Titel geht nach 51 Jahren Pause wieder nach Brünn Überraschung in Tschechien

Jubel in Brünn: Der HC Kometa sichert sich den Titel in der tschechischen Extraliga. (Foto: dpa)Jubel in Brünn: Der HC Kometa sichert sich den Titel in der tschechischen Extraliga. (Foto: dpa)
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Und es gab noch eine Sensation. Kometa Brünn war nämlich keineswegs als Favorit in die Play-offs gegangen. Diese Rolle hatten Liberec, das mit 103 Punkten durch die Ziellinie gegangen war, sowie Trinec (98) und Sparta Prag (94) inne.

Genau dieses Team aus Prag war dann im Viertelfinale chancenlos, wurde von Kometa mit einem Sweep aus dem Weg geräumt. Liberec wurde in dieser Runde seiner Favoritenrolle noch gerecht, gewann gegen den Tabellenneunten Pilsen mit 4:2. Trinec dagegen, Vorrundenvizemeister musste mit einem schmachvollen 2:4 gegen den Siebten Chomutov die Segel streichen. Das einzige Team, das seiner Favoritenrolle wirklich gerecht wurde war HK Mountfield Hradec Kralove. Der Tabellenvierte besiegte seinen Tabellennachbarn Litvinov überraschend deutlich mit 4:1.

Im Halbfinale schien Liberec seine Überlegenheit zu bestätigen, auch wenn Gegner Chomutov sich wehrte, die Serie immerhin über sechs Spiele ging. Mit dem gleichen Gesamtergebnis setzte sich Kometa Brünn gegen Mountfield HK Hradec Kralove durch.

Die Finalserie begann sogleich mit einem Paukenschlag. Kometa gewann das erste Spiel in der Höhle des Löwen mit 4:3, wobei vor allem die Nervenstärke überraschte. Liberec ging nämlich schnell mit 2:0 in Führung, um dann innerhalb von nur 40 Sekunden den Ausgleich zu kassieren. Als dann auch noch Malec zwei Sekunden vor der ersten Drittelsirene für die Gäste traf, war es in der mit 7500 Zuschauern ausverkauften Halle still. Zwischen der 26. und 30. Minute kam es dann bereits zur Entscheidung. Zunächst glich Bulir aus und vier Minuten später gelang Mallet sogar ein Shorthander für Kometa. Danach machte Brünn hinten dicht und selbst die Herausnahme von Keeper Will brachte Liberec keinen Erfolg.

Auch im zweiten Heimspiel musste sich Liberec geschlagen geben, diesmal erst nach Verlängerung und wieder zeigte sich Kometa mehr als ebenbürtig. Dreimal ging Brünn in Führung, dreimal gelang Liberec der Ausgleich. Das entscheidende Tor für die Gäste markierte Kvapil in der 65. Minute. Damit war der Vorrundensechste mit 2:0 in Führung gegangen und jetzt standen sogar noch zwei Heimspiele auf dem Programm.

Und es kam, wie es kommen musste. Die „weißen Tiger“ waren zahn- und willenlos, hatten keine Kraft mehr um zurückzuschlagen und die die Partie endete locker 3:0 für Brünn. Zuerst traf der Alt-internationale Defender Kovacik und noch in der gleichen Minute Kvapil. Damit waren dem Gast die Reißzähne gezogen und als Liberec-Trainer Filip Pesan zwei Minuten vor Schluss seinen besten Mann, Keeper Will vom Eis nahm, nutzte Zatovic bereits nach wenigen die einmalige Chance und schoss das dritte Tor.

In Spiel vier wollte Kometa natürlich den Sack zu machen. Liberec wehrte sich, konnte das erste Drittel mit einem 0:0 beenden aber dann brachen die Dämme. Kvapil, Mallet, Hascak und Erat bei zwei Gegentoren von Krenzelok und Valsky schossen ein bequemes 4:2 heraus. Im dritten Drittel rannte Liberec verzweifelt an, musste aber in der 59. Minute durch einen Empty-Netter von Krejcik sogar noch das 5:2 hinnehmen. Danach kannte der Jubel der anwesenden 7700 Fans in der DRFG-Arena keine Grenzen mehr.

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