Tschechen in Österreichs EBEL?

Tschechen in Österreichs EBEL?Tschechen in Österreichs EBEL?
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Die Orli Znojmo jubeln gar schon, geben auf ihrer Homepage den Wechsel von der 1. Liga Tschechiens – das ist nach der Extraliga die zweithöchste Spielklasse im Land des zwölffachen Weltmeisters (die Titel der Tschechoslowakei einmal dazu gerechnet) – in die längst internationale „Erste Bank Eishockey Liga“ (EBEL) aus Österreich bekannt.

Noch ist es aber nicht so weit. „Das Team aus Znojmo hat alle Vorgaben und Garantien erfüllt, noch fehlt aber die Freigabeerklärung des tschechischen Verbandes“, erklärt EBEL-Ligamanager Christian Feichtinger gegenüber Hockeyweb.de. „Bis Donnerstag muss das mit der IIHF und dem tschechischen Verband abgeklärt sein“, setzte Feichtinger eine klare Deadline. „Letztlich muss uns der Österreichische Eishockey-Verband sagen, ob es geht oder nicht.“

Nicht zu Unrecht sieht Feichtinger im Interesse der Tschechen einen Beweis dafür, „dass unser Produkt attraktiv ist“. Quasi etwas wie die kostengünstigere Variante zur Deutschen Eishockey-Liga oder zur tschechischen Extraliga. Denn auch der EHC München war vor seinem DEL-Einstieg ein Thema in der EBEL, nun sind es die „Adler“ (das ist die Bedeutung von Orli) aus Znojmo. 2009 hatten die Orli ihre Extraliga-Lizenz zurückgegeben, weil die Region wirtschaftlich eine Teilnahme an einer der europäischen Spitzenligen nicht mehr hergab. „Wir würden uns sehr über Znojmo freuen“, betont Feichtinger. Auch geographisch würde es passen. Denn Znojmo liegt nahe der österreichischen Grenze und ist nur rund 80 Kilometer von Wien entfernt. „Die Halle ist okay, das Eishockey-Knowhow ist in Tschechien ohnehin vorhanden.“

Das tschechische Team würde als elfte EBEL-Mannschaft schon die fünfte Nation in der Liga repräsentieren. Aus Slowenien sind der HK Acroni Jesenice und Olimpija Ljubljana dabei, aus Kroatien kommt Medvescak Zagreb, die knapp 6000 Zuschauer im Schnitt (!) zu ihren Spielen begrüßen können. Außerdem gehört das ungarische Team SAPA Fehérvár AV19 aus Székesfehérvár zur Liga. Sechs Teams kommen aus Österreich. Neben Meister Red Bull Salzburg spielen der Klagenfurter AC, der Villacher SV, die Vienna Capitals, die Black Wings Linz und die Graz 99ers (meist um Sponsorennamen erweitert) in der EBEL.

„Optimal wären zwölf bis vierzehn Mannschaften“, sagt Feichtinger, der unumwunden zugibt, dass er Innsbruck erneut und Dornbirn gerne in der EBEL sehen würde. „Wenn es nicht sofort klappt, dann muss man warten“, will er aber auch nicht, dass Vereine etwas übers Knie brechen. Und mit der VEU Feldkirch ist immerhin ein früherer Europapokalsieger Meister in der Nationalliga, also der zweiten Spielklasse, geworden. Interesse gibt es auch von einer Mannschaft aus der Slowakei und einem weiteren Team aus Ungarn. „Es müssen aber auch die sportlichen und wirtschaftlichen Mindestvoraussetzungen stimmen“, sagt der EBEL-Ligamanager. So könnte er sich vorstellen, dass die Ungarn, dabei handelt es sich wohl um Dunaújvárosi Acélbikák, zunächst einmal in der zweiten Liga Österreichs an den Start gehen.

Zunächst aber gilt es abzuwarten, ob die tschechischen Adler künftig in der EBEL spielen dürfen. Die kommende Woche wird es zeigen.


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