ZSKA Moskau ist KHL-Champion 2019Mit Sweep gegen Omsk zum Gewinn des Gagarin-Cups

Der ZSKA Moskau hat in der KHL den Gagarin-Cup gewonnen. (Foto: dpa/picture alliance/TASS)Der ZSKA Moskau hat in der KHL den Gagarin-Cup gewonnen. (Foto: dpa/picture alliance/TASS)
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In der Meisterschaft, die vor einigen Jahren noch über 30 Mannschaften als Teilnehmer sah, verloren sich mittlerweile nur noch 25. Der Grund waren finanzielle Probleme, denn die Kader sind groß, die Qualität der Spieler stark, aber auch dementsprechend teuer und die Reisen übertreffen in den Entfernungen die der NHL deutlich. Wenn beispielsweise das europäische Aushängeschild, Jokerit Helsinki sich zu den entferntesten Orten aufmacht, dann kommen innerhalb weniger Tage schon einmal 25.000 Kilometer zusammen. Zum Glück gibt es im fernen Osten einige Teams, die man geografisch zusammenfassen konnte, sonst wären die Kosten noch erheblich höher. Wenn also Helsinki sich nach Wladiwostok am Pazifik aufmacht, dann wird auch noch im 200 Kilometer entfernten Chabarowsk und dann noch in Peking gegen Kunlun Red Star gespielt.

Den Titel nach der Vorrunde holte sich ZSKA Moskau. Die mit Nationalspielern gespickte Truppe kam auf 106 Punkte, war mit SKA St. Petersburg die einzige Mannschaft, die die 100-Punkte-Grenze knacken konnte. Die weiteren Divisionssieger waren Automobilist Jekaterinburg mit 95 Zählern und Barys Astana mit 86 Punkten. Der spätere Finalist Avandgard Omsk kam hinter Astana mit 83 Punkten durchs Ziel. Das bereits erwähnte Team von Jokerit Helsinki spielte eine starke Saison in der Bobrov-Division, die wiederum zur Western Conference zählt und erreichte in der Gruppe Platz zwei hinter St. Petersburg. Das westlichste Team der Liga, der slowakische Verein Slovan Bratislava, belegte mit nur 33 Punkten in der Tarasov-Division der Western Conference den letzten Platz und war auch die schlechteste Vertretung der gesamten Liga.

Im Finale trafen ZSKA Moskau und Avandgard Omsk aufeinander. ZSKA hatte sich in der ersten Runde, die bereits am 26. Februar begann, mit Witjas Podolsk auseinanderzusetzen, konnte sich aber mit einem Sweep (4:0, 6:2, 3:1, 3:1) durchsetzen. In Runde zwei wartete Lokalrivale Dynamo Moskau auf ZSKA und die Dynamos konnten dem ZSKA wenigstens einmal bezwingen. Am Ende hatte sich aber der Armeeklub mit 4:1 Siegen (4:1, 0:1, 4:0, 2:1, 3:2) durchgesetzt. Jetzt wartete im West-Conference-Finale SKA St. Petersburg und diese Serie wurde, was sich im Nachhinein auch bestätigte, als das wahre KHL-Finale gesehen. ZSKA gewann die beiden ersten Heimspiele mit 2:1 und 3:1, unterlag in St. Petersburg mit 1:2 und 1:3, gewann dann mit 3:0, unterlag an der Neva mit 2:3, um im finalen vierten Heimspiel den Favoriten beim 3:1 endgültig zu eliminieren und ins Finale einzuziehen.

Avandgard Omsk begann die Play-offs ebenfalls mit einem Sweep. Ex-Meister Ak Bars Kasan hatte beim 0:4 (0:6, 3:6, 1:4, 2:3) keine Chance. Dann folgte Barys Astana. Immerhin hatten die Kasachen Omsk in der gleichen Gruppe mit drei Punkten abgehängt, aber im Gruppenfinale setzte sich der Tabellenzweite mit 4:1 Siegen (3:1, 2:4, 5:0, 3:1, 5:3) durch. Im Conference-Finale wartete Salawat Julajew Ufa auf Omsk. Mit 4:2 Erfolgen (4:3, 4:1, 1:5, 4:2, 2:3, 1:0) setzte sich Omsk durch und traf nun im KHL-Finale auf ZSKA Moskau.

In diesem Finale zeigte sich ZSKA, wie es bereits der Sweep vermuten lässt, überlegen. Die beiden Auftaktheimspiele konnten mit 5:2 und 3:0 gewonnen werden. Es folgte ein 2:0 in Omsk und lediglich in der letzten Begegnung wurde des richtig spannend. In der mit 10.318 Zuschauern komplett ausverkauften Omsker Eisarena zeigte sich Avandgard kampfbereit, wollte sich nicht mit einem Ausscheiden nach bereits vier Spielen zufrieden geben und ging noch im ersten Drittel mit 2:0 nach Toren von Sergei Shumakov (13.) und dem kanadischen Verteidiger von Omsk Cody Franson (17.) in Führung. Kurios dabei das Tor von Shumakov, war dieser vor der Saison von ZSKA zu Omsk gewechselt. Wie angegriffen die Nerven in dieser Situation von ZSKA waren, zeigte der Ausschluss von Anton Slephyshev, der nach einem Schlittschuhtritt von den Schiedsrichtern unter die Dusche geschickt wurde. Im zweiten Drittel verkürzte dann Konstantin Okulov (24.) auf 1:2 und in der 58. Minute konnte Okulov das Ergebnis mit seinem zweiten Tagestor ausgleichen. Dazwischen gab es noch eine Schrecksekunde für Omsk, als ZSKA-Stürmer Grigorenko dem Omsker Verteidiger Yemelin bei einem Schlagschuss den Helm vom Haupt säbelte. Zum Glück gab es keinen Kieferbruch oder schlimmeres von Yemelin zu vermelden. Danach ging es in di Verlängerung und hier war Maxim Mamin der „Mann des Tages“, weil ihm das Siegestor für ZSKA Moskau gelang.


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