als zehn Minuten gespielt waren, verlagerten sich die Kräfteverhältnisse zusehends zu Gunsten der Gastgeber, die in der 15. Minute dann auch zum 1:0 durch Tim Becker kamen. Die Eisbären waren zwar bemüht, konnten sich aber nur wenige Chancen gegen die clever agierenden Rebellen und ihren erneut stark haltenden Goalie Dominik Guris erarbeiten.

In den zweiten 20 Minuten schickten die Schiedsrichter gleich fünfmal einen Stuttgarter Spieler auf die Strafbank. Für die Eisbären mit ihrem eigentlich überaus starken Powerplay eine Einladung um das Spiel zu drehen – jedoch nicht an diesem Tag. Vielmehr fing man sich ein ums andere Mal durch Puckverluste im Angriffsdrittel brandgefährliche Konter ein. Einen davon schloss Patrick Eisele in der 25. Minute erfolgreich zum 2:0 ab.

Es sah in dieser Phase nicht gut aus für die Eisbären, die schon eineinhalb Minuten später ein weiteres Überzahlspiel geschenkt bekamen. Auch diesmal schien die Überzahl eher eine Bürde denn ein Vorteil zu sein – doch dann stocherte John Kraiss in der 27. Minute den Puck im dritten Nachsetzen irgendwie zum 2:1 über die Torlinie. Auch das 2:2 durch Patrick Luschenz war ein „dirty Goal“ im Nachschuss – ebenfalls in Überzahl (38.)

Wie aus heiterem Himmel fiel dann 12 Sekunden vor der zweiten Pause sogar noch das schmeichelhafte 3:2 für die Eisbären. John Kraiss hatte das Spielgerät mit der Rückhand flach zwischen zwei Verteidigern und unter den Schonern von Keeper Guris durch ins Netz geschoben – ein Zeitpunkt, der besser nicht hätte sein können, da die Gastgeber durch die kurz darauf folgende Pause nicht direkt auf den Gegentreffer reagieren konnten und die Last des Rückstands mit in die Kabine nehmen mussten.

Wie schon in den vergangenen Partien konnten die Eisbären dann im Schlussdrittel nochmal eine Schippe drauflegen und den Vorsprung ausbauen. Leo Kreps hatte in der 53. Minute in Unterzahl die Scheibe an der eigenen blauen Linie erobert. Er setzte sich auf der linken Seite gegen den einzigen mitgelaufenen Verteidiger durch und legte quer auf Manuel Pfenning, der Guris souverän zum 2:4-Endtand verlud.

Spielertrainer Manuel Pfenning ging bei der Analyse nach Spielende mit sich und seinen Nebenleuten hart ins Gericht: “Im zweiten Drittel haben wir das schlechteste Eishockey gespielt seit ich bei den Eisbären bin. Doch wenn man so ein schlechtes Drittel spielt und dann trotzdem aus einem 0:2 ein 3:2 macht, zeugt das von einer unglaublichen Moral. Der Eishockeygott war heute definitiv auf unserer Seite.”

Für die Eisbären geht es nun am nächsten Samstag (19.30 Uhr) mit einem Auswärtsspiel bei den Baden Rhinos Hügelsheim weiter, die noch um den Einzug in die Play-offs kämpfen.

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