Spengler-Cup in Davos findet zum 93. Mal stattTraditionsturnier beginnt

Im Eisstadion Davos findet zum 93. Mal der Spengler-Cup statt.  (Foto: dpa/picture alliance/KEYSTONE)Im Eisstadion Davos findet zum 93. Mal der Spengler-Cup statt. (Foto: dpa/picture alliance/KEYSTONE)
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Traditionell läuft natürlich der Gastgeber, der HC Davos, mit einer leicht verstärkten Mannschaft auf. Dazu kommt seit einigen Jahren ein zweiter Verein, der sich über die Meisterschaft qualifizieren muss sowie einige weitere europäische Topteams. Das einzige Überseeteam wird regelmäßig eingeladen und ist gesetzt, das Team Kanada.

Das erste Spiel in der Geschichte fand am 28. Dezember 1923 zwischen dem HC Davos und dem Wiener EV statt und endete 4:0 für die Österreicher. Bereits einen Tag später startete das erste deutsche Team in das Turnier, der Berliner SC. Der BSC unterlag damals dem europäischen Topteam, der Uni von Oxford, mit 3:7. Berlin spielte mit Akteuren wie Torhüter Hermann Andresen, die Verteidiger Gustaf Johanson und Walter Sachs sowie die Stürmer Max Holzboer, Nils Molander, Birger Holmqvist, Alfred Steinke  und Werner Krüger. Der erste Sieg soll auch nicht verschwiegen werden: Ein 4:2 am 30. Dezember 1923 gegen Davos.

Rekordsieger sind das Team Kanada sowie der HC Davos mit jeweils 15 Erfolgen. Deutsche Mannschaften wie zuletzt die Adler Mannheim oder die Nürnberg Ice Tigers sind diesmal nicht vertreten. Das Turnier beginnt heute mit den Partien HC Ambri-Piotta – Salawat Julaew Ufa und Kanada – Ocelari Trinec. Der Sieger der ersten Begegnung trifft am morgigen 27. Dezember auf TPS Turku, der Sieger der zweiten Partie auf den Gastgeber HC Davos.

Die Teilnehmer:

HC Davos

Der aktuelle Tabellenvierte gewann zuletzt 2012 sein eigenes Turnier. Im Tor werden sich die beiden Torhüter Sandro Aeschlimann und Joren van Pottelberghe wohl abwechseln. Die Verteidigung wurde nicht verstärkt. Im Sturm kommen zum normalen Stamm die Amerikaner Casey Wellman und Danny Kristo (beide Rapperswil) sowie der Finne Harri Pesonen (Langnau Tigers).

HC Ambri-Piotta

Die Überraschung der letzten Saison steht aktuell nach einer Siegesserie von fünf Spielen, die aber am Vorweihnachtstag ausgerechnet vom HC Davos unterbrochen wurde, auf einem starken neunten Platz. Für den verletzten Conz im Tor wurde für das Turnier von den ZSC Lions Keeper Ludovic Waeber geholt. Die Defensive bleibt, wie die von Davos, ohne Verstärkung. Im Sturm kann Trainer Luca Cereda auf den Franzosen Floran Douay und Mirco Miranda (beide Servette Genf) zurückgreifen. Verletzt sind aktuell die Stürmer dal Pian, Kneubuehler, Kostner, Novotny und Rohrbach.

Salavat Julaew Ufa

Im Augenblick steht Salawat Ufa auf Platz fünf in der Eastern Conference der internationalen KHL. Das russische Topteam wurde zuletzt 2008 und 2011 KHL-Champion, stand im Spengler-Cup 2014 im Finale, wo es ein 0:3 gegen Servette Genf gab. Im Tor werden der Finne Juha Metsola und eventuell Andrei Karejev stehen. Die Defensive bekam lediglich Verstärkungen vom Zweitligisten Toros Neftekamsk mit Andrei Bannikov, Ruslan Petrishchev, Kirill Tsulygin sowie den Stürmern Vladimir Bobylyov und Vjatscheslav Shevchenko, so dass davon ausgegangen werden kann, dass Ufa dieses Turnier nicht mit voller Intensität angehen wird.

TPS Turku

Die aktuelle Saison ist eine einzige Enttäuschung für Turku. Platz 15 ist nicht der Anspruch und die Finnen werden alles daran legen um den Rekurs zu schaffen. Zuletzt war Turku 2002 beim Spengler-Cup vertreten, wurde am Ende nach einem 4:3 gegen Sparta Prag Vorletzter. Das Team wurde nicht verstärkt, hat mit dem 35-jährigen Verteidiger Jens Olsson einen Spieler mit Deutschland-Erfahrung (2011/12 EHC München).

HC Ocelari Trinec

Das von Vaclav Varada trainierte Team ist aktueller Champion in Tschechien, das aber in der Champions Hockey League nicht in Tritt kommt. Auch in dieser Saison kam das Aus in der Vorrunde. Jetzt wollen die Tschechen zeigen, dass sie es können. 2018 gab es in der Vorrunde ein 1:2 gegen Magnitogorsk und ein 1:3 gegen den späteren Sieger Kalpa Kuopio. Torhüter und Verteidigung wurden nicht verstärkt. Einziger „neuer“ Stürmer ist der hocherfahrene 39-jährige Milan Mikulik vom Zweitligisten Frydek-Mistek (2006/07 in Crimmitschau).

Team Kanada

25 Spieler stehen im Cup-Kader, 13 davon stehen in der National League unter Vertrag. Da kein NL-Verein einen Kanadier im Tor hat, mussten halt Spieler importiert werden. Abwechseln werden sich wahrscheinlich Matt Tomkins (Rockford/AHL) und Zach Fucale (Orlando/ECHL). Dritter im Bunde ist Brandon Burke (Uni of Alberta). In der Verteidigung stehen neben drei NL-Spielern zwei KHL-Akteure mit Alex Grant (Jokerit Helsinki) und Matthew Maione (Dinamo Minsk). Im Sturm kommen neben den einheimischen Kanadiern noch Spieler aus Finnland (Justin Danworth), Großbritannien (Blair Riley), Schweden (Alex Tambellini) und der Slowakei (Kris Versteeg) zum Einsatz.

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