Timo Pielmeier wechselt doch zu den St. John’s Fog Devils

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Vor Wochen sagte Timo Pielmeier noch gegenüber Hockeyweb: „Ziemlich sicher werde ich nicht zu den Fog Devils gehen“. Aber bereits die ersten Gespräche seines Agenten Rowley Thompson mit den Verantwortlichen des QMHL-Teams sowie Konsultationen mit den San José Sharks, die den talentierten Deutschen im Juni beim NHL-Entry Draft gezogen hatten, ließen das Blatt sich doch noch zugunsten der Fog Devils wenden. Das Team aus der kanadischen Provinz Neufundland und Labrador hatte sich die Dienste des jungen Goalies beim wenige Tage später stattgefundenen CHL Import Draft an Position 12 gesichert.

Ein zweitägiger Besuch in St. John’s tat letztlich sein Übriges: „Nach dem Rookie Camp in San José, was übrigens super für mich lief, bin ich rüber nach St. John’s geflogen, um mir alles anzuschauen. Zu jedem Zeitpunkt gab man mir das Gefühl, mich dort unbedingt haben zu wollen. Ich wurde von Real Paiement, der zugleich General Manager und Head Coach der Fog Devils ist, in der Geschäftsstelle empfangen. Er versicherte mir, dass man große Hoffnungen in mich setzen würde. Und vor allem, dass ich dabei helfen könnte, die Fog Devils sportlich erfolgreicher zu machen. Zuletzt waren sie in der Liga ja eher unten in der Tabelle zu finden. Das soll sich ab kommender Saison deutlich ändern“.

„Ich rechnete ja eigentlich damit“, gesteht Timo Pielmeier, „beim Import Draft von einem anderen CHL-Team gezogen zu werden. Deshalb hat mir St. John’s auf den ersten Blick nicht so zugesagt“. - Die Verantwortlichen bei den Fog Devils ließen jedoch tatsächlich nichts aus, Timo Pielmeier während seines Besuchs von einem Wechsel nach St. John’s zu überzeugen: „Ryane Clowe, der aktuell für die Sharks in der NHL spielt und in St. John’s geboren wurde, zeigte mir die Arena, Umkleideräume und alles was dazu gehört. Außerdem schwärmte er davon, wie groß die Begeisterung der Menschen in St. John’s für ihr Team ist. Es ist eine richtige Hockeystadt. Schließlich war dort bis vor einiger Zeit das Farmteam der Toronto Maple Leafs zu hause“, erzählt der gebürtige Deggendorfer nun doch ziemlich begeistert.

Wieder zurück in Deutschland war Eisbären-Manager Peter John Lee einer seiner ersten Ansprechpartner, von ihm holte sich Timo Pielmeier weiteren Rat ein: „Ganz ehrlich, ich habe schon noch einige Tage lang nach meiner Rückkehr überlegt, was ich tun soll. Auch in Berlin gibt es ja Klasse Voraussetzungen für junge Spieler, sich bestens weiter zu entwickeln. Doch auch Peter John Lee riet mir zu, es drüben in der Juniorenliga zu versuchen. Wenn es nicht läuft, meinte er, kann ich aber jederzeit nach Berlin zurückkommen“.

Und wie geht es nun weiter? Auch das weiß der erst vor kurzem 18 Jahre alt gewordene Bayer bereits: „Zunächst werde ich mit der U20-Nationalmannschaft nach Tschechien reisen. Danach geht es bald nach St. John’s, auch um endlich meine Gastfamilie kennen zu lernen, bei der ich dann untergebracht sein werde. Anfang September nehme ich in San José an einem Rookie-Turnier mehrer NHL-Teams teil. Das und alles andere wird eine spannende Sache und ich will die Chance unbedingt nutzen, der NHL immer so nah wie möglich zu sein. Als Goalie der Fog Devils kann ich mich Woche für Woche mit den besten Nachwuchscracks in Nordamerika messen und das wird mir sicher dabei helfen, selbst immer besser zu werden“, sieht Timo Pielmeier all den neuen Herausforderungen optimistisch entgegen, die ihn fern der Heimat fortan erwarten.  

Matthias Eckart