4:2-Sieg in Ravensburg – Halbfinale gegen Erzrivale HügelsheimEHC Eisbären Heilbronn

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Wie schon beim 6:5-Sieg im ersten Spiel erwies sich der EV Ravensburg auch im zweiten Aufeinandertreffen als sehr unangenehmer und schwer zu knackender Gegner. Im Vorfeld der Begegnung hatten die Oberschwaben angekündigt, dass sie die Eisbären in ein drittes Spiel zwingen wollten. Ein Ziel, für das der Tabellenachte der Regionalliga-Hauptrunde über 60 Minuten mit vollem Einsatz arbeitete. Der EVR war in Bestbesetzung angetreten, während die Eisbären mit Milan Liebsch, Manuel Pfenning, Andrej Kaufmann, Benjamin Brozicek, Patrick Luschenz und Alex Keterling auf zwei kompletten Sturmreihen verzichten und Co-Trainer Sascha Bernhardt reaktivieren mussten, um mit drei Reihen spielen zu können.

Die Hausherren machten von Beginn an Druck und versuchten, die Eisbären nicht zu ihrem Spiel kommen zu lassen. Dieser Plan ging fünfeinhalb Minuten lang auf, doch dann konterte die erste Eisbären-Reihe die jungen Ravensburger klassisch aus. Igor Filobok zu Axel Hackert, Hackert zu Sven Breiter – 0:1. Auch in der Folgezeit ließen die Eisbären den Gegner kommen, um ihn dann mit seinen eigenen Waffen zu schlagen und klassisch auszukontern. Dieser Plan ging in der 15. Minute erneut auf. Ravensburg drückte, und die Eisbären erhöhten durch einen schnellen Konter von Axel Hackert auf 0:2.

Als Igor Filobok in der 29. Minute das erste Heilbronner Powerplay zum 0:3 nutzte, deutete Vieles darauf hin, dass der Favorit nun alles unter Kontrolle haben würde. Doch dann verstolperten die Eisbären in Überzahl an der gegnerischen blauen Linie die Scheibe und bereiteten damit den Weg für den Anschlusstreffer. Simon Heckenberger ließ sich die Chance nicht entgehen und überwand Eisbären-Goalie Tobias Amon zum 1:3.

Nach diesem Treffer schlichen sich auf Seiten des Titelverteidigers zunehmend Unsicherheiten ein – von Souveränität war nicht mehr viel zu spüren. Als Gregor Thoma nach 29 Sekunden im Schlussdrittel auf 2:3 verkürzte, schien die Partie zu Gunsten der Hausherren zu kippen. Die Begegnung drohte eine ähnliche Spannung zu entwickeln wie beim ersten Spiel, doch dann erlöste Igor Filobok sein Team. In der 51. Spielminute knallte er die Scheibe zum 2:4 in die Maschen.

„Ravensburg war ein starker und unangenehm zu spielender Gegner, der sich die ganze Saison über unter Wert verkauft hat”, sagte ein erleichterter Eisbären-Coach Kai Sellers nach dem Spiel. „Bei dem kleinen Kader, den wir heute zur Verfügung hatten, haben wir das Maximale erreicht.”

Am kommenden Wochenende haben die Eisbären nun spielfrei, ehe am Sonntag, 1. März, vormittags um 11 Uhr das erste Halbfinalspiel gegen die Baden Rhinos in der Kolbenschmidt-Arena stattfinden wird. Am Samstag, 7. März, müssen die Eisbären dann um 19.30 Uhr im Baden Airpark antreten. Sollte die Serie nach diesen beiden Partien noch nicht entschieden sein, würde es am 13. März um 20 Uhr ein drittes Spiel in Heilbronn geben. Parallel dazu wird die zweite Halbfinalserie zwischen Zweibrücken und Bietigheim ausgetragen.

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