Wechselt Jaromir Jágr im Sommer zu Sparta Prag? Spekulationen um Zukunft des Superstars

Um die Zukunft von Jaromir Jágr ranken sich wilde Gerüchte - vielleicht bleibt er aber auch einfach in Kladno. (dpa/picture alliance)Um die Zukunft von Jaromir Jágr ranken sich wilde Gerüchte - vielleicht bleibt er aber auch einfach in Kladno. (dpa/picture alliance)
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Dem scheinbar endlosen Buch „Der alte Mann und der Puck“ wird wohl auch in der kommenden Saison – wie auch immer sie aussehen mag – ein weiteres Kapitel hinzugefügt. Nur der Name steht noch nicht fest. Jüngster Titelvorschlag: Sparta Prag! Der Club, bei dem Ex-Nationaltrainer Uwe Krupp in der vergangenen Saison seinen Hut als Cheftrainer nehmen musste, scheint einigen tschechischen Medienberichten zufolge an der Verpflichtung der Eishockey-Ikone interessiert zu sein.

Prompt folgten natürlich die Dementis der Verantwortlichen. Ein Sparta-Sprecher wird sinngemäß zitiert: „Letzte Woche sollte Jaromír für Třinec spielen, diese Woche für Sparta. Wir sind gespannt, für welchen Extra-League-Club er nächste Woche spielen wird.“ Damit dürfte er nicht allein stehen.

Leader und Nationalheld mit ungewisser Zukunft

Denn dieser Mann ist einfach ein Großereignis: zuvorderst natürlich einer der „Greatest Of All Times“ in diesem Sport, der in seiner einzigartigen Karriere kaum eine Trophäe ausgelassen hat und beispielsweise Mitglied im elitären Triple Gold Cold, dem etwa 30 Spieler - und Coach Mike Babcock – angehören, die in ihrer Karriere Stanley Cup-Champion, Weltmeister und Olympiasieger wurden. Zudem ist er ein Charakterkopf, ein Leader mit unglaublichen Charisma – und vielleicht auch einem nicht ganz kleinen Ego.

Ob nun Sparta oder Třinec, es wird auf jeden Fall spannend, wo Jágr im nächsten Jahr auf das Eis gehen wird. Andere Spekulationen gehen auch in die Richtung, dass er seinem Heimatclub Kladno treu bleibt, dessen Präsident und Finanzier er bekanntermaßen ist.

Kladno oder Prag - oder beides?

Dagegen spricht jedoch eine Äußerung Jágrs nach dem Aufstieg Kladnos im vergangenen Jahr, dass er nicht noch ein Jahr in der zweithöchsten tschechischen Spielklasse – bei seinen Fähigkeiten für ihn wohl so eine Art Vollkontakt-Hobbyliga – hätte zubringen wollen. Nach dem direkten Wiederabstieg seiner „Ritter“ würde dies gegen einen Verblieb in der mittelböhmischen Industriestadt sprechen.

Eine ganz wilde Variante findet sich ebenfalls in den Web-Weiten: Demnach soll er in Kladno bleiben, aber die Heimspiele für Sparta bestreiten. Womöglich ein Übersetzungsfehler – aber Fakt ist auch: Wenn jemand so einen Wahnsinns-Deal durchziehen kann, dann die ewige Nummer 68.

Sparta hätte dann wahrscheinlich eine Stadionauslastung von rund 125 Prozent, wenn, ja wenn, in der nächsten Spielzeit überhaupt Fans in die Arenen pilgern können, um ihren Nationalhelden auf dem Eis zu bewundern. Ob in Kladno, Prag oder wo auch immer.

„International Central European“
Neuer Name für die bisherige EBEL gefunden: ICE Hockey League

​Am Wochenende war es endlich soweit. Nachdem schon vor Monaten klar war, dass die bisher unter dem Namen EBEL länderübergreifende österreichische Liga den Namen auf...

Alle Erstligisten mit lösbaren Aufgaben
Erste Runde im Schweizer Pokal ausgelost

​Am Wochenende wurde die erste Runde des Schweizer Eishockey-Pokals ausgelost. Das Sechzehntelfinale findet dabei nach regionalen Gesichtspunkten – gemäß aktuellem P...

Auch Verschiebung der Olympia-Qualifikation fix
IIHF bestätigt A-WM-Verschiebung um zwei Wochen

​Der Eishockey-Weltverband IIHF hat am Montag beim virtuellen IIHF-Kongress die Verschiebung der A-Weltmeisterschaft 2021 in Riga/Lettland und Minsk/Weißrussland um ...

Bewerbung für 2026, 2027 und 2028 geplant – Geschäftsjahr 2020 „mit schwarzer Null“
DEB nimmt neue WM-Bewerbung ins Visier

​Der Deutsche Eishockey-Bund ist finanziell auf „einem guten Wege“ und nimmt eine neue WM-Bewerbung ins Visier. Bei der virtuellen DEB-Mitgliederversammlung am Samst...

Neuer Vermarktungsvertrag
CHL ab 2023/24 mit nur noch 24 Teilnehmern

​Auch in den Sommerzeit blieben die Gesellschafter der Champions Hockey League nicht untätig. Immerhin stand ein neuer Vertrag mit der international agierenden Verma...

Italienischer Nationaltorwart über die aktuelle Situation und seine Zeit in Finnland
Andreas Bernard: „Ein Traum wäre es in der DEL zu spielen.“

Andreas Bernard kommt aus einer Eishockey Familie, sein großer Bruder ist Kapitän des zweimaligen EBEL Meisters HC Bozen, er selbst spielt seit vielen Jahren im Ausl...