Tappara Tampere holt 17. Titel in FinnlandFinalerfolg gegen Kalpa Kuopio

Tappara Tampere ist zum 17. Mal Eishockey-Meister in Finnland. (Foto: dpa)Tappara Tampere ist zum 17. Mal Eishockey-Meister in Finnland. (Foto: dpa)
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Die zugedachte Favoritenrolle hatte sich Tappara auch redlich verdient, war die Mannschaft doch mit 127 Punkten und damit mit 13 Zählern Vorsprung vor dem Tabellenzweiten TPS Turku über die Hauptrundenziellinie gerauscht. Knapp hinter Turku kamen noch Kuopio sowie Jyväskylä ins Ziel. Auch hinter dem Vierten klaffte eine extreme Lücke von 13 Punkten zu Hämeenlinna und den Pelicans Lahti.

Zunächst begannen die Play-offs mit Überraschungen und lenkten die Aufmerksamkeit des Publikums weg von Tappara. In den Pre-Play-offs setzten sich beide Underdogs durch. Ilves Tampere gewann mit 2:1 Siegen gegen Ässät Pori und IFK Helsinki sogar mit 2:0 gegen Kärpät Oulu. Auch wenn die beiden letzten Begegnungen beide in die Verlängerung gingen, am Ende stand IFK in der nächsten Runde.

IFK Helsinki war jetzt im Rausch und da kam TPS Turku, der Tabellenzweite gerade recht. Am Ende standen 4:2 Siege zu Buche und die Hauptstädter hatten das Halbfinale erreicht. Kalpa Kuopio setzte sich deutlich mit 4:1 Siegen gegen die Pelicans Lahti durch und auch Jyväskylä kam in die nächste Runde. Allerdings war die Serie gegen Hämeenlinna hart umkämpft und am Ende brauchte Jyväskylä auch die vollen sieben Spiele, um sich durchzusetzen. Die gleiche Anzahl von Spielen wurde auch beim Lokalderby in Tampere gebraucht. Tappara musste sich mit dem ewigen Rivalen Ilves auseinandersetzen, wobei es durchaus witzig war, dass alle sieben Spiele in der gleichen Arena stattfanden. Dabei lag Tappara schon mit 2:3 zurück, ehe die letzten beiden Spiele mit 2:1 und 2:0 gewonnen werden konnten.

Im Halbfinale hatten dann die Streitäxte, so heißt Tappara übersetzt, wenig Mühe mit dem Sensationsteam aus Helsinki. Am Ende stand ein 4:1-Seriensieg und der verdiente Einzug ins Finale. Im anderen Gefecht standen sich Kalpa Kuopio und der Tabellennachbar JYP Jyväskylä gegenüber. Wie es zu erwarten war, kam es zu sieben harten, allerdings auch sehr fair ausgetragenen Spielen. Interessant für die Statistik: Die ersten fünf Begegnungen endeten alle mit einem Shutout, was für die Defensivstärke beider Mannschaften spricht. Erst in den letzten beiden Begegnungen konnten sich die Stürmer beider Teams etwas besser in Szene setzen, wobei Kuopio beim finalen 5:1 vor 5060 Zuschauern überraschend keine Probleme mit dem Gegner hatte.

Ganz anders und sehr überraschend für finnische Verhältnisse die Partie um Platz drei, die als „Best of One“ ausgetragen wurde. Hier setzte sich Jyväskylä mit 6:5 nach Verlängerung gegen IFK Helsinki durch. Das entscheidende Tor erzielte der slowakische Nationalspieler Michel Miklik bereits nach 45 Sekunden.

Die Finalserie begann mit einer Sensation. Auch wenn es knapp war, aber nach zwei Spielen führte der knappe Außenseiter aus Kuopio nach zwei 3:2-Erfolgen mit 2:0. Jetzt musste Tappara reagieren und der Aufschwung kam. Zuerst etwas holprig, denn Kuopio trat mit einem gehörigen Selbstbewusstsein an und dann neigte sich auch das Glück dem Favoriten zu. Ausgerechnet eine Strafe wegen zu vieler Spieler auf dem Eis für Kuopio ganze zwei Minuten vor Spielende bestrafte Verteidiger Rantakari mit dem 2:1-Siegtreffer durch einen Knaller von der blauen Linie. Jetzt musste Kuopio in eigener Halle nachlegen und diesmal versagten die Nerven. Nach 26 Minuten führte Tappara mit 4:1 und ließ sich beim letztendlichen 5:2-Sieg die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Damit stand die Serie bei 2:2 und der Favorit hatte Blut geleckt. In Spiel fünf setzte Kuopio erst einmal auf eine starke, disziplinierte Defensive. Trotzdem gelangen Nurmi im Powerplay und Karjalainen zwei Tore für Tappara. Als Keranen auf 2:1 verkürzte wurde es noch einmal spannend, aber als der junge ungarische Nationalspieler Sebok sich drei Minuten vor Schluss eine Strafe einhandelte, war das Spiel für die Gäste gelaufen. Jetzt stand Kuopio in der Pflicht, brauchte einen Sieg, um eine siebte Begegnung zu erzwingen.

Nach einem ausgeglichenen ersten Drittel brachte der Spieler des Tages, der Kanadier Parlett, Tappara in Führung. Der erst 18-jährige Junioren-Nationalspieler Luostarinen glich nur wenige Minuten später aus. Für die Vorentscheidung sorgte in der 49. Minute Juhani Jasu für Tappara. Danach versuchte Kuopio alles, nahm 90 Sekunden vor Ende Keeper Kilpeläinen vom Eis, aber es sollte nichts nutzen. Vier Sekunden vor Ende traf Parlett mit seinem zweiten Tor in diesem Spiel mit einem Empty-Netter zum 1:3.

Damit heißt der alte und neue Meister in Finnland Tappara Tampere.

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WM Finalrunde

Samstag 25.05.2019
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Sonntag 26.05.2019
Russland Russland
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Tschechien Tschechien
Kanada Kanada
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Finnland Finnland