4:5 – Strafzeiten brechen Eisbären Heilbronn das GenickNiederlage gegen SERC Fire Wings

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Exakt eine halbe Stunde rannten die Hausherren erfolglos gegen Schwenningens neuen Keeper Miro Hämynen, an, der alle Schüsse des Titelverteidigers, die auf sein Tor kamen, mit einer stoischen Ruhe entschärfte. Auf der anderen Seite hatten die Gäste in Person von Marco Rais im ersten Drittel die erste Strafzeit der Begegnung zum 0:1 genutzt (12.). Dann, als die Uhr bei genau 30:00 Minuten stand, erlöste Milan Liebsch sein Team mit dem Treffer zum 1:1. Acht Minuten später war es erneut Rückkehrer Milan Liebsch, der mit seinem bereits vierten Saisontor die Eisbären bei doppelter Überzahl erstmals in Führung brachte.

Doch dann folgte ein letztes Drittel, das den Spielverlauf auf den Kopf stellte. Nach 54 Sekunden musste Doppeltorschütze Milan Liebsch wegen Beinstellen vom Eis, und weitere 16 Sekunden später glich Stefan Schäfer zum 2:2 aus. Was nun folgte, war eine wahre Strafzeitenflut gegen die Eisbären. Fast in demselben Minutentakt, in dem die Schiedsrichter Strafen gegen die Eisbären aussprachen, fielen auch die Gegentore. Dennis Böhm (50.), Alexander Funk (52.) und Florian Hoppe (53.) nutzten jeweils die doppelte nummerische Überlegenheit aus und machten innerhalb von zweieinhalb Minuten aus dem 2:2 ein 2:5. Das Spiel schien für die Eisbären verloren. Doch Manuel Pfenning (54. / 60.) machte die Begegnung zum Ende mit zwei Toren nochmal spannend. Der letzte noch benötigte Treffer wollte allerdings nicht mehr fallen, und der Titelverteidiger musste seine erste Saisonniederlage hinnehmen.

„Wir haben durch dumme Strafen ein sicheres Spiel aus der Hand gegeben. Das war eine selbst verschuldete Niederlage, denn wir waren über 50 Minuten das mit Abstand bessere Team“, fasste Trainer Sascha Bernhardt das 4:5 zusammen. „Wir waren bei allen fünf Gegentoren in Unterzahl. Daraus müssen wir nun unsere Lehren ziehen.“

Sein Trainerkollege Manuel Pfenning ging bei seiner Analyse noch weiter ins Detail: „Sieben unserer bislang acht Gegentore haben wir in Unterzahl bekommen. Das heißt zum einen, dass wir bei fünf gegen fünf so stark sind wie noch nie, aber auch gleichzeitig, dass wir nächste Woche unser Unterzahlspiel trainieren müssen.“

Am Freitag treten die Eisbären um 20 Uhr beim EV Ravensburg 1b an. Zum zweiten Spiel des Wochenendes gastieren sie am Sonntag (19 Uhr) in Eppelheim.

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