Slapshot Trophy: Turnier in der Schweiz endet mit Sieg des HC Lugano

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Das international bestens besetzte Turnier in Zuchwil endete am Sonntagabend mit dem Finale zwischen dem amtierenden Schweizer Meister SC Bern und dem Vize der Vorsaison, dem HC Lugano Hier blieben die Eidgenossen also unter sich. Die Wiederauflage des letzten Play off-Finals der Nationalliga A wurde mit Spannung erwartet. Dem Endspiel zuvor ging das Spiel um Platz 3 zwischen dem tschechischen Vizemeister Sparta Prag und dem letztjährigen Gewinner des Continental Cups dem HC Slovan Bratislava. Eine Begegnung, die von der Qualität beider Teams her auch gut und gerne das Finale hätte darstellen können.

Auf dem Weg ins Finale besiegte der SC Bern am ersten Spieltag mit dem ZSC Lions ein weiteres Schweizer Team mit 5:2. Leider sorgten einige unverbesserliche ZSC-Fans durch einen Anfall von Pyromanie für den Abbruch dieser Begegnung, deren Ergebnis aber dennoch gewertet wurde. Der HC Lugano trat am selben Tag gegen den deutschen Vizemeister, den EHC Eisbären Berlin an und trennte sich vom einzigen deutschen Vertreter mit einem 3:3 Unentschieden.

Am darauf folgenden Spieltag ließ Lugano einen knappen 2:1 Sieg gegen Slovan Bratislava folgen und stellte die Weichen frühzeitig Richtung Finale. Für den ZSC Lions war hier nach einer weiteren Niederlage, diesmal gegen Sparta Prag (1:2), der Wettbewerb schon beendet.

Die Männer vom tschechischen Vizemeister hätten am dritten Spieltag den Finaleinzug klar machen können, scheiterten aber in einer hochklassigen Partie am Schweizer Titelträger Bern mit 4:6. Auch die Eisbären hatten unter bestimmten Umständen noch die Möglichkeit das Endspiel am Sonntag erreichen zu können, aber die Slovan-Spieler um Haudegen Richard Kapus hatten etwas dagegen und bezwangen den EHC mit 3:2, so dass auch die Berliner bereits am Samstag die Koffer packen konnten. So hatte sich also die Konstellation für den Sonntagsspieltag gefunden.

Im von beiden Mannschaften temperamentvoll geführten und spannungsreichen Endspiel hatten dann die Tessiner vom HC Lugano mit 4:3 nach Penaltyschießen gegen die Berner das glücklichere Ende für sich. Den dritten Platz belegte nach einem 5:4 Sieg über Bratislava der tschechische Hauptstadtklub Sparta Prag. Auch hier bewiesen alle beteiligten Teams ihre technische Finesse und legten ein recht hohes Tempo vor.

Die Veranstalter zeigten sich mit dem Turnierverlauf alles in allem zufrieden. Was Wunder, besuchten das Schweiz interne Match zwischen Bern und Zürich immerhin ca. 2400 und das Spitzentreffen zwischen Bern und Prag ca. 3150 Zuschauer. Am Finaltag fanden sich zur Abschlussbegegnung noch einmal 2500 Eishockeybegeisterte an der Zuchwiler Kunsteisbahn ein. Wenn man den Augenzeugenberichten und der Einschätzung der Organisatoren folgt, dann wurde das Vorurteil vom „Sommerhockey“, welches Eishockeyspielen im August landläufig anlastet, nur partiell erfüllt. Zudem bekamen die Fans auch reichlich Spielerprominenz zu sehen, was im an landesübergreifenden Klub-Wettbewerben armen Europa selten genug vorkommt. Hier seien nur Rich Brennan vom SC Bern, Randy Robitaille vom ZSC Lions, Petteri Nummelin bei Lugano, Lubos Bartecko in den Reihen von Sparta Prag, Pavol Rybar im Trikot von Bratislava oder aber auch Denis Pederson und Ricard Persson von den Eisbären Berlin stellvertretend für viele weitere genannt. Für die Eishockeyfreunde hierzulande bleibt zu wünschen, dass sich mehr mutige Geldgeber und Organisatoren finden, die bereit sind solche international hervorragend besetzte Wettbewerbe zu realisieren! (mac/ ovk)



Ergebnisse:

HC Lugano – Eisbären Berlin 3:3

SC Bern – ZSC Lions 5:2 (abgebr.)

HC Lugano – Slovan Bratislava 2:1

ZSC Lions – Sparta Prag 1:2

Slovan Bratislava – Eisbären Berlin 3:2

SC Bern – Sparta Prag 6:4

Spiel um Platz 3:

Slovan Bratislava – Sparta Prag 4:5


Finale:

SC Bern – HC Lugano 3:4 n.P.

Torfolge:

0:1 Gardner (Gratton/ Keller) 9.

0:2 Christen (Botta/ Bianchi) 15.

1:2 Juhlin (Rüthemann/ Sarault) 22.

2:2 Wetzel (Steinegger) 23.

2:3 Wichser (Gratton) 25.

3:3 Rüthemann 46.

3:4 Gratton (Penalty)

Strafen: Bern 10/ Lugano 16

Zuschauer: 2500


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