Zuschauerprobleme im Schweizer Eishockey?

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Viel zu diskutieren gab es beim Saisonstart nicht. Der HC Lugano ist derzeit einsame Spitze, die Teams aus Zug und Langnau derzeit die Enttäuschung. Und in der NLB wechseln sich bei einigen Clubs Licht und Schatten zu schnell ab, um von irgendwelchen Tendenzen zu sprechen. Doch ein Thema, das oft fiel sind die Zuschauerzahlen, denn der Nationalliga liefen nach der ersten Zwischenbilanz weitere Zuschauer davon. Bleibt der Trend bestehen, fehlen den NLA- und NLB-Clubs im Schnitt je 200 Zuschauer pro Spiel und 100'000 Franken an Zuschauereinnahmen verglichen mit der letzten Saison. Ein Albtraum für viele Geschäftsführer.

Zu den größten Verlierern, wenn man den Zuschauerschnitt mit den ersten Heimspielen der letzten Saison vergleicht, gehören Davos, die ZSC Lions, Fribourg, Servette, aber auch der Aufsteiger Basel, der nur minimal über dem letztjährigen Saisonschnitt aus der NLB liegt und durch die Halleneröffnung vor einem Jahr gar weniger Zuschauer anlockt als beim letzten Saisonstart.

In der zweithöchsten Spielklasse erlitten La Chaux-de-Fonds, die GCK Lions, Biel, Ajoie und Sierre hohe Einbußen. Dies im Vergleich zum gesamten Saisonschnitt, denn die zusätzlichen Derby-Runden zum Saisonstart wie vor einem Jahr fehlen, um einen anderen Vergleich zu machen.

Markante Steigerungen konnten dagegen Lugano (mit Gratiseintritt für unter 18-Jährige), Bern und die SCL Tigers in der NLA sowie Visp und der Aufsteiger Chur in der NLB ausmachen.

Doch woher kommt dieser negative Trend? Sicher, bei einigen Clubs kann man höhere Preise, schlechtere Leistung, spezielle Spielplankonstellationen wie mehr Wochentags-Spiele oder weniger Derbies beim Saisonstart geltend machen. Über sämtliche Clubs zusammen gleichen sich solche Argumente aber wieder aus. Und in beiden Ligen liegt der aktuelle Schnitt auch unter jenem der gesamten Qualifikation 2002/03. Oder läuft der Fussball, zuletzt namentlich durch die Nationalmannschaft und den FC Basel wieder im Aufwärtstrend, dem Eishockey vermehrt den Rang ab? Denn in den beiden höchsten Eishockey-Ligen herrscht soviel Spannung wie noch nie. Der direkte Abstieg des Tabellenletzten macht auch die hintere Ränge interessant statt nur die Spitze und der Strichkampf. Und die Nationalliga B ist so ausgeglichen wie schon lange nicht mehr. (hockeyfans.ch)

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