Spengler Cup: Hattrick von Kanada Team zieht mit Rekordsieger HC Davos gleich

Kanada-Keeper Kevin Poulin feiert mit Familie. (Foto: dpa/Keystone/AP Photo)Kanada-Keeper Kevin Poulin feiert mit Familie. (Foto: dpa/Keystone/AP Photo)
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Es war ein schweres Stück Arbeit aber am Ende hatte es sich gelohnt. Die Kanadier, die hauptsächlich mit in Europa unter Vertrag stehenden Spielern plus einiger Verstärkungen aus der AHL beim Spengler-Cup in Davos angetreten waren, schafften den Hattrick, den dritten Erfolg in Serie und konnten nun mit dem Rekord-Champion dieses Wettbewerbs, dem HC Davos, mit 15 Cupgewinnen gleichziehen.

Dabei zeigten die Kanadier durchweg starke Leistungen, wurden zwar gefordert, hatten am Ende aber immer die richtige Lösung parat und gewannen daher den Cup verdient. Gestartet waren sie mit einem 5:3 gegen tschechischen Vertreter Mountfield HK, bezwangen danach den Gastgeber aus Davos mit 4:1 und erreichten als erste Vertretung das Halbfinale.

Dort trafen die Kanadier noch einmal auf die Tschechen und wieder blieb man mit 5:2 siegreich. Allerdings hieß einer der Matchwinner Barry Brust, denn die Ost-Europäer zeigten sich als spielerisch starke  Mannschaft, die die Kanadier zu höchster Konzentration zwang. Stärkste Tschechen waren Michal Dragoun und Petr Koukal, bei den siegreichen Kanadiern glänzten Jay McClement (EHC Olten/Swiss-League), Cody Goloubef (Stockton Heat/AHL) und Keeper Kevin Poulin (Medvescak Zagreb/EBEL).

Im anderen Halbfinale kam es zu einem Traumduell, für das die Turnierausrichter gut und gerne 30.000 Karten anstatt der vorhandenen 6.300 hätten verkaufen können. Zum ersten Mal seit über dreißig Jahren traf wieder die Schweizer Nationalmannschaft auf einen Vereinsvertreter aus der eigenen höchsten Liga und diesmal blieb die „Nati“ gleich mit 8:3 siegreich. Allerdings täuscht das Ergebnis, denn der HCD, der vier Spiele an vier Tagen absolvieren musste, konnte lange mithalten, hielt bis zum dritten Drittel gar nur ein 3:4. (Tore HCD: Kousal, Buck und Nygren; Nati: Hollenstein, Praplan, Fora und Schlumpf), musste aber dann der fehlenden Kraft Tribut zollen und unterlag noch klar mit 3:8. Die weiteren Nati-Tore erzielten: Blum, Schäppi, Richard und Hofmann. Wie motiviert die Davoser vor dem Spiel gegen die Nationalmannschaft waren, zeigte das Beispiel Felicien du Bois. Der 34jährige Davoser hatte beim 4:2 gegen Hämeenlinna bei einer Abwehraktion „vier Zähne“ verloren. Für du Bois kein Grund auf ein Mitwirken zu verzichten und so spielte er prompt mit, wirkte allerdings leicht gehandicapt.

Die Qualifikation für das Halbfinale hatte der leicht verstärkte HC Davos übrigens durch ein 5:1 gegen Mountfield HK sowie ein 4:2 gegen den finnischen Vertreter HPK Hämeenlinna geschafft. Die Nati hatte nach dem lockeren Auftakt gegen den KHL-Verein Dinamo Riga (6:1) auch Hämeenlinna deutlich mit 4:0 in die Schranken gewiesen.

Finale

Kanada – Schweiz 3:0 (0:0,2:0,1:0)

In einem hochklassigen Match holten sich die Kanadier verdient den Cup. Die Tore erzielten Zach Boychuk (Slovan Bratislava /KHL), Maxim Noreau (SC Bern/NL) und David McIntyre (EV Zug/NL). Herausragend dazu noch Keeper Kevin Poulin (Medvescak Zagreb/EBEL), dem bei seinen Shut-out volle 36 Paraden gelangen. Sein Gegenüber, der Schweizer Nationalkeeper Leonardo Genoni (SC Bern) zeigte zwar ebenfalls über das Turnier eine sehr gute Leistung, musste sich aber seinem Gegenüber im Finale deutlich geschlagen geben.

 

 

 

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