Tschechien: Ivan Hlinka wieder Nationaltrainer

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Das Trainersterben nach der Weltmeisterschaft in Prag hat begonnen. Nach dem deutschen Bundestrainer Hans Zach, der seinen Vertrag nicht verlängerte, ist nun auch der Chefcoach des im Viertelfinale ausgeschiedenen Gastgebers und Toppfavoriten Slavomir Lener

zurückgetreten (worden). Sein Nachfolger in Prag wurde die Lichtgestalt des tschechischen Eishockeys, Ivan Hlinka. Noch am Montag hatte Hlinka den Job abgelehnt, da er plante nach Russland zu gehen, wo man die höchsten Gehälter in Europa zahlt. Doch dann folgte er doch dem Ruf des Vaterlandes, das nach der nicht gerade erfolgreichen WM im eigenen Land in Not geraten ist. Ivan Hlinka ist als Spieler und als Trainer der Erfolg immer treu geblieben. Man könnte ihn mit der Fußball-Lichtgestalt Franz Beckenbauer vergleichen.

Der Spieler Ivan Hlinka

Der am 26.1.1950 in Most (CSSR) geborene Mittelstürmer begann seine Karriere bei CHZ Litvinov, wo er bis auf einen kurzen Abstecher nach Trencin, in 16 Jahren 544 Spiele bestritt und 347 Tore erzielte. Von 1981 bis 83 war er „offiziell“ beim NHL-Team Vancouver Canucks, mit dem er es bis ins Stanleycup-Finale schaffte. Er bestritt 165 NHL-Spiele. Inter-national war er besonders erfolgreich. Er nahm an acht Weltmeisterschaften und zwei Olympischen Spielen (1972,1976) teil. Nie kehrte der Center Ivan Hlinka ohne Medaille zurück. Je eine Olympia Silber- und Bronzemedaille, drei WM-Goldmedaillen in den Jahren 1972, 1976 und 1977. Dazu vier WM-Silber- und zwei Bronzemedaillen. Dazu eine Kiste von Medaillen der damals noch ausgespielten Europameisterschaft.

Der Trainer Ivan Hlinka

Seine Trainerkarriere begann er in Litvinov. 1989 löste er für einige Monate Josef Capla in Freiburg (Bundesliga) ab. Als Vereinstrainer war er einer der wenigen Europäer, die den Sprung in die NHL schafften. 1999-2001 war er Chefcoach des NHL-Teams Pittsburgh Penguins. Die großen Erfolge als Trainer hatte er mit dem tschechischen Nationalteam.

1991 begann er beim Canada Cup. Danach folgten die Olympia-Bronzemedaille 1992, die WM-Bronzemedaillen 1992 und 1993 und nach einer Pause auch die von 1997. Der Höhepunkt auf dem Weg zur Unsterblichkeit war der Olympiasieg 1998 in Nagano. 1998 folgte noch eine WM-Bronzemedaille. Dann die NHL-Jahre bei Pittsburgh – und nun die Rückkehr zu seinem Nationalteam, das er schon beim World-Cup in diesem Jahr betreuen wird. Dann folgt die Vorbereitung auf Wien 2005. (Horst Eckert)

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