Viertelfinal-Sensation in der NLADer Achte aus Bern wirft Hauptrunden-Meister ZSC raus

Der SC Bern (gelbe Trikots) beförderte die ZSC Lions auf den Boden der Tatsachen. (Foto: Imago)Der SC Bern (gelbe Trikots) beförderte die ZSC Lions auf den Boden der Tatsachen. (Foto: Imago)
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Zürcher SC – SC Bern 0:4 (3:4, 1:2, 3:4, 0:3)

Die Sensation ist perfekt. Bereits der Auftakt in die Play-offs verlief für den ZSC nicht gerade erfolgreich. Zwar gelang gleich nach 40 Sekunden dem ZSC die Führung durch Ryan, aber dann erzwang Bern ein offenes Spiel, führte fünf Minuten vor Schluss schon mit 3:2, ehe Zürichs Bergeron noch der Ausgleich gelang. Im Penaltyschießen war dann der SCB erfolgreicher. Beim ersten Heimspiel der Berner vor natürlich 16.200 Zuschauern startete wieder Zürich besser. Nilsson verwertete einen Abpraller von Berns Keeper Stepanek zum 0:1. Den Ausgleich erzielte Randegger erst in der 35. Minute im Powerplay. Den Siegestreffer für die Hauptstädter markierte schließlich Scherwey in der 45. Minute nach einem perfekten Alleingang. In Spiel drei stand daher der ZSC unter einem unheimlichen Erfolgsdruck. Das Problem schien verstanden, starteten man mit einer schnellen 2:0-Führung. Beide Tore gingen auf das Konto von Herzog, eigentlich einem Mann aus der dritten Reihe. Wer jetzt gedacht hatte, dass das die Wende war, wurde eines Besseren belehrt. Ebbett und Berger glichen innerhalb von drei Minuten aus. Helbling brachte schließlich den SCB sogar in Führung, aber bereits im Gegenzug glich Blindenbacher aus. Die Entscheidung fiel erst in der 68. Minute. Ebbett nutzte einen Konter zum 3:4. Jetzt konnte die finale Entscheidung bereits am 10.3. fallen – und sie fiel. Der sich in Topform befindende Ebbett schoss schnell das 1:0. Berger folgte in der 29. Minute und schließlich beendete Rüfenacht mit seinem 3:0 alle diesjährigen Zürcher Meisterschaftshoffnungen.

HC Davos – Kloten Flyers 4:0 (4:1, 5:3, 3:1, 4:1)

Hockeyweb hatte vor der Serie den HCD mit 4:3 vorne gesehen. Eigentlich von der Tendenz her richtig, nur dass es nicht sieben Spiele wurden sondern ein „Sweep“. Von Anfang an lief es bei den Davosern rund. Bereits im ersten Spiel gab es ein verdientes 4:1. Auch im Rückspiel in Kloten schien Davos den besseren Start hinzulegen. Schnell stand es durch Ambühl 0:1. Kellenberger glich für Kloten aus, Wieser brachte den HCD wieder mit 2:1 in Führung. Kolarik schaffte mit einem Tricktor über die Schulter von HCD-Keeper Genoni erneut den Ausgleich. Dann schaffte Frick sogar die einzige Klotener Führung während der gesamten Viertelfinalserie beider Mannschaften. Der Jubelzustand der Klotener Fans dauerte jedoch ganze sechs Sekunden, dann glich der Schwede Lindgren mit einem haltbaren Schuss über die Schulter von Klotens Keeper Boltshauser aus. Wieser schoss schließlich das 3:4 und den Endstand besorgte Picard mit einem Empty-Netter. In Spiel drei startete der HCD mit dem 1:0, erzielt von Ambühl. Setoguchi legte noch im Anfangsdrittel zum 2:0 nach. Ein Lebenszeichen von Kloten gab es in der 57. Minute. Frick verkürzte zum 1:2 aber wiederum ein Empty-Netter, diesmal von Lindgren besiegelte den HCD-Sieg und für die Klotener das Problem, in Spiel vier unbedingt siegen zu müssen. Wieder ließen die Flyers jede Gefährlichkeit vor dem Tor des Gegners vermissen. Die Brüder Dino und Marc Wieser schossen den favorisierten HCD mit 2:0 in Führung. Der Anschluss fiel wiederum erst in der 57. Minute. Sheppard war für das 1:2 verantwortlich. Den Endstand markierten zwei Empty-Netter, erzielt von Dino Wieser und Lindgren.

