8:0, 2.300, 32.825 – Zahlen eines Abends der SuperlativeEisbären Heilbronn gewinnen 8:0 und leisten viel für den guten Zweck

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Schon vor dem Spiel waren auf dem Spendenkonto 18.590 Euro eingegangen, die dann vor Ort durch Spenden, Tombola, Imbiss, Kuchen-, Crepes- und Muffinverkäufe um 12.625 Euro auf eine Summe von 31.215 Euro erhöht wurden. Dazu kamen bei der anschließenden Benefizparty in der Gartenlaube noch 1.610 Euro, was eine bisherige Gesamtsumme von 32.825 Euro macht. Dies wird jedoch nicht die endgültige Summe bleiben, denn bereits jetzt wurden nochmal einige größere Spenden von Firmen und Privatpersonen angekündigt.

Bevor das Spiel beginnen konnte, wurde es auf dem Eis erstmal emotional, als Kathrin und Tom Malicki zusammen mit Noah unter großem Applaus von Fans und Spielern das Eis betraten, um das symbolische Anfangsbully auszuführen. Ehe sie zur Tat schreiten konnten, überreichte Eisbären-Spielertrainer Manuel Pfenning einen dicken Umschlag mit einer Spende der Mannschaft. Im Namen des Schiedsrichter-Gespanns mit Stefan Frölich, Peter Moosberger und Marcus Lafuente übergab Torsten Werner ein gestreiftes Schiri-Trikot für Noah sowie – später dann unter Ausschluss der Öffentlichkeit – einen Briefumschlag mit den Schiedsrichter-Gebühren und dem Kilometergeld dieses Spiels.

„Das symbolische Anfangsbully habe ich nur durch einen feuchten Schleier gesehen, und den anderen im Team ging es genauso“, berichtete Stürmer Benjamin Brozicek später am Abend in der Gartenlaube. Als dann jedoch das Spiel begann, waren die Eisbären hellwach und konzentriert. „Wir hatten uns vorgenommen, uns für Noah und seine Familie alle den Hintern aufzureißen. Uns hat das Schicksal der Familie und die enorme Hilfsbereitschaft der Eisbären-Fans sehr berührt, und wir wollten alles geben, um diese Emotionen in das Spiel mitzunehmen und die Niederlagenserie zu beenden“, so Brozicek weiter.

Ohne Patrick Seeger, Stefan Schrimpf, Moritz Muth, John Kraiss, Igor Filobok, Milan Liebsch, Thomas Bernwald, Max Schleicher und Anton Lukin, aber dafür mit den Junioren Vasilios Maras und Philip Spechtenhauser vom Kooperationspartner Heilbronner EC sowie mit dem Routinier Markus Nachtmann im Tor zeigte der Titelverteidiger von Beginn an, dass es nur einen Sieger geben konnte.

Leo Kreps überwand in der 10. Spielminute als Erster den finnischen Torhüter Miro Hämynen. Marc Oppenländer (15.) und Vasilios Maras (16.) stellten mit dem 2:0 und 3:0 noch vor der ersten Pause die Weichen auf Sieg. Auch in den zweiten 20 Minuten übten die Hausherren, unter anderem unterstützt vom Eisbären Berlin Fanclub Rhein Neckar Odenwald, ständigen Druck auf die Gäste aus. Schon nach 13 Sekunden erzielte Manuel Pfenning das 4:0, dem Daniel Brendle (23.), Sven Breiter (28.) und nochmals Pfenning nach exakt 30 Minuten die Treffer zum 7:0 folgen ließen. Im Schlussdrittel konnten es sich die Eisbären dann sogar erlauben, einen Gang zurückzuschalten. Benjamin Brozicek erhöhte zwar in der 49. Minute noch auf 8:0, doch mehr passierte in diesem Drittel nicht mehr.

Ebenso perfekt wie das Spiel auf dem Eis verlief das Rahmenprogramm, das von der zweiten Eisbären-Vorsitzenden Kerstin Plume organisiert worden war. Schon eine Dreiviertelstunde vor Spielbeginn gab es vor dem Haupteingang der Kolbenschmidt Arena eine packende Feuershow der Gruppe „Red Ants“. In der Halle war der Bereich um den Treppenaufgang zu den Sitzplätzen von der großen Tombola mit über 2.000 Preisen geprägt, die auf zahlreichen Tischen zur Ausgabe bereit lagen. Begeisternd war in der ersten Drittelpause der Auftritt der Mädchen-Gruppe „Red Flowers“ von den Tanzgruppen Sigrid Lipp im Verein KunST 07, die auf einem auf dem Eis ausgelegten Teppich einen Cheerleadertanz vorführten.

Der emotionale Höhepunkt folgte dann in der zweiten Pause. Als das Licht in der Halle aus und zwei Spots angingen, wurde es in der Halle mucksmäuschenstill. Die Sängerin Kirstin Käfer sang, im Mittelkreis der Eisfläche stehend, live „The Power of Love“ und wurde dabei von der zehnjährigen Eiskunstläuferin Melina vom REV Heilbronn begleitet. Kurz vor dem Ende des Songs kamen Noahs Geschwister Elia (10) und Hannah (4) zu Kirstin Käfer auf die Eisfläche – und bekamen von Melina ein rotes Herz überreicht.

Für eine Überraschung sorgten nach Spielende Kathrin und Tom Malicki, die den Heilbronner und Schwenninger Spielern sowie den Schiedsrichtern und den Organisatoren der Eisbären auf dem Eis ein Geschenk überreichten. Nach dem Ende der Partie feierten Fans, Helfer, Spieler und Vorstandschaft gemeinsam mit Noahs Familie noch bis tief in der Nacht in der Gartenlaube. Mit den Spendengeldern kann Familie Malicki nun das erste Jahr der amerikanischen Doman-Therapie für Noah bezahlen, die die Hoffnung verspricht, dass Noah aus dem Wachkoma herausgeführt werden kann.

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