Zürcher SC gewinnt Vorrunde und ist FavoritNLA startet in die Play-offs

Die ZSC Lions und der SC Bern stehen sich im Viertelfinale der NLA gegenüber. (Foto: Imago)Die ZSC Lions und der SC Bern stehen sich im Viertelfinale der NLA gegenüber. (Foto: Imago)
Lesedauer: ca. 4 Minuten

Im Viertelfinale kommt es zu den folgenden Paarungen:

Zürcher SC Lions – SC Bern

Der ZSC geht als hoher Favorit in die Runde mit dem Tabellenachten. Mit 98 Punkten holten sich die Zürcher den Hauptrundensieg, hatten dabei den zweitbesten Sturm und die beste Defensive. Bern dagegen konnte sich in einem furiosen Finish durch zwei Siege gegen Genf (4:1) und Lausanne (3:2) am Ende gegen Lausanne und Ambri durchsetzen und leistete sich am Vorrundenende sogar noch ein 3:5 ohne Konsequenzen in Fribourg. Etwas gehandicapt sind die Zürcher auf der Torhüterposition. Mit Leimbacher und Flueler fallen gleich zwei Keeper wegen Verletzungen aus. Dann muss wohl Thomas Bäumle alleine die Play-offs stemmen, leicht unterstützt von Niklas Schlegel. Im Sturm fehlt lediglich noch Dan Fritsche. Bei den Bernern sind zwar beide Torhüter fit, dafür fehlen mit Blum und dem Finnen Kousa zwei gestandene Abwehrkräfte. Außerdem muss der SCB auf die Stürmer Kobasew, Hischier und Smith verzichten. Damit fehlen vier Leistungsträger und das wird entscheidend sein.

Hockeyweb-Tipp: 4:1 für den ZSC

HC Davos – Kloten Flyers

Die Runde könnte hochinteressant werden. Der Titelverteidiger trifft auf das Play-off-Team schlechthin. Davos traf in der Vorrunde 181 Mal und hatte somit den besten Sturm. Die Abwehr zeigte mit 142 Gegentoren durchaus Schwächen, gehört aber immer noch zu den besseren Formationen.  Kloten brachte es fertig, trotz negativen Punktverhältnisses mit 154:150 Toren ein positives Trefferverhältnis aufzuweisen.  Im Sanitätsraum des HCD halten sich aktuell mit dem Slowaken Jan Brejcak noch drei Schweizer auf: Marco Forrer, Enzo Corvi und Gregory Sciaroni. Besonders der Wegfall von Brejcak und Corvi bereitet Erfolgstrainer Arno del Curto etwas Kopfzerbrechen. Bei den Flyers fehlen nur zwei Verteidiger, der Rest ist fit: der Deutsch-Schweizer Rene Back sowie mit Patrick von Gunten ein absoluter Leistungsträger. Wie stark van Gunten in Kloten angesehen ist, zeigt ein bis 2020 gezeichneter Vertrag. Auch hier ist der besser platzierte Verein der Favorit.

Hockeyweb-Tipp: 4:3

Servette Genf – HC Fribourg-Gottéron

Als im September die Fribourger die Tabellenspitze erklommen, da rechnete niemand mit einem derartigen Viertelfinale, schon gar nicht mit Genf als besser platziertem Verein. Jetzt sollte sich Genf, das eine starke Saison gespielt hat, durchsetzen können, denn die Fribourger können nicht mehr die Offensivpower einsetzen, für die sie jahrelang berühmt waren. Genf hat gegen den Kontrahenten in beiden Abteilungen besser ausgesehen (Sturm: 160:148; Verteidigung: 138:154). Bei der letzten Begegnung von beiden Mannschaften setzte sich am 26. Februar Genf klar mit 5:1 durch. Servette geht mit der kompletten Defensivabteilung ins Rennen, lediglich im Sturm fehlen mit Almond, Jacquetmet und Slater drei wichtige Stützen. In Fribourg muss Headcoach Gerd Zenhäusern je auf zwei Spieler verzichten. Die Verteidiger Andrea Glauser sowie Alexandre Picard fehlen sowie die Stürmer Pierrick Pivron und Martin Reway. Genf ist Favorit in der Runde.

Hockeyweb-Tipp: 4:2

EV Zug – HC Lugano

Überraschend musste der EVZ im Endspurt noch Davos und Genf ziehen lassen. Drei Niederlagen am Stück waren des Guten zu viel, dabei auch ein 2:3 beim Viertelfinalrivalen, wenn auch erst nach Verlängerung. Beide sind gleichstark im Sturm, in der Defensive taten sich dann doch bis jetzt Differenzen auf. Am Ende musste Zugs Abwehr mit 138 Gegentoren immerhin zwölf Tore weniger schlucken als die der Luganesi. Entscheidend im Viertelfinale kann es sein, dass Zug auf die komplette Verteidigungsreihe zurückgreifen kann. Lediglich Lukas Sieber und Nicolas Thibaudeau sind verletzt, letzterer ist dann doch schwer zu ersetzen. In Lugano ist ausgerechnet Keeper Daniel Manzato verletzt. Mit Merzlikins, dem lettischen Nationalkeeper und dem Schweden Viktor Östlund konnte guter Ersatz verpflichtet werden. Von den Abwehrspielern wird nur Allessandro Chiesa fehlen. Im Sturm fehlt noch Damien Brunner, auch er ein Leistungsträger. Auch wenn Zug knapper Favorit ist, versucht sich Hockeyweb mal am Zocken.

Hockeyweb-Tipp: 3:4

Play-down-Runde

HC Lausanne – EHC Biel

Es bleibt dabei. Lausanne tut sich mit dem Toreschießen schwer und mit 123 Toren liegt man sogar noch hinter dem Schlusslicht aus Biel (128). In der Abwehr sieht es dagegen wesentlich besser aus. 143 Gegentore gegen 175. Somit ist Lausanne deutlicher Favorit. Die Abwehr geht komplett ins Rennen, es fehlen drei Stürmer: Antonietti, Bang und Herren. Alle drei werden normalerweise erst in der zweiten Reihe genannt. Biel fehlt nur ein Verteidiger (Jelovac) und mit Spylo und Wetzel gleich zwei starke Stürmer. Das könnte sich auswirken. Lausanne ist Favorit.

Hockeyweb-Tipp: 4:2

HC Ambri-Piotta – SC Langnau

Ambri kam neun Punkte besser als der Aufsteiger über die Ziellinie, ärgerte die besser platzierten Teams aus Lausanne und Bern und wäre fast noch in die Play-offs gerutscht. Langnau hatte zwar in dieser Hinsicht keine Chance, spielte aber als Aufsteiger eine wirklich gute Saison. Trotzdem ist Ambri klarer Favorit, obwohl mit Flückiger der Stammkeeper verletzt ist. Ansonsten sind alle an Bord. Langnau fehlt mit Deny Bärtschi ein Leistungsträger in der Abwehr und der Ausfall der Stürmer Jordy Murray, Tom Gerber und Nils Berger ist schon hart.

Hockeyweb-Tipp: 4:2