Ärger über „Phantomtor“Eisbären unterliegen Hornets

Ärger über „Phantomtor“Ärger über „Phantomtor“
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Äußerst unglücklich endete das zweite Saisonspiel der Eisbären Eppelheim bei den Zweibrücker Hornets. Trotz einer guten Leistung und über weite Strecken auf Augenhöhe musste sich der ECE am Ende zu deutlich mit 3:7 (1:3, 2:1, 0:3) geschlagen geben. Ein Phantomtor und das effektive Powerplay der Hausherren machten dabei den Unterschied.

Mit dem Rückenwind aus dem guten Auftaktspiel wollte man auch in Zweibrücken bestehen. Erwartungsgemäß musste man zunächst die Angriffe der Hornets über sich ergehen lassen und über schnelle Konter zu Torchancen kommen. Einen solchen konnte man nach exakt sieben Minuten auch zur 1:0-Führung durch Brenner abschließen. Dann leistete man sich im eigenen Drittel zu viele Fehler, verlor den Puck hinter dem Tor an die Gastgeber, die sich nicht lange bitten liesen und den Ausgleichstreffer erzielten (11.). Ebenso zielstrebig zeigten sich die Hornets im Powerplay. Vier von sieben Situationen nutzen sie zum Torerfolg. Die erste in der 14. Minute zum 1:2 aus Sicht der Eisbären. Trotz guten Spiels und gefährlichen Kontern war das Spiel gedreht. Kurz vor der Pause musste man dann noch das 1:3 (18.) hinnehmen und wurde schnell auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.

Nach der Pause wollte man an das kompakte Spiel der ersten Minuten anschließen und das Spiel nochmal offen gestalten. Doch die Hornets machten von Beginn ernst und erhöhten wiederum in Überzahl zum 1:4 (22.). Doch die Eisbären gaben sich nicht auf, dominierten im zweiten Drittel das Spiel phasenweise und erarbeiteten sich gute Chance. Doch es dauerte bis zur 28. Minute, ehe Striepeke einen Lauf aus dem eigenen Drittel bis vor des Gegners Tor hinlegte und platziert zum 2:4 einnetze. Durch den Treffer gepuscht, spielten die Eisbären weiter nach vorne und konnten nachlegen. Gottschalk verkürzte auf 3:4 in der 33. Minute. Wagner hielt die Eisbären mit guten Saves im Spiel, während die Stürmer ein ums andere Mal den Ausgleichstreffer auf der Kelle hatten. Doch der Rückstand stand auch zu Drittelende noch auf der Anzeigetafel.

Zu Beginn des letzten Drittels zunächst das gleiche Bild. Mit kompakter Defensivleistung und starken Saves von ECE-Goalie Wagner arbeiteten die Eisbären am Ausgleichstreffer, der mittlerweile auch durchaus verdient gewesen wäre. Doch die Zeit tickte gegen die Eisbären. Als noch sechs Minuten zu spielen waren, kam der Knackpunkt der Partie. Zunächst bekamen die Eisbären nach zwei klaren Fouls der Hornets eine doppelte Überzahl zugesprochen. Coach Korte nahm die Auszeit und schwor seine Jungs nochmal ein. Den geplanten Spielzug konnte man allerdings nicht im Tor der Hornets unterbringen und auch die restliche Unterzahl überstanden die Hornets unbeschadet. Die Eisbären wollten zwar weiter kämpfen, wurden jedoch – aus ihrer Sicht – vom Schiedsrichtergespann ausgebremst. EHC-Stürmer Srnka setzte einen Schuss auf Wagner aber, der diesen an den Pfosten abwehren konnte, von wo aus dieser wieder ins Feld prallte. Das Spiel lief zunächst kurz weiter, ehe einer der Linesmen dem Hauptschiedsrichter seine Meinung eines gültigen Tores mitteilte. Dieser vertraute seinem Assistenten und sprach den Hornets den Treffer zum vorentscheidenden 5:3 (56.) zu. „Eine klare Fehlentscheidung“, wie die Eppelheimer erklärten.

Mit dem Frust dieser Entscheidung gingen die Eisbären in der Folge teils etwas zu heftig zu werke, fingen sich zwei weitere Strafzeiten ein, die jeweils innerhalb von Sekunden zum Torerfolg genutzt werden konnten und den Eisbären eine am Ende deutliche Niederlage einbrachte.

EHC-Coach Drewniak sprach am Ende der Partie von einem „blauen Auge“, mit dem seine Cracks in dieser Situation davon gekommen sind. Auch wenn es eine klare, das Spiel beeinflussende Szene gewesen ist, müssen die Eisbären sich auch selbst ankreiden, in der zuvor liegenden doppelten Überzahl nicht bereits erfolgreich den Ausgleich erzielt zu haben. Jetzt gilt es, die positiven Eindrücke aus dem Spiel mitzunehmen und sich auf die kommende Aufgabe gegen Schlusslicht Stuttgart einzuschwören und sich dort die entgangenen Punkte zurück zu holen.

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