Zürcher SC hält sich an der SpitzeBlick in die Schweiz

Die ZSC Lions stehen an der Spitze der NLA. (Foto: dpa)Die ZSC Lions stehen an der Spitze der NLA. (Foto: dpa)
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Alle drei Mannschaften zeigen sich in bestechender Form, haben mittlerweile 15 Punkte Vorsprung vor dem Vierten aus Lausanne. Das Mittelfeld reicht von Lausanne bis zum Neunten aus Davos. Dann folgt ein kleiner Cut. Langnau musste nach großartigen Wochen einen kleinen Rückschlag erleiden, hat nun fünf Punkte Rückstand zu Davos. Am Ende tauschten Ambri und Fribourg die Plätze, Ambri ist nun Elfter, Fribourg gar Tabellenletzter.

Die Wochenendspiele:

Servette Genf – EHC Biel 6:2 (2:1, 2:1, 2:0)

Wichtiger Sieg für Genf, um im Kampf um die Play-off-Plätze präsent zu bleiben. Die ersten zwei Drittel war Genf überlegen, musste aber dann den physischen Aufwand anerkennen und überließ zuletzt Biel das Spiel, ohne es aber aus der Hand zu geben. Mercier (19.), Slater (20., 26.), Almond (38.), Jacquemet (48.) und Loeffel (59.) schossen die Tore für Genf, für Biel trafen Haas (20.) und Pauliot (35.).

EV Zug – HC Lausanne 5:1 (2:0, 0:1, 3:0)

Lausanne zeigte sich während des Spieles geschickt, blieb defensiv, setzte auf Konter und hielt den Favoriten auf Trab. Am Ende stand ein zu hoch ausgefallenes 5:1. Holden (4., 8.) hatte Zug schnell mit 2:0 in Führung gebracht, aber Lausanne tat Zug nicht den Gefallen und wechselte nicht in die Offensive. Als Junland (29.) auf 2:1 verkürzte, wurde es richtig spannend. Erst in der 44. Minute konnte Zangger seine Fans beruhigen. Helbling (54.) und Martschini (57.) erhöhten schließlich noch unter dem Jubel der 6400 Zuschauer.

HC Davos – HC Lugano 0:1 (0:0, 0:0,0:1)

In Angesicht stellenweiser desaströser Defensivleistungen bei Auswärtsspielen setzte Luganos Trainer Doug Shedden auf eine extreme Defensive. Diese Taktik schmeckte dem HCD gar nicht und auch Kulttrainer del Curto fand keine Lösung während der sechzig Minuten. Schließlich entschied eine Strafe gegen Davos Centerstürmer Walser in der 46. Minute die Partie. Bürgler jagte die Scheibe in die Maschen und da danach die Defensive weiterhin hielt, gab es zur Belohnung drei Punkte für den Tabellensechsten.

SC Langnau – Zürcher SC 3:4 (0:1, 2:2, 1:1)

Eigentlich hatte der Tabellenführer den Play-down-Kandidaten schon im Sack. Thoresen (7.), Kenins (29.) und Pestoni (34.) hatten für ein beruhigendes 3:0 aus Sicht der Zürcher gesorgt. Aber die Langnauer sind für ihren Kampfgeist berühmt und während der ZSC für seine drei Tore 34 Minuten brauchte, schaffte es der SCL in nur acht. Moggi (38.) begann den Reigen, Stettler (40.) erbrachte den Anschluss und Nüssli (46.) gar den Ausgleich. Ein Zufallstreffer von Nilsson ließ den ZSC am Ende jubeln und Langnau mit dem Schicksal hadern.

SC Bern – SC Langnau 4:2 (1:1, 1:1, 2:0)

Der Favorit hat gewonnen und abgehakt. Allerdings hätte es auch anders aussehen können. Das gilt besonders für das zweite Drittel, wo Langnau sich an SCB-Keeper Genoni die Zähne ausbiss. Dabei hatte es am Anfang noch gut für die Berner ausgesehen. Zwar gelang Moggi (12.) das 0:1, aber Moser glich eine Sekunde vor der ersten Sirene aus. Untersander (25.) brachte Bern in Front und danach übernahm Langnau das Zepter. Minutenlang kam Bern nicht aus dem eigenen Drittel, ein Bombardement ging auf die Defensive aber die hielt zur Freude der überraschten 17.000 Zuschauer und es stand nach zwei Dritteln nur 2:2. Shinnimin (29.) hatte getroffen. Im dritten Drittel rächte sich der Kraftverlust des SCL. Die Berner schafften immer mehr Freiräume und das 3:2 von Kamerzin (51.) war nicht ganz unverdient. Am Ende folgte gar noch das 4:2 von Plüss.