Servette Genf – HC Fribourg-Gottéron 3:1 (3:1, 4:3, 4:1, 0:3)

Die einzige Serie, die bis jetzt noch nicht entschieden ist. Allerdings spricht fiel für ein Weiterkommen von Genf. Bereits Spiel eins war eine klare Angelegenheit. D‘Agostini, Kast und Lombardi schossen Genf mit 3:0 in Führung, ehe Gottéron-Stürmer Sprunger in der letzten Minute im Powerplay wenigstens noch den Ehrentreffer erzielten konnte. Im Rückspiel passierte Fribourg das gleiche wie Zürich in der anderen Serie, nur noch heftiger. Genoway und Mauldin schossen schnell das 2:0 heraus. Als Schilt gar das 3:0 gelang, schien die Partie gelaufen, aber Servette nutzte zwei Schwächen der Gottéron-Defensive zum 3:2. Den Ausgleich schaffte Mauldin 40 Sekunden vor Schluss und um die Strafe für die Fribourger endgültig zu finalisieren, erzielte Jacquemet in der 75. Minute sogar das Genfer Siegestor. Spiel drei war wieder eine klare Sache für Genf. Rod und d‘Agostini brachte Genf mit 2:0 in Führung. Fribourgs Kilian schaffte das 2:1, ehe Traber und wiederum d‘Agostini bereits vor der 40. Spielminute für den Endstand sorgten. Ganze 34 Minuten mussten die Fans beider Teams auf das erste Tor warten, dann erlöste Abplanalp die HCF-Fans mit dem 1:0. Genoway erhöhte schnell auf 2:0, mit dem Empty-Netter zum 3:0 von Pouliot warte Fribourg seine Chancen auf das Halbfinale, auch wenn bis dahin noch drei Siege fehlen.

EV Zug – HC Lugano 0:4 (1:2, 2:4, 2:5, 4:5)

Vor der Serie behauptete Hockeyweb, dass trotz der Favoritenstellung Zugs der Gegner Lugano mit 4:3 Siegen die Nase vorn haben würde. Auch hier stimmte das Endergebnis, aber mit einem „Sweep“ Luganos konnte keiner rechnen. Beim Auftakt brachte Bertaggia Lugano in Führung, Holden glich zum 1:1 aus. Das Endergebnis erbrachte das Penaltyschießen. Im Rückspiel blieb es eine spannende Partie bis zum Schluss. Erst das 4:2 von Kienzle in der 53. Minute war die endgültige Entscheidung. In Spiel drei war der Zugzwang für Zug zu hoch. Nach sechs Minuten stand es bereits aus Sicht von Zug 0:2 durch Vauclair und Bertaggia. Dann schaffte Bouchard zwar den Anschluss, aber die Luganesi ließen sich die Buttter nicht mehr vom Brot nehmen. Martensson, Furrer und Samnitz erhöhten auf 5:1, ehe Blaser wenigstens für eine Ergebniskorrektur sorgten konnte. Doch der EVZ hatte sich noch nicht aufgegeben. Am Donnerstag starteten sie mit überraschend schnellen 2:0. Hoffmann gelang kurz darauf das 1:2. Im zweiten Drittel dann der Sturmlauf der Tessiner. Wiederum Hoffmann, Ulmer und Fazzini brachten den HCL mit 4:2 in Führung. Die Zuger schafften noch im Mitteldrittel durch Blaser den Anschluss und Bouchard rettete seinen Klub drei Minuten vor Spielschluss in die Verlängerung. Die Träume des EVZ zerstoben schließlich zwanzig Sekunden nach dem Ausgleich, als Brunner eine Zuger Unsicherheit in der Abwehr mit dem 5:4 bestrafte.

Damit geht nur noch eine Partie in die Verlängerung. Servette Genf trifft am Samstag (12.3.) auf Fribourg und ist durch das Heimrecht eindeutiger Favorit.

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