Spengler-Cup 1. Tag: Gastgeber Davos unterliegt Dynamo Moskau

Spengler Cup: Zwei Stürmer für MannheimSpengler Cup: Zwei Stürmer für Mannheim
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Dynamo Moskau unterstreicht Ambitionen auf den Turniersieg

Der HC Davos verliert trotz einer engagierten Leistung gegen ein technisch versierteres Dynamo Moskau mit 4:1. Vorwürfe kann man den Davosern keine machen.

Der Tabellenneunte der russischen Kontinentalen Hockey-Liga begann schnell, der HCD hatte aber keine Probleme, sich auf das höhere Tempo einzustellen, als man es sich aus der NLA gewohnt ist. In der elften Minute erzielte mit Gennady Razin ein Spieler den Führungstreffer, der in der Linie mit dem wirbligen Weltmeister Sergei Zinoviev spielt. In dieser Phase liessen die Davoser das Körperspiel vermissen und bei einer schönen Kombination der Russen wurde der puckführende Spieler nicht angegriffen, so dass Razin mit einem relativ harmlosen Handgelenkschuss von der blauen Linie erfolgreich war. Den heute starken Genoni traf dabei keine Schuld. Er wurde nach Spielende zum besten Davoser Spieler gewählt.

Die Gemächlichkeit, mit der das zweite Drittel angegangen wurde, speigelte sich auch in der überraschenden Zurückhaltung der Fangemeinde. Das änderte sich bald: In der 31. Minute liess Dynamo-Keeper Yeremeev einen Schuss abprallen und Sandro Rizzi konnte volley verwerten. Mit einem Fuss im Torraum, stand er allerdings in umstrittener Position, der Schiedsrichter nutzte den in den Regeln vorhandenen Ermessensspielraum zu Gunsten der Davoser.

Moskaus Passivität im zweiten Drittel entpuppte sich mehr und mehr als Abgeklärtheit, denn nur rund 100 Sekunden später kam Dynamo zu einem Gegenstoss, den Matthias Weinhandel nach mustergültiger Vorlage von Thomas Cajanek abschloss. Cajanek umkurvte Davoser Verteidiger und gab den Pass direkt auf Weinhandels Schaufel. Beim Treffer war auch eine Spur Glück dabei, denn der Puck sprang von Genonis Schoner ins Tor. In der Folge liess man die Davoser ein wenig aufkommen, sie blieben aber oft an der Dynamo-Defensive hängen.

Im dritten Drittel zeigte sich auch der Davoser Verstärkungsblock, bei dem die Abstimmung schnell stimmt und heute erstaunlich viel Eiszeit bekam. Vor allem Martin Sonnenberg vom Ambrì und der Ex-Davoser Janne Niinimaa konnten diverse Akzente setzen. Letzterr gab viele gefährliche Schüsse aufs Moskauer Tor ab.

Fünf Minuten vor Schluss verpasste Davos-Verstärkung Salmelainen vor dem gegnerischen Tor eine Chance, der anschliessende Befreiungsschlag landete bei Genoni, der den Puck mangels Anspielstationen an Niinimaa weiterleitete. Dieser wiederum verlor ihn aber an den stark forecheckenden Maxim Pestushko, der in die Mitte spielte. Neprjaev liess den Querpass passieren und überraschte damit Florian Blatter. So konnte der nun freistehende Maxim Afanasenkov zum vorentscheidenden 3:1 verwerten.

Die Davoser setzten nun zur Schlussoffensive an, doch Riesen verpasste aus aussichtsreichster Position. Die Fans erwachten endgültig und peitschten die Davoser nach vorne. Bei der Chance von Ambühl wenig später, war ein Dynamo-Spieler längere Zeit ohne Stock.

Das 4:1 ins Leere Tor vom in der Schweiz bekannten Eric Landry, war der gelungene Schlusspunkt unter die starke Leistung von Dyamo Moskau.

Das Resultat lässt das Spielergebnis klarer erscheinen, als es in Wirklichkeit war. Die Cleverness brachte Dynamo Moskau schlussendlich den Sieg. Mit fortschreitendem Turnierverlauf könnte sich bei den Davosern diese Cleverness , mit der sie schon viele Turniersiege realisiert haben aber noch entwickeln. Die Umgewöhnung vom ein wenig langsameren Meisterschaftsrhythmus muss sich erst noch vollziehen.

