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Berlin Capitals - Back to the RootsBerlin Capitals - Back to the Roots
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Der Stellenwert des Eishockeys in Polen scheint nicht besonders hoch zu sein. Das vierte Finalspiel der Serie “best of seven” zwischen dem Vorrundenbesten GKS Kattowitz und dem späteren Meister Unia Auschwitz musste bereits am Nachmittag beginnen, weil am Abend eine Hundeausstellung in der schmucken Spodek-Halle in Kattowitz stattfand. Das entscheidende siebte Match, ebenfalls in Kattowitz, ging in der kleinen Halle über die Bühne. An den Fenstern vor der Halle drückten sich Unmengen von Fans die Nasen platt, während die Fläche in der wie ein UFO aussehenden Spodek-Halle, Schauplatz mehrerer B-Weltmeisterschaften sowie der A-WM 1976, unbenutzt blieb. Frust bei den polnischen Kollegen über den deuschen Schiedsrichter Gerhard Lichtnecker, der die heutige Partie, besser gesagt, das “Geisterspiel” der Männer aus Schlesien und Danzig gegen die Ukraine leitete. Es sah in der Tat mitunter so aus, als wären die Ukrainer in einigen Situationen besser weggekommen als ihre Gegner. Auch Stadionsprecher Jan Ljungberg schien nicht auf dem Posten. Bei den ersten beiden Strafen gegen ukrainische Spieler gab er jeweils die den Rückennummern entsprechenden polnischen Akteure an. Der Mensch ist halt ein Gewohnheitstier. Tomasz Mieszkowski, der dem Vernehmen nach gern in Weisswasser bleiben würde (“das sieht da so ähnlich aus wie in Polen”), wenn die finanziellen Probleme ausgeräumt sind, bemerkte nach dem Spiel: “Wir hatten genug Torchancen, aber wenn du nicht triffst, kannst du nicht gewinnen.”

Auch beim Match der beiden Alpenlandvertreter Slowenien und Österreich waren die drei Unparteiischen nicht immer auf der Höhe: Viermal waren zu viele Spieler auf dem Eis. Einmal bemerkte es der ansonsten recht unbedarfte Hauptschiedsrichter, einmal ein Linienrichter, während die Slowenen bei ihren Vergehen zweimal ungeschoren davon kamen. Ein Unterschied auch beim Faninteresse: Die Slowenen besetzten einen ganzen Block, die Österreicher reisten mit dem “harten Kern” von nicht einmal zwei Dutzend Unentwegten an, die gegen Ende der Partie jedoch ihre zahlreicheren Kontrahenten aus dem Nachbarland übertönten.

Christoph Brandner, seit zwei Jahren in Diensten der Krefeld Pinguine, hatte für die ersten mehr als schwachen 40 Minuten eine plausible Erklärung. “Wir sind im Umbruch; viele der gestandenen Akteure wie Wheeldon oder Searle sind nicht mehr dabei. Und die Jungen sind nervlich noch nicht so gefestigt.” Vor zwei Jahren bei der WM in St. Petersburg lagen die Österreicher auch mit 1:3 zurück. Und trotzdem gelang ihnen gegen die Ukraine letztendlich ein 4:3, das den Verbleib in der A-Gruppe sicherte.

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