Zwischenspurt tat ZSC Lions in der NLA gutDer Blick in die Schweiz

Zwischenspurt tat ZSC Lions in der NLA gutZwischenspurt tat ZSC Lions in der NLA gut
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Der Zürcher SC hat sich in den vergangenen sechs Wochen mit einem starken Zwischenspurt einen komfortablen Vorsprung von sechs Punkten erarbeitet. Das Topteam der ersten Herbstwochen, der HC Fribourg, fiel auf Rang drei ab, der HC Davos kämpft verzweifelt um das Heimrecht in den Play-offs und der erste Abstiegskandidat, Neuling SC Langnau weigert sich beharrlich, die rote Laterne zu übernehmen und sieht selbst lieber den EHC Biel in dieser Rolle.

1. Zürcher SC Lions

Der Meister, oder vielleicht besser, das Imperium, schlägt zurück. Der Zwischenspurt kam spät und zu einem recht überraschenden Zeitpunkt. Nach durchwachsenen Spielen begann der ZSC mit einer Siegesserie vor zwei Wochen. Nach dem 3:4, ausgerechnet beim Lokalrivalen aus Kloten, folgten vier Siege in Folge, wobei die Heimspiele (2:1 gegen Langnau, 2:0 gegen Lausanne) mühsam wirkten, während die Auswärtssiege mit dem 4:1 in Ambri und dem 5:1 in Langnau, gestaltet durch kluges Abwehrverhalten, überlegen wirkten. Spannend wird es am 4. Dezember, wenn sich Tabellenführer ZSC mit seinem direkten Verfolger aus Zug im Hallenstadion misst.

2. EV Zug

Egal, wer im Augenblick vor ihnen oder hinter ihnen steht, der EVZ ist eine Bank für die Verfolgerposition. Vielleicht hilft den Innerschweizern auch, dass sie das Verletzungspech abgegeben haben, augenblicklich mit Simon Lüthi nur einen Pechvogel in ihren Reihen wissen. Highlight des EVZ ist seine Verteidigung. Mit nur 53 Gegentoren in 24 Spielen die unangefochtene Nr. 1 der Liga. Selbst Klassenprimus ZSC musste bisher 65 Einschläge hinnehmen. Der November begann nach einem 5:0 gegen Ambri. Es folgte ein 3:5 beim ZSC und ein klares 6:0 in Biel. Die Heimniederlage gegen Lugano beim 3:4 war sicherlich nicht eingeplant. Dafür folgte mit dem 2:1 in der Resega die Revanche und zum November-Abschluss noch ein 5:2 gegen Biel.

3. HC Fribourg-Gottéron

Der Branchenprimus der ersten Wochen musste im November schmerzhafte Einschläge erleiden. Nach dem peinlichen 2:5 gegen Ambri folgte gar noch ein 1:4 in Lausanne. Dann gab es zwar mit jeweils einem 3:1 gegen Biel und Lugano wieder ausgleichende Erfolge aber die dann direkt folgende Niederlagenserie (2:3 in Zug, 2:4 in Bern und 2:4 gegen Genf) ließ die Fribourger endgültig vom Spitzenplatz abrutschen.

4. HC Davos

Der Meister beginnt langsam wieder zur Form des Vorjahres aufzulaufen und damit ein ernster Kandidat für die Titelverteidigung zu werden. Vor dem Deutschland-Cup konnten fünf Siege in Folge verbucht werden, danach folgte die Bruchlandung sofort und völlig überraschend. Ausgerechnet beim Aufsteiger Langnau ging der Meister sage und schreibe mit 0:6 (0:2, 0:1, 0:3) ein. Das drückte auf die Moral und prompte folgte noch ein 2:3 zu Hause gegen Genf. Zwar konnte der HCD dem negativen Trend mit drei Siegen in Folge wieder entgegen treten aber eines war nach dem November klar: Es hätte Platz Zwei sein können.

5. Servette Genf

Einer der November-Gewinner sind die Westschweizer. Bei der letzten Analyse noch auf Platz acht stehend, befindet man sich nun, mit aufsteigendem Trend, auf Rang fünf. Bereits der Start nach dem Deutschland-Cup war mit dem 4:3 gegen den ZSC vielversprechend, zumal in der Begegnung auch das Glück den Genfern mit dem späten 3:3-Ausgleich in der 60. Minute (d` Agostini) und dem Siegestor durch Penaltyschießen hold war. Es folgten fünf weitere Siege bis die Serie ausgerechnet beim furchtlosen Neuling Langnau (3:4) durchbrochen wurde. Allerdings scheinen die Genfer keinen Schaden davongetragen zu haben, denn bereits in der nächsten Begegnung wurde der SC Bern deutlich mit 4:2 distanziert.

6. HC Lugano

Die Tessiner sind neben Genf die absoluten November-Gewinner. Vor fünf Wochen noch auf Platz 11 stehend, folgte eine Hausse mit einem Tabellensprung um fünf Plätze. Nach dem Ende des Deutschland-Cups gab es vier Siege in Folge, Höhepunkt war dabei das 4:3 in Zug. Zwar gab es im direkten Rückspiel mit 1:2 eine Niederlage aber die letzte Partie am 1. Dezember konnten die Luganesi mit 4:3 gegen Kloten siegreich gestalten.

