Spengler-Cup: Ice Tigers nach Sieg gegen Magnitogorsk im HalbfinaleNürnberg siegt überraschend mit 3:1

Die Thomas Sabo Ice Tigers, hier mit Brett Festerling, warfen das KHL-Team Metallurg Magnitogorsk beim Spengler-Cup aus dem Rennen. (Foto: dpa/picture alliance/KEYSTONE)Die Thomas Sabo Ice Tigers, hier mit Brett Festerling, warfen das KHL-Team Metallurg Magnitogorsk beim Spengler-Cup aus dem Rennen. (Foto: dpa/picture alliance/KEYSTONE)
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Die Ice Tigers kämpften die Russen nieder und zogen bei ihrem ersten Spengler-Cup gleich ins Halbfinale ein, in dem sie heute um 15.10 Uhr noch einmal auf das Team Canada treffen. Das zweite Halbfinale wird um 20.15 Uhr zwischen Kalpa Kuopio und dem HC Davos ausgetragen. Wie immer werden Spiele im Livestream auf www.youtube.com/spenglercupdavos übertragen.

Thomas Sabo Ice Tigers – Metallurg Magnitogorsk 3:1 (1:0, 2:1, 0:0)

Die Nürnberger scheinen zu Spezialisten für das russische Eishockey heranzureifen. Waren sie 1999 als erste dazu in der Lage, mit einem 2:1 bei Dynamo Moskau erstmals einen Verein aus dem Riesenreich gar in dessen Stadion zu besiegen, so zeigten sie am Samstag eine exzellente Leistung um auch dem KHL-Spitzenteam aus Magnitogorsk das Fürchten zu lehren. Vor 5605 Zuschauern gelang den Ice Tigers bereits in der fünften Minute ein schnelles Tor, erzielt von Patrick Reimer, der eine perfekte Vorlage von Daniel Weiß im Tor von Artyom Zagidulin unterbrachte. Das schockte die Russen derart, dass sie nicht in der Lage waren, drei Powerplays während des ersten Drittels zum Ausgleich zu nutzen. Das zweite Drittel hatte kaum begonnen, da hieß es dann wirklich 1:1. Beim vierten Überzahlspiel hatte es endlich funktioniert. Obwohl die Ice Tigers stark spielten, übersahen sie für einen Bruchteil einer Sekunde den freistehenden Nikolai Kulyomin und dieser überwand Ice-Tiger-Keeper Niklas Treutle. Jetzt schien der Weg frei für das Team von Magnitogorsk zu sein, aber sie hatten nicht die Reaktion der Deutschen erwartet. Nach einem kurzen Durchschütteln fighteten sie zurück und wurden belohnt. In der 27. Minute, auch dieses Tor fiel in Überzahl, kam Brandon Buck diagonal vor Zagidulin zum Schuss und gegen dessen Hammer war der junge russische Torhüter machtlos. Und es kam noch deftiger für ihn. Zwei Minuten später war sein Arbeitstag bereits nach 29 Minuten zu Ende, nachdem zuvor Patrick Reimer bei einem schnellen Nürnberger Konter Leonhard Pföderl bedient hatte und dieser mit einem präzisen Schuss in das rechte Ecke erfolgreich war. Danach wechselte der russische Trainer Josef Jandac zwar seinen Torhüter, brachte Pavel Nichistovsky und dieser blieb auch in der restlichen Spielzeit ohne Gegentor aber das Spiel war bereits zu diesem Zeitpunkt aus russischer Sicht verloren. Mit einem großen Fight schafften die Nürnberger das letzte Drittel und qualifizierten sich für das Halbfinale.

HC Davos – HC Ocelari Trinec 3:1 (1:0, 0:1, 2:0)

Während der HCD in seiner Liga um das Überleben kämpft, zeigt er sich bei seinem Cup in deutlich besserem Zustand. Allerdings hat er dies auch seinen Gastspielern zu verdanken, vor allem dem Schweden Linus Klasen, der sich, im Gegensatz zu seinen Einsätzen in Lugano, endlich einmal frei jeglicher taktischer Zwänge bewegen darf. Auch Dario Simion zeigte sich beim Spengler-Cup bisher in guter Spiellaune und gegen Trinec wurde dann auch der Davoser Torhüter Anders Lindbäck zu dem Lichtblick, als der er eigentlich geholt worden war. Das 1:0 schoss dann auch Linus Klasen, als er von Simion im Slot perfekt bedient wurde und dann dem tschechischen Torhüter Hrubec keine Chance ließ. Im zweiten Drittel war Ocelari gleichwertig, kam zu einigen guten Möglichkeiten und hatte letztendlich Glück, als Kovarciks Pass in den Slot von einem Schweizer Verteidiger in das eigene Tor abgefälscht wurde. In der 49. Minute dann die Vorentscheidung. Andreas Ambühl scheiterte aus nächster Entfernung an Hrudec und die Scheibe prallte zu Klasen, der die Scheibe ins leere Tor zum 2:1 für Davos wuchtete. Jetzt musste Trinec kommen, hatte auch mehrere Großchancen am Ende und kassierte doch nur noch das 1:3 durch einen Empty-Netter von Dino Wieser, 0,2 Sekunden vor dem Ende.

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