SKA St. Petersburg: Igor Larionow verstärkt Führungscrew

KHL: SKA St. Petersburgs Siegeszug hält weiter anKHL: SKA St. Petersburgs Siegeszug hält weiter an
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Das Team von SKA St. Petersburg ist gespickt mit Stars. Begonnen beim kanadischen Chefcoach Barry Smith, dem einstigen Assistenten von Scotty Bowman bei den Detroit Red Wings, über Torhüter Robert Esche und Verteidiger Andrei Zyuzin bis hin zu den Stürmern Sergei Brylin und dem Schweden Andreas Johansson, versammeln sich bereits zahlreiche klangvolle Namen unter dem Banner des Armeesportklubs. Kurz vor Abreise der Mannschaft ins Trainingslager im finnischen Pujalahti, unterzeichnete zudem Darius Kasparaitis einen neuen Vertrag über weitere zwei Jahre im Trikot von SKA.

Dem nicht genug: Für die Entwicklung junger Spieler wird zukünftig Igor Larionow im Klub verantwortlich zeichnen. Der dreimalige Stanley Cup-Sieger mit den Detroit Red Wings trat am gestrigen Montag seinen Dienst bei SKA an. Auf Büroarbeit wird sich der 47-jährige indes nicht beschränken müssen. Chefcoach Barry Smith erklärte, dass er sich Larionow auch im Tagesgeschäft, bei der Arbeit mit der Mannschaft an seine Seite wünscht. Er bezeichnete dessen Erfahrungen als unverzichtbar und als zu wertvoll, so dass jeder Spieler von ihnen profitieren könne. Während der Spiele, das stellte Larionow gleich klar, sei sein Platz allerdings auf der Tribüne.

Bei seiner Ankunft in St. Petersburg wurde Larionow, den seine Mannschaftskameraden früher den „Professor“ nannten, natürlich sogleich von der Presse bestürmt. „Es gab viele Gespräche“, begründete Larionow gegenüber RIA Novosti seine Entscheidung in die Heimat zurückzukehren, “natürlich mit Barry, aber auch mit Ligapräsident Alexander Medwedew. Zugleich erhielt ich Angebote aus Phoenix und Anaheim, doch ich bin in Russland geboren und will nun mit dabei helfen, die KHL zu einer weltweit beachteten Liga zu entwickeln. Das Konzept der KHL ist sehr komplex und ehrgeizig, aber es muss weiter daran geschliffen werden.“

Zum Konflikt zwischen NHL und KHL fand „der Professor“ bemerkenswerte Worte: „Wir können viel lernen von der NHL, sollten sie allerdings nicht einfach kopieren, sondern unser eigenes Profil finden. Die jetzt laufende Auseinandersetzung zwischen beiden Ligen sollte schleunigst beendet werden, sie hilft niemand weiter! Nur im Dialog sind die Probleme aus der Welt zu schaffen. Auch in diesen Prozess würde ich mich gerne einbringen.“ Tatsächlich ist eine enge Zusammenarbeit Larionows mit der Ligenleitung der KHL bereits fest vereinbart. Mit seinen nun offen dargelegten Ansichten könnte sich der einstige NHL-Star in diesem Konflikt als ein entscheidender Faktor erweisen. SKA-Chefcoach Barry Smith wird in nächster Zeit daher wohl noch recht häufig auf Larionows Unterstützung verzichten müssen. (mac)   

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