HC Fribourg – EV Zug 2:5 (0:2, 1:1, 1:2)

Wenn man im Tabellenkeller steht, dann läuft vieles falsch und es ist nicht leicht, den Umschwung hinzubekommen. Fribourg zeigte sich Zug ebenbürtig, hatte sogar ein deutliches Plus an Chancen (Schussverhältnis: 45:30), die Tore freilich schoss der Favorit. Martschini (9.) und Erni (14.) legten vor, nahmen den Anschluss von Bykov (31.) hin, konterten noch in der gleichen Minute durch Immonen (31.), ließen vom gleichen Spieler das 1:4 folgen. Als zwei Zuger (Alatalo und Schlumpf) auf der Strafbank saßen, konnte Rathgeb (Fribourg) verkürzen aber die starke Zuger Defensive ließ wirkliche Großchancen nicht mehr zu. 15 Sekunden vor Ende ließ dann Klingberg das Spiel mit dem fünften Gästetor ausklingen.

EHC Biel – EHC Kloten  4:2 (2:1, 1:1, 1:0)

5300 Fans in der Bieler Tissot-Arena sahen zwei gleichwertige Teams, von denen die Klotener optisch etwas stärker wirkten. Indes zeigte Biel, warum es in dieser Saison so gut läuft. Defensiv stark, läuferisch verbessert und nervenstärker. So war es dann auch gegen Kloten, wobei der schnelle 2:0 Vorsprung durch Rossi und Haas natürlich wichtig war. Hollenstein (10.) konnte zwar im Powerplay verkürzen aber Biel hielt dem Gegendruck stand und antwortete mit dem 3:1 durch Schmutz (25.). Klotens Lemm (33.) machte es nochmal spannend aber das 4:2 von Dufner (54.) war schließlich die spielentscheidende Szene.

HC Lugano – HC Ambri 6:2 (2:0, 1:1, 3:1)

Im immer wieder jungen, emotionsgeladenen Tessiner Derby war diesmal Ambri vor 7.500 Fans chancenlos. Furrer und Hirschi brachten Lugano in Front. Emmerton brachte mit seinem Anschlusstor etwas Spannung in die Partie, ehe Hofmann wieder erhöhte. Im letzten Drittel waren Zackrisson, Klasen und Martinsson für den HCL erfolgreich, Monnet für den HCA.

HC Ambri-Piotta – HC Fribourg 6:3 (2:2, 1:1, 3:0)

Das Kellerderby war hart umkämpft und endete mit einem zu hoch ausgefallenen Erfolg der Tessiner. 5017 Zuschauer waren in der Valascia erschienen und sahen ein schnelles 1:0 ihrer Blau-Weißen durch Monnet (8.) Die Führung hielt ganze 60 Sekunden, dann machte Mauldin das 1:1. Exakt der gleiche Tathergang vier Minuten später. Lhotak schießt das 2:1, Birner kontert mit dem Ausgleich. Im zweiten Drittel eröffnet Rivera das Toreschießen und es steht 2:3. Fribourg kann die Führung acht Minuten verteidigen, dann gleicht Emmerton aus. Die letzten 20 Minuten beginnen gleich mit einem Paukenschlag. Ngoy schießt schon der 42. Minute das 4:3 und die geschockten Fribourger müssen zwei Minuten später gar das 5:3 hinnehmen, als Lhotak trifft. Noch vor der 50. Minute fällt bereits die endgültige Entscheidung. Zgraggen erzielt das 6:3 und damit verlässt Ambri den letzten Platz und Fribourg muss die ungeliebte Position einnehmen.

Zürcher SC – HC Davos 3:1 (2:0, 0:1, 1:0)

Alte, große Namen ziehen immer noch. Anders kann man es nicht erklären, dass zum Spiel des ZSC gegen Davos, obwohl der Gegner um die Play-off-Teilnahme kämpft, 11.200 Zuschauer ins Hallenstadion kamen. Und sie sahen einen harten Kampf, der vornehmlich im Mitteldrittel ausgefochten wurde. Trotzdem gelangen den Zürchern zwei Treffer, die vorentscheidend waren. Suter (9.) und Tschäppi (19.) waren die Torschützen. Die Abwehr des ZSC stand bombensicher und erst ein Powerplay, (Thoresen saß auf der Bank) half dem HCD zum Anschlusstor. Simion ließ seine Farben jubeln. Die Entscheidung gelang dem eben erwähnten Thoresen in der 52. Minute. Da half auch die Maßnahme von HCD-Trainer del Curto nichts, seinen Keeper Senn 54 Sekunden vor Schluss aus dem Kasten zu nehmen.

EHC Kloten – SC Bern 1:4 (0:2, 0:2, 1:0)

Der Unterschied zum Meister ist für Kloten in der Effizienz zu sehen. 22:22 Torschüsse nach 40 Minuten aber Spielstand 0:4. Plüss, Arcobello (2x) und Bodenmann hatten den SC Bern mit vier Toren Vorsprung versorgt. Lediglich Sheppard gelang fünf Minuten vor Schluss der Ehrentreffer für die tapfer kämpfenden Klotener.

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