Unklarheiten um Heatley-Transfer

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Noch nicht ganz unter Dach und Fach ist der Transfer von Dany Heatley zum SC Bern - kein Wunder möchte man beim Klub keinen Kommentar abgeben. Bestätigt ist bislang einzig, dass der Atlanta-Star und der SC Bern sich grundsätzlich über das Engagement geeinigt haben. Über Vertragsdetails konnte sein Agent Stacey McAlpine noch keine Angaben machen. "Diese sind noch in Arbeit", so der Kanadier, der auf eine Bestätigung aus Bern wartet, bevor er über mehr als die grundsätzliche Vereinbarung spricht. Der Spieler sollte wie Brière dieses Wochenende noch in die Schweiz reisen, womit ein Einsatz gegen Rapperswil aber nicht ganz sicher ist. Die Vertragsdauer geht laut nordamerikanischer Presse über diese Saison mit Lockout-Klausel. Die Berliner Zeitung "Tagesspiegel" berichtet jedoch für ihre morgige Ausgabe von einer Einigung über fünf Spiele.

Beides dürfte beim SCB wohl im Bereich der bisherigen Erfahrungen liegen. Dass man in Berlin über Heatleys Transfer in Kenntnis zu sein scheint, hat ebenfalls seinen Grund: Der Eisbären Berlin-Manager und gleichzeitig Assistent des Schweizer Nationaltrainer Ralph Krueger, Peter John Lee, stand seit der WM im Mai mit dem Deutsch-Kanadier Heatley in Kontakt, der damals in Prag für einen Aufenthalt in Berlin nach einem Hotel nachgefragt hatte. Der DEL-Klub hätte Heatley unter Vertrag nehmen wollen, wurde jedoch wie bis vor kurzem Servette am Engagement eines Lockout-Spielers gehindert. Dass nun am Dienstag bei Servette mit Derek Armstrong eine Ausnahme gemacht wurde und man durch das Verbot gleichzeitig Heatley an Bern verloren hat, stößt den Berlinern sauer auf, ist doch Heatley der weltbeste Eishockey-Spieler mit deutschem Pass.

Heatley wurde in Freiburg, eine knappe Autostunde von der Grenze in Basel, geboren. Sein Vater ist Kanadier aus Calgary, spielte von 1980 bis 1984 für Freiburg in der 1. Bundesliga, davor drei Jahre für Riessersee. Seine Mutter stammt aus Berlin und die Grossmutter wohnt heute noch in Freiburg. Für wie lange Heatley mit dem Status eines EU-Spieler unter Vertrag genommen wird und wann er auflaufen kann, bleibt also noch abzuwarten. Beim SC Bern wird man bis zur Klärung der Details und der Ankunft des Spielers weiter schweigen. (hockeyfans.ch)