Spengler Cup: Davos folgt Sparta Prag mit blauem Auge ins Finale

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Team Canada erfüllt die Pflicht


Nach dem 3:2-Sieg gegen Helsinki IFK hat das Team Canada seine Chancen auf die Finalqualifikation beibehalten. Allerdings

sind die Ahornblätter auf die Hilfe von Sparta Prag angewiesen: Sollten die Tschechen den HC Davos bezwingen, sind die Kanadier im Finale. Holen die Davoser die beiden Punkte, bestreiten sie

am Silvestertag um 12 Uhr das Endspiel. Sparta Prag kann sich den Finalgegner also selbst aussuchen.

Helsinki IFK dagegen beendet das Turnier punktlos auf dem letzten Rang.


Das Team Canada war in seinem letzten Vorrundenspiel gegen die Finnen bemüht, ihre Pflicht für die Finalteilnahme früh zu erfüllen. Dabei wollten sie nichts anbrennen lassen und führten nach 20:49 Minuten bereits mit 3:0. Jan Alston, Ryan Gardner und Randy Robitaille mit einem der schönsten Turniertore schossen die

komfortable Führung heraus.


Wenn es in diesem Turnier schon nicht zu Punkten reichen sollte, so zeigte HIFK in der Folge immerhin Charakter und war gewillt, einen positiven letzten Eindruck zu hinterlassen. Roman Vopat mit einem Treffer in Unterzahl (31.) und Kim Hirschovits (16 Sekunden vor der zweiten Pause) brachten ihre Mannschaft noch einmal zurück ins Spiel. Das letzte Drittel war dann eines der intensivsten am diesjährigen Spengler Cup. Die Finnen deuteten dabei noch einmal ihr Potenzial an und zeigten mit hartem Körperspiel, dass sie nordamerikanisch geprägt und in diesem Punkt ihrem Gegner keineswegs unterlegen sind. Genützt hat es allerdings nichts. Die Kanadier zitterten sich erfolgreich über die Zeit, auch, weil Marek Zidlicky in der 56. Minute mit einem

Gewaltschuss nur den Pfosten traf.


Helsinki – Team Canada 2:3 (0:2, 2:1, 0:0)


Tore:

01. Alston (Robitaille) 0:1

19. Gardner (Shantz, Astley) 0:2

21. Robitaille (Roest) 0:3

31. Vopat (Vihko; Ausschluss Mikko Laine!) 1:3

40. (39:44) Hirschovits (Söderholm, Heikki Laine) 2:3


Strafen: 5 mal 2 Minuten gegen Helsinki, 6 mal 2 Minuten gegen das Team

Canada



Der HC Davos folgt Sparta Prag mit blauem Auge ins Finale


Der Gastgeber HC Davos hat beim Spengler Cup zum fünften Mal in Serie das Finale erreicht. Die Davoser besiegten am Abend Sparta Prag mit 6:4, nachdem sie nach 34 Minuten noch mit 5:1 geführt hatten. Schon

am Silvestertag erhält Sparta im Endspiel Gelegenheit zur Revanche. Dann werden die Tschechen, die schon vor der Abendpartie als Finalist feststanden, die Sache wohl ernsthafter angehen.


Nachdem das Team Canada am Nachmittag gegen Helsinki IFK gewonnen hatten, waren sie auf Prager Schützenhilfe angewiesen, um

im Finale die Möglichkeit zum Titelhattrick zu erhalten. Ein Blick auf Prags Mannschaftsaufstellung gegen den HCD reichte, um zu wissen, dass die Kanadier nicht mit Hilfe rechnen dürfen: Spartas Coach Slavomir Lener schonte mit Ondrej Kratena nicht nur den Turnier-Topskorer, sondern mit Karel Pilar, David Vyborny und Jan Hlavac auch drei seiner fünf NHL-Stars. Zudem nahm Tomas Pöpperle, der 20-jährige Goalie und tschechische Shootingstar, auf der Ersatzbank platz.


Spielpraxis erhielt dafür wieder einmal die Spengler-Cup-Verpflichtung David Aebischer im Tor. Schnell wurde klar, dass der Schweizer zur bedauernswertesten Figur auf dem Eis werden würde. Wohl selten kam er sich von seinen Vorderleuten so verlassen vor, wie gegen Davos. Dem Unmut kund darüber tat er, als er in der 34. Minute bereits zum fünften Mal bezwungen wurde und danach wutentbrannt seinen Stock in die Ecke schleuderte.

Spaß hatten dafür die Davoser und dabei insbesondere Joe Thornton, Josef Marha und Rick Nash: Thornton

ließ sich drei Assists gutschreiben, Marha erzielte gegen seine Landsleute ein Tor und zwei Assists, ebenso Nash.


Als die Davoser versuchten, ihrerseits ebenfalls Kräfte für das Finale zu sparen, setzten die Tschechen zur Aufholjagd im

großen Stil an. Zwischen der 37. und der 58. Minute kamen sie durch Treffer von Tomas Netik, Jan Marek und Ivan Majesky auf 4:5 heran. In den letzten zwei Minuten musste der HC Davos gehörig bangen, ehe er sich seiner Finalqualifikation sicher sein durfte.


Prag – Davos 4:6 (1:2, 1:3, 2:1)


Tore:

01. Marha (Thornton) 0:1

6. (5:01) Chabada (Wichser; Ausschluss Ambühl) 1:1

6. (5:46) St. Louis (Thornton, Marha) 1:2

23. Ramholt (Ambühl, Sutter) 1:3

25. Nash (Thornton, Marha; Ausschluss Schnabel) 1:4

34. Riesen (Nash, Reto von Arx) 1:5

37. Netik (Straka, Prochazka; Ausschlüsse Dragoun, Hagman) 2:5

41. Marek (Wichser; Ausschluss Sutter) 3:5

58. Majesky (Straka; Ausschluss Thornton) 4:5

60. (59:56) Nash (Riesen; ins leere Tor) 4:6


(Quelle: www.spenglercup.ch)

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