Die Leistung von Dynamo Moskau, das momentan nur im Mittelfeld der Tabelle positioniert ist, die letzten drei Spiele jedoch gewonnen hat, zwei von diesen sogar klar, zeigt schlussendlich auch das Niveau der KHL. Ein zweiter Turniersieg von Moskau nach 1983 scheint möglicher, als noch vor dem Spiel. Eine Vorentscheidung wird sicherlich das Spiel gegen das Team Canada am Dienstag bringen.

Titelverteidiger Kanada setzt erste Duftmarke

Dank drei Toren im Powerplay im Mittelabschnitt legten die Kanadier den Grundstein zum ersten Sieg im Spengler-Cup 2008. Damit zeigte die Mannschaft von Trainer Sean Simpson auf, dass sie gewillt ist, die Siegestrophäe erneut zu gewinnen. Karlsbad verlor sein Auftaktspiel dank der Undiszipliniertheit im zweiten Drittel und hatte keine Chance, wieder ins Spiel zurück zu finden, sodass die 1:3-Niederlage zur logischen Konsequenz wurde.

Was es heisst, wenn man das Trikot der Nationalmannschaft überstreifen kann und aus einer wild zusammen gewürfelten Truppe ein Team werden soll, blieb Titelverteidiger Team Canada beim ersten Auftreten am diesjährigen Spenglercup im Startdrittel noch schuldig. Die Mannschaft von Chefcoach Sean Simpson, Trainer des amtierenden Schweizermeister ZSC Lions, übernahm die Initiative und musste aber zur Kenntnis nehmen, dass sie es mit einem hartnäckigen Gegner zu tun haben werden. Energy Karlovy Vary, das Spitzenteam der Tschechischen Liga, hatte überhaupt keinen Grund sich zu verstecken. Gleich im ersten Powerplay zeigte Petr Kumstat, einer der besten Topskorer seines Teams, prüfte Canada Goalie Daren Machesney, welcher den Vorzug von Travis Scott erhielt. Im Gegenzug wehrte Karlsbad Torhüter Lukas Mensator einen von Langnau Legionär Jeff Toms abgegeben Schuss sicher ab. Danach rückte Jaroslav Kristek gleich zweimal in den Brennpunkt und bei beiden Abschlüssen machte Goalie Machesney eine sehr sichere Figur. In der 13. Minute vergab Brad Isbister, vom EV Zug, eine vielversprechende Möglichkeit. Noch in der gleichen Minute kreierte David Zucker die bis dato beste Szene, Machesney legte jedoch sein Veto ein. Dieser zeigte etwas später, dass sich seine Vorderleute auf ihn verlassen können, als Kristek ein weiteres Mal an dessen Reflexen scheiterte. Kurz vor Drittelsende konnte Vary zuerst in einfacher, danach für kurze Zeit gar in doppelter Überzahl spielen. Stürmer Petr Sailer und Verteidiger Josef Rezineck liessen die nötige Kaltblütigkeit vor Machesney vermissen. Die Kanadische Box stand ausgezeichnet.

Die Intensität nahm im Mittelabschnitt noch zu und im weiteren Verlauf des Drittels fielen die ersten Tore. Doch zuvor übten sich beide Mannschaften im Powerplay vergebens. Die Torhüter vermochten ihren Kasten noch rein zu halten. Dies änderte sich in der 29. Minute. Zugs Isbister eröffnete, als Shukravy auf der Strafbank sass, für die Kanadier das Skore. Die Antwort blieben die Tschechen nicht lange schuldig. Stürmer Lukas Pech verzögerte seinen Abschluss in der 33. Minute solange, bis Goalie Machesney keine Chance mehr hatte. Was jetzt folgte, musste Varys Trainer Josef Palecek, als Spieler 3facher Weltmeister in der ehemaligen Tschechoslowakei, wie ein schlechter Film vorgekommen sein. Die Undiszipliniertheit seiner Cracks spricht Bände. Während knapp fünf Minuten mussten diese in doppelter Unterzahl spielen. Diese Situationen nutzen die Kanadier eiskalt mit zwei Toren aus. Micki DuPont und Jean-Guy Trudel sorgten mit ihren beiden Toren für eine mögliche Vorentscheidung.

Mit welchen Mitteln wird es Karlsbad versuchen, wieder ins Spiel zu kommen? Die Tschechen bekamen im letzten Drittel viermal die Möglichkeit, in einfacher oder doppelter Überzahl das Anschlusstor zu schiessen. Im Gegensatz dazu zeigten die Kanadier, wie man einen Zweitorevorsprung sicher über die Runden bringt und wie man die Box im Unterzahlspiel optimal zu stellen hat. Der 3:1-Sieg des Titelverteidigers geht völlig in Ordnung. (Berichte von www.hockeyfans.ch)

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