7. SC Bern

Die Hauptstädter tun sich weiterhin schwer, in der aktuellen Saison warm zu werden. 83 erzielte Tore sind gut, eines Spitzenteams würdig, 83 Gegentore nicht. Drei Niederlagen zum November-Beginn halfen nicht gerade der Moral. Das 4:2 gegen Fribourg zeigte einen kurzfristigen Aufwärtstrend, der negative Schlag folgte sogleich: Ein 5:6 gegen Aufsteiger Langnau. Dazu kamen noch ein 3:4 in Davos und ein 2:4 in Genf. Der SCB muss alles Glück zusammen kratzen, wenn es noch zu einem Play-off-Platz reichen soll.

8. Kloten Flyers

Das Team mit den meisten Schweizer Spielern steht mit einem denkbar knappen Vorsprung von einem Punkt, bei zwei Spielen mehr, mit 35 Punkten auf Rang acht. Leider gehören die Klotener zu den November-Verlierern, weil sie zwei Plätze in der Rangliste verloren. Ausschlaggebend sicherlich auch die Auswärtsschwäche, dokumentiert zuletzt durch ein 2:5 in Fribourg und ein knappes 3:4 in Lugano. Am 4.12. muss daher ein Sieg her, wobei Gegner Langnau nach den letzten Achtungserfolgen nicht auf die leichte Schulter zu nehmen ist.

9. HC Lausanne

Auch die Westschweizer müssen sich den Vorwurf, den November verschlafen zu haben, gefallen lassen. Wie die Klotener verloren auch sie zwei Plätze, sind somit aus den Play-offs gefallen. Das Hauptproblem, auch in dieser Saison auftauchend, ist immer noch nicht gelöst worden, die Sturmschwäche. 54 Tore in 25 Spielen sind mit Abstand der schwächste NLA-Wert, während die Defensive mit 66 Toren einen Spitzenwert aufweist, fast so stark ist wie die von Tabellenführer Zürich. Wenn man Konter spielen darf, ist man stark. Das beste Beispiel war in diesem Fall das 5:2 in Bern. Wenn die Gegner sich aber auf diese Spielweise einstellen, sieht es beim HCL düster aus. Tiefpunkt in der Monatsmitte die drei Begegnungen in Ambri (1:4), Genf (0:3) und Bern (0:1), wo man in 180 Minuten nur einmal traf (Pesonen; 24.).

10. HC Ambri-Piotta

Die Tessiner sind und bleiben so etwas wie die Wundertüte der Liga. Sie sind eigentlich out und trotzdem platzieren sie eine Sensation nach der anderen, leider immer garniert mit riesigen Aussetzern, die sie regelmäßig scheitern lassen. Aktuell haben sie 33 Punkte auf dem Haben-Konto, sechs mehr als der Tabellenelfte aus Langnau und nur drei weniger als Bern. Um den Deutschland-Cup zeigte der HCA nur schwache Leistungen. Höhepunkte dabei das 2:3 gegen Biel und vor allem das 0:5 in Zug. Dann gab es zwei Siege und zuletzt wieder zwei Niederlagen und einen Sieg. Vor allem das 4:7 in Kloten zeigte die deutlichen Defensivschwächen.

11. SC Langnau

Der Neuling hält sich wacker, konnte sich im November sogar um einen Platz verbessern, steht jetzt auf Rang 11. Obwohl fünf Stammspieler verletzt sind, davon vier Stürmer, rangieren die SCL-Cracks beim Toreschießen auf Rang Sieben. Lediglich die Abwehr zeigt mit 91 Gegentoren deutliche Schwächen, die den Verantwortlichen jedoch vor Saisonbeginn bewusst waren. November-Höhepunkt war sicherlich das 6:0 gegen Bern aber auch das 7:0 gegen den EHC Biel konnte sich sehen lassen. Das solche Hochtage sich nicht ewig wiederholen lassen, musste der Neuling gleich anschließend nach dem Erfolg gegen Davos wahrnehmen, als es bereits nach 20 Minuten 0:4 stand und am Ende 3:6.

12. EHC Biel

Der Abschwung ist durch, jetzt muss es wieder nach oben gehen.  Im November gingen gleich drei Plätze verloren und somit sind die Bieler die Verlierer des Monats. Das Team, das in der Defensive komplett aus Kontingentspieler verzichtet, steht mit 99 Gegentoren auf dem letzten Rang und muss sich in dieser Abteilung schnellstens deutlich verbessern, wenn es am Ende nicht gegen den NLB-Sieger gehen soll. Aktuell wäre dies der SC Langenthal. Am schlimmsten ging es dem EHC in der Monatsmitte, als beide Mannschaftsteile komplett versagten. Erst in 0:7 in Langnau, dann ein 0:6 gegen Zug und schließlich ein 1:2 in Ambri. Zwar zeigten die Bieler beim 5:4 n.V. gegen Fribourg, dass sie noch siegen können aber bereits zwei Tage später folgte beim 3:6 gegen Ambri wieder das totale Versagen. Headcoach Schläpfer muss jetzt das Unternehmen Biel wieder auf positiven Kurs bringen, das Wie ist jedoch sein Geheimnis, denn die nächsten Gegner (4.12. gegen Bern und 5.12. gegen Davos) sind keine schwachen Kaliber